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Dienstag, 28. November 2017

Stigmen statt Argumente sind von Übel


Trotz gut gemeinter Warnung will ich es doch wagen, etwas zur linken Diskurskultur zu posten.Ich habe lange überlegt, was ich schreiben könnte.Ich möchte es allgemein halten, weil mir persönliche Angriffe auch nicht liegen.Es muss sich auch niemand den Schuh anziehen, wenn er meint, das er nicht passt.
Letztendlich habe ich mich dann doch für eine Verlinkung entschieden.

Dieser Text von Wolfgang Gehrke und Christine Reymann sagt aus, was mir ebenfalls durch den Kopf geht, und zeigt, das ich mit meinen  Beobachtungen im linken Lager beileibe nicht allein bin.

Die Causa Babylon Berlin bestätigt indes eine Beobachtung, die ich in letzter Zeit in linken Diskussionen erlebe, nämlich das vielfach nicht mehr über Inhalte diskutiert wird, sondern über Personen.

Hier wird sich nur an der Person Ken Jebsen abgearbeitet, statt über den wirklichen Skandal zu reden, das ein linker Senator sein Amt missbraucht um den Betreiber des Babylon zu erpressen, eine Veranstaltung mit einer ihm unliebsamen Person nicht statt finden zu lassen.

Wenn Linke in Regierungsverantwortung Zensur betreiben und anders denkende bekämpfen, dann machen sie die Partei unglaubwürdig, wenn sie gleiches bei der Bundesregierung kritisiert.Wenn De Maiziere demnächst wieder ein linkes Portal verbieten lässt kann er bei Kritik von links lachend auf Lederer zeigen und sagen:Was wollt ihr denn? Ihr Linken macht  das doch auch! .

Daneben bestärkt dieser Vorgang auch jene , die die Linke nicht mehr als Alternative ,progressive Kraft wahrnehmen, sondern als Teil des Establishments.

Und glaube doch bitte keiner,Lederer ginge es um den Kampf gegen Rechts.Lederer handelt im Interesse der Nato-Kriegshetzer,auf deren Linie er die Linke trimmen will.

Dies wären eigentlich die Aspekte,über die man in dieser Causa reden müsste.Statt arbeitet man sich nur an der Person Jebsen ab, die aber doch nebensächlich ist.

Viel wichtiger ist, das Lederer mit dieser Aktion zum Türöffner der CDU/CSU/SPD für noch mehr Zensur und Bekämpfung von Gegenöffentlichkeit  werden könnte, ähnlich wie SPD und Grüne mit der Agenda 2010 für Union und FDP Türöffner für noch schlimmere soziale Schweinereien geworden sind.
Das ist es, was mir wirklich Sorgen macht.

Samstag, 25. Januar 2014

Die Theorie über den "Linksextremismus"

Wird hier von    Kritischer Komilitone   auseinander genommen.

Besonders lesenswert ist auch der Kommentar von Dennis 82,der klar aufzeigt,warum das Hufeisenmodell und Verwandte an der schieren Realität scheitern.
Ich selber habe mich hier in einem meiner ersten Posts mit dem Thema beschäftigt und bin zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen.
http://schumt3.blogspot.de/2013/04/bin-ich-ein-linksextremist.html

Samstag, 28. September 2013

Wer bestimmt,was Links ist?

Den Ausschlag zu diesem Artikel gab ein Kommentar von"Der Herr Karl" auf dem Spiegelfechter:
*brüll*
*gacker*
Schon wieder: Stalin, Pol Pol usw. können nicht links sein, weil sie totalitäre Verbrecher und Menschenschlächter waren…?

Banal einfaches Weltbild: Die Guten sind links, die Bösen sind rechts – also waren Stalin, Pol Pot, usw. nicht links.
*kopfschüttel
eigentlich verdient so ein Geschwafel nicht mal eine Erwiderung,geschweige denn einen Artikel,er ist eigentlich auch nur der Aufhänger.Ich hätte auch noch andere Kommentare von "Spezialisten",wie Very serious Sam nehmen können,die ebenfalls behauptet haben,Stalin,Ho chi min ,Pol Pot waren Links .einen Beleg dafür bleiben sie natürlich ebenso schuldig,wie "Der Herr Karl"..Ich habe auf Karls Kommentar geantwortet:
Karl,da du dich selber ja für links hälst oder für linksliberal:
-Ist Menschen zu unterdrücken links?
-Ist das Wegsperren und Foltern andersdenkender links?
-Ist das Massenweise Ermorden von Menschen links?
Wenn du auf nur eine dieser Fragen mit nein antworten kannst,dann hast du den Beweis,das Stalin,Pol Pot und Co Nicht links waren.Sie gaben vielleicht vor es zu sein und es wird gern von dogmatischen Linkenhassern ,wie dir und Very serious Sam als Ersatz für Sachargumente genommen um gegen Linke hetzen zu können,aber sie waren es nicht,sie waren Machtpolitiker und die vielen Morde ,die sie begingen ,begingen sie nicht aus linker Ideologie,sondern um zur Macht zu kommen und diese zu erhalten.In dem ihr sie Links nennt,erhöht ihr sie,weil ihr ihnen politische Motive unterstellt und damit verdeckt,was sie eben wirklich waren Mörder,Verbrecher und sonst gar nichts.Nun ist es aber eben auch so,das Begriffe wie Links äußerst dehnbar ,weil subjektiv sind ,es kommt auf den Standpunkt des Betrachters an.Meine Auffassung von linkem Denken gibt Charlie Chaplins Rede an die Menschheit schön wieder.Einfach mal anhören und drüber nachdenken.
Hier im Wortlaut
 Da liegt nämlich die entscheidene Frage:Wer bestimmt eigentlich,das diese Diktatoren links waren?Die Medien ,Historiker,vom Schlage eines Guideo Knopp.Aber wie können die das bestimmen,wo es doch nicht einmal eine klare wissenschaftliche Definition gibt,was eigentlich Links ist.Wikipedia versucht es folgendermaßen:
 Ein klassisches Politikverständnis der Linken ist geprägt von einem egalitären Menschenbild, das heißt: Sie betrachtet unter anderem die Gleichberechtigung aller Menschen, unabhängig von nationalen, ethnischen, geschlechtlichen und anderen Gruppenzugehörigkeiten, als anzustrebendes politisches Ziel Quelle:Wikipedia
 Allein,wenn man dies zugrunde legt,muß man zu dem Schluß gelangen,das Stalin,etc. nicht Links gewesen sein können,denn was könnte weiter von egalitärem Denken entfernt sein,als deren Regime?
Aber da es nun mal so ist,das Links ein weit dehnbarer Begriff ist,ist meine Meinung,das man sich hier auf seinen inneren Wertekompass verlassen sollte ,um zu bestimmen,was Links ist.
Jeder,der sich selbst als Links verortet oder als Linksliberal,wie auch ich,hat doch einen Wertekompass,eine klare Vorstellung davon,was linke Werte,was linkes Denken ist,und die sollte er als Massstab anlegen,anstatt das einfach zu glauben,was unsere Medien erzählen.Bezogen auf unser Beispiel:Stalin,Ho chi Min,Pol Pot,bedeutet dies,sich einfach mal zu fragen:
  • Ist Gewalt linkes Denken?
  • Ist Unterdrückung linkes Denken?
  • Ist das Verhaften,Einsperren und Foltern Andersdenkender linkes Denken?
  • Ist Bekämpfung von Meinungs-Versammlungs-und Redefreiheit linkes Denken?
  • Ist Massenmord linkes Denken?
Na ,auch alle Fragen mit" Nein" beantwortet?Dann habt ihr den klaren Beweis,das Stalin ,Ho Chi Min,Pol Pot,eindeutig nicht links waren.Sie werden so genannt,um alles Linke in die antidemokratische Ecke zu stellen.Ein typisches Totschlagargument:Linke sind Antidemokratisch,weil Stalin,Pol Pot,etc. ja auch Links waren.Vielleicht gaben sie auch vor ,links zu sein,doch sie waren es nicht.Sie waren auch nicht Rechts,sie waren ganz einfach Diktatoren,Menschenschlächter,Mörder,Verbrecher.Man sollte sie nicht erhöhen,indem man sie Links oder Rechts nennt,was ihnen politische Motive unterstellt,die sie nicht hatten.Ihr Motiv war Macht.
Sie waren nicht links,weil das was sie taten,gegen alle Grundsätze linken Denkens verstiess.Gegen das egalitäre Menschenbild,mit dem Unterdrückung und Bekämpfung Andersdenkender unvereinbar ist,sowie gegen den Grundsatz der Toleranz und den,der Ablehnung von Gewalt als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele.
Was also könnte linkem Denken ferner sein,als das was diese Diktatoren taten?
Und damit kommen wir zum Kern und zu einem der Gründe ,warum ich dieses Blog betreibe:Ich möchte dazu animieren,den Verstand einzuschalten,eigenständig und kritisch zu denken und sich nicht vordenken zu lassen.Stalin und Co.,beispielsweise,waren nicht links,nur ,weil es uns von unseren Medien eingehämmert wird.Sie könnten nur dann links sein,wenn sie unserer Auffassung von linkem Denken entsprächen,und genau das muß jeder für sich prüfen und sich fragen:waren die nach meinem Verständnis von linkem Denken links oder nicht?
Veränderungen beginnen im Kopf ,und damit,das man Abseits der mediengemachten Meinung denkt.Das Man seinen eigenen Wertekompass anwendet, über das Bestehende hinaus denkt und die festgefahrenen Bahnen verlässt..Dazu möchte ich ermutigen.