Dienstag, 23. Dezember 2014

Herr Nikolaus hat Stress-oder aus dem Alltag eines Weihnachtsmanns

Heute keine Politik.Wie der eine oder andere Weiß,betreibe ich auch ein Blog mit Geschichten(Bremer Storyboard).Als kleines Weihnachtsgeschenk hier eine Kostprobe:



24. Dezember, Morgens am Nordpol. Schnee bedeckt die Landschaft. Große ,stattliche Tannen, Fichten und Lärchen wechseln sich ab mit Laubbäumen, dazwischen weite Ebenen ,die mit spärlichen Gräsern und flechten und Büschen Bewachsen sind. Und mitten darin, eine hell erleuchtete kleine Stadt. Darin wieder ein stattliches , festlich geschmücktes Gebäude ,das von prächtigen, von Schmuck glitzernden Tannen gesäumt ist.

Fleißige kleine Gestalten in gestreiften Gewändern ,mit spitzen Ohren und roten, grünen ,blauen und gelben Mützen ,sind geschäftig dabei unzählige bunte Pakete zu packen, und sie in einen großen Sack zu stecken, den sie anschließend zu einem großen ,prächtigen Schlitten bringen, vor dem bereits sechs Rentiere angespannt sind, von denen eines eine rote Nase hat.

In einem Raum im Obergeschoss besagten Gebäudes, steht eine große, massige Gestalt in einem roten Mantel vor dem Spiegel ,und betrachtet sich kritisch, zupft hier und da den Mantel und die rote Hose zurecht ,und betrachtet den breiten schwarzen Gürtel und die schwarzen Stiefel.
„Gut, das ich das Jahr über ein wenig abgenommen habe. Es wurde letztes Jahr doch ein wenig eng“, meint Herr Nikolaus ,betrachtet sich noch einmal ,und setzt dann die rote Mütze auf, sieht sich noch einmal an, nickt, und schickt sich an, die Treppe hinunter zu steigen, und zu seinem Schlitten zu gehen.

Während er herunter geht grummelt er vor sich hin, welch einen neumodischen Firlefanz sich die Kinder heutzutage wünschen. Was ist bloß aus den Zeiten der guten alten Holz-Eisenbahn geworden? Des Teddys, der Puppe? Aber so ändern sich eben die Zeiten.
Herr Nikolaus geht nach draußen zu seinem Schlitten, wo seine Weihnachtselfen auf ihn warten. Er wählt Zehn von ihnen aus ,ihn zu begleiten. Ja nun, auch der Weihnachtsmann kann Heute nicht mehr alles allein machen. Ein Bisschen was muss man schon delegieren. Streng genommen gibt´s auch nicht nur einen Weihnachtsmann. einer allein kann ja nicht alle Kinder der Welt versorgen.

Sie besteigen den Schlitten, und fliegen los. Über verschneite Landschaft, schneebedeckte Baumwipfel und Berge geht es dem Ziel, der großen Stadt, den Orten der Menschen entgegen.
Langsam kommen immer mehr Häuser in Sicht, deren Vorgärten festlich geschmückt sind. Man muss es diesen Menschen lassen ,sie lassen sich da wirklich was einfallen. Letztes Jahr  hat er erstaunt gezuckt, als er einen anderen Weihnachtsmann die Wand eines Hauses empor klettern sah .Er stellte allerdings schnell fest,das es sich um eine leuchtende Nachbildung seiner selbst handelte.
Sie landen auf einem Dach ,und die Elfen verwandeln sich in Herr Nikolaus Ebenbild, nehmen sich Geschenke, und schwärmen zu den Häusern aus. Herr Nikolaus nimmt sich das  Haus, auf dessen Dach sie gelandet sind, und zwängt sich in den Schornstein.

„Wer hat eigentlich diese Tradition erfunden, das der Weihnachtsmann durch den Schornstein steigen soll?“ ,brummt er. „wirklich gut, das ich ein wenig abgenommen habe“
Er verteilt die Geschenke und will gerade wieder nach Oben gleiten, als plötzlich die Tür klappt,sich Taschenlampen-Licht auf ihn richtet, und eine Stimme barsch ruft: “Keine Bewegung, Polizei!“
Na Prima! Natürlich könnte er dank magischer Fähigkeiten einfach verschwinden, aber das würde zuviel Aufsehen erregen. Also hebt er die Hände, und lässt sich fest nehmen.

Man nimmt ihn mit ins Polizei-Präsidium, wo er von jenem Beamten verhört wird, der ihn fest nahm. Kommissar Rahn steht nur wenige Monate vor der Pensionierung .Er ist ein Mann von ähnlich massiger Gestalt wie Herr Nikolaus, mit grauem Haarkranz und gutmütigem, runden Gesicht.So gutmütig wie er aussieht, wirkt er jetzt aber nicht.
„In Ordung“, meint er kurz angebunden. „Name?“ ,und macht sich bereit zu schreiben.
„Nikolaus“, sagt Herr Nikolaus „Sie können auch Weihnachtsmann sagen“
Rahn schaut missmutig auf.
„Okaay“, sagt er gedehnt „Ich hab´ ja auch Humor, aber sehr begrenzt. Also noch mal, wie ist ihr Name?“
„Hab ich ihnen doch schon gesagt, Nikolaus oder Weihnachtsmann“
„Ihnen ist schon klar, das sie wegen Einbruchs hier sind. Sie wollten doch in dem Haus was klauen“
„Klauen? “,fragt Herr Nikolaus erstaunt. „Nein, ich habe Geschenke gebracht, wie der Weihnachtsmann das tut“
„Ja,Ja ,Geschenke gebracht, das hätte ich jetzt auch gesagt. Eine originellere Ausrede haben sie wohl nicht“ ,sagt der Kommissar, und starrt Herrn Nikolaus böse an.
„Wieso Ausrede? Ich bin der Weihnachtsmann, und zu Weihnachten durch die Kamine in die Häuser zu steigen und Geschenke zu verteilen ist mein Job. Zugegeben, ich würde ja auch gern auf etwas zivilisiertere Weise reinkommen, aber Tradition ist nun mal Tradition. Ich habe den Eindruck, sie haben ihren Glauben an den Geist der Weihnacht verloren “
Rahn sieht sein Gegenüber düster an.
„Meinen Glauben habe ich schon früh verloren. Als ich klein war ,war ich Fußball- begeistert ,und habe mir sehnlichst einen Leder-Fußball mit Autogrammen der 54´Weltmeister gewünscht.Ich habe ihn nie bekommen.“
„Oh, das tut mir Leid“, sagt Herr Nikolaus mitfühlend,"Aber ich glaube ,das lässt sich grade biegen, wenn ich hier raus bin.“
„Reden sie keinen Unsinn! Und nun Schluss damit. Wie ist ihr Name, der richtige !“
Herr Nikolaus seufzt.“ Mein Name ist Nikolaus oder Weihnachtsmann“
„Grrmpf, dann werden sich ja freuen ein paar Bekannte zu treffen. Ich hab ´nämlich noch drei von ihrer Sorte in der Ausnüchterungszelle, plus zwei Jesusse. Und da bleiben sie erst mal über Nacht ,bis sie sich entschlossen haben ,vernünftig mit mir zu reden.

In der Ausnüchterungszelle sitzen drei Ebenbilder von ihm, Na ja, die einen haben die Mützen abgenommen, bei einem hängt der Bart schief. Zwei langhaarige  ,bärtige Männer in langen Gewändern sitzen in der Nebenzelle .Einer schläft den Kopf gegen die Wand gelegt. Man riecht deutlich eine kräftige Alkohol-Fahne. .„Hey, hass nnoch was ssu trinken?“, lallt einer der Nikoläuse
„Ooh  ähm, leider nicht“ ,meint Herr Nikolaus ,und setzt sich. 
Er führt einige ,nicht sehr gehaltvolle, Gespräche mit seinen Kopien ,und dem wachen Jesus. Irgendwann schlafen sie alle, und Herr Nikolaus erhebt sich.

„So, genug Zeit verschwendet. Die Elfen werden schon bald fertig sein“, meint er zu sich.Er vollzieht eine Handbewegung und die Gefängnismauer teilt sich. Er tritt hinaus auf die verschneite Strasse und schickt sich an zu gehen, aber er hält inne.
„Oh, da war noch was“, sagt er „Ich habe noch was nach zu holen."
 Er umrundet das Gebäude, bis er vor einem Fenster steht, in dem keine Kerzen stehen. Durchs Fenster kann er den Kommissar sehen ,der am Schreibtisch sitzt und arbeitet.
Er zieht ein Papier aus seiner Manteltasche, und schreibt ein paar Zeilen darauf. Eine Handbewegung lässt das Fenster ein wenig kippen, er schnippst das Papier durch den Spalt, und lässt das Fenster sich wieder schließen.
Rahn schaut verdutzt auf ,als ein Blatt vergilbtes Papier auf seinen Schreibtisch flattert.er nimmt es auf und liest:

Tut mir Leid nicht länger hier bleiben zu können, aber ich habe noch zu tun Es ist ihr Recht wütend auf mich zu sein. Ich bin ihnen einiges schuldig .Kommen sie doch zu dem Haus, in dem sie mich verhaftet haben.
Vielen Dank ,fröhliche Weihnachten,
herzlichst,
Herr Nikolaus

Rahn sieht auf, und sieht das Gesicht des Weihnachtsmannes ,der ihm freundlich zulächelt, und mit behandschuhter  Hand winkt.
Sofort springt er auf und rennt hinaus, doch als er am Fenster ankommt, ist Herr Nikolaus verschwunden.
Wütend schnaubt er, dann fällt ihm der Zettel in seiner Hand ein. Jetzt einen Wachtmeister zu holen ,würde zu lange dauern, er beschließt ,allein hin zu fahren, schwingt sich hinters Steuer seines Autos ,und fährt los.

Es ist bereits dunkel, als er ankommt. Einzelne Schneeflocken fallen vom ansonsten sternenklaren Himmel.
Das Haus ist festlich erleuchtet. Er will darauf zu gehen, da hört er über sich Glöckchen klingeln. Er schaut hinauf, und traut seinen Augen nicht. über ihm zieht ein Schlitten einen großen Kreis, in dem Herr Nikolaus sitzt.
Plötzlich fällt ein Paket  vor im in den Schnee .Bunt verpackt. Geschmückt mit Tannenzweigen. Er hebt es bebend auf. Es hängt ein Zettel daran, auf dem Steht:
Entschuldige bitte die Verspätung, aber besser spät  ,als nie. fröhliche Weihnachten
Er packt es aus ,und stockt. Es liegt ein brauner Lederfußball darin. Er kann Unterschriften sehen: Fritz Walter, Ottmar Walter, Toni Turek…
Ein Kloß schnürt seine Kehle zu. Tränen rinnen seine Wangen herunter. Er blickt hoch zu
dem kreisenden, sich langsam entfernenden Schlitten, und sagt leise, mit Tränen erstickter Stimme:
 “Danke“
Lange sieht er dem Schlitten nach,bevor er fährt.

Oben lächelt Herr Nikolaus vergnügt, und sagt: “Gern geschehen“, die Elfen teilen sein Vergnügen. So verteilen sie jetzt mit großer Lust und Weihnachtsstimmung den Rest ihrer Geschenke. Und schließlich ziehen sie noch einmal ihre Kreise über der Stadt ,betrachten den Weihnachtsmarkt mit den bunten festlich beleuchteten Buden, von denen wunderbare Düfte nach Oben steigen. Sie überfliegen die Stadt mit den festlich geschmückten Häusern und Gärten ,und fliegen nun wieder nordwärts nach Hause.
„So“, meint Herr Nikolaus „Morgen noch mal eine Runde , und dann ist erstmal ein Jahr Urlaub“ Er fliegt noch einmal eine Runde über die Stadt, und ruft den Bewohnern zu, was ich euch nun auch zurufe:

Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest euch allen!

Samstag, 20. Dezember 2014

Die Saat geht auf

Jene Saat, die Medien und Politik mit ihrer jahrelangen islamophoben und fremdenfeindlichen Hetze gelegt haben ,indem ständig Islam mit Terrorismus gleichsetzten und Zuwanderung mit Job-Verlust, und in dem man Hetzer wie Sarrazin, Broder , in Talkshows und Zeitungen ihr Gift verspritzen lässt, und eine Kanzlerin für ihr "Multi-Kulti geht nicht"-Gefasel beklatscht ,und FRONTEX befürwortet,dank dem jene Flüchtlinge, welche wir mit unserer egoistischen Wirtschaftspolitik erzeugt haben, im Mittelmeer ersaufen.

Diese jahrelange Hetze trägt jetzt Früchte in Form von PEGIDA . Was diese Bewegung so gefährlich macht, ist die Tatsache, das die Teilnehmer überwiegend nicht vom rechten Rand kommen ,sondern aus der Mitte unserer Gesellschaft.Es sind bürgerliche Biedermänner wie du und ich.
Die Theorie,nach der es Extremismus,beziehungsweise,extremistische Ansichten nur an den Rändern unserer Gesellschaft gibt und nicht in der Mitte ,muss damit endgültig auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen werden,weil sie schlicht an der Realität scheitert, wie auch hier festgestellt wird.

Latent vorhandener Fremdenhass bricht sich Bahn, als Folge der Neoliberalisierung unserer Gesellschaft, in der Egoismus gepredigt und der Homo Ökonomicus gezüchtet werden soll. Hierdurch erodiert die Mittelschicht immer mehr.Existenzängste werden immer größer,und die rechten Hetzer ,die PEGIDA  organisieren,haben leichtes Spiel, diese Ängste zu nutzen, und gegen Muslime und Flüchtlinge zu kanalisieren.Somit ist PEGIDA Synonym für das Scheitern dieses Raubtierkapitalistischen Systems,welches uns immer weiter aufgezwungen wird.

Erschreckender ist ,das diese Bewegung von Medien und Politik verharmlost und ignoriert wird.Politiker wie Innenminister De Maiziere meinen sogar,man müsste die Sorgen dieser Menschen Ernst nehmen!
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:Wenn Menschen auf die Strasse gehen,weil sie Angst vor einem neuen Weltkrieg haben, werden sie pauschal in die rechte Ecke gestellt.Wenn sie aber auf die Strasse gehen, um gegen Zuwanderung und gegen Muslime zu demonstrieren, und dies auch schon zu Übergriffen gegen Muslime und Moscheen führt, die doch ebenso scharf verurteilt werden müssen,wie Übergriffe gegen Juden und Synagogen, muss man die Sorgen dieser Menschen Ernst nehmen?
Natürlich,den Politikern der Regierung ist es Recht ,das der Zorn sich gegen Ausländer richtet, lenkt er doch von denen ab, die wirklich Schuld an den Missständen sind.

So hat es vor über Achtzig Jahren auch angefangen,und auch da waren es Biedermänner aus der Mitte der Gesellschaft, die sich den Hetzern anschlossen.Auch damals wurde die Bewegung verharmlost.Und auch damals waren die Teilnehmer dieser Bewegung ,nützliche Idioten für Regierung und  Kapital, um den Zorn der Unzufriedenen zu kanalisieren,und auf Schwächere zu lenken, was letzten Endes 50 Millionen Menschen das Leben kostete. Und nun sind wir im Begriff,den selben Fehler wieder zu machen.Diese Sorge teilt neben den christlichen Kirchen auch der Zentralrat der Juden.
"Fruchtbar noch,ist der Schoss,aus dem dies kroch",schrieb Berthold Brecht einmal. Ob ihm bewusst war,wie Recht er behalten sollte? Ich mache mir langsam Sorgen.

Weiterführende Artikel:
http://www.publikative.org/2014/12/20/eine-schande-fuer-die-menschheit-32-thesen-zu-pegida/

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59022

http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59019

http://www.maskenfall.de/?p=7229

http://blog.campact.de/2014/12/pegida-menschenfeindlichkeit-muss-enttarnt-werden/

http://tammox2.blogspot.com/2014/12/pfui-dunkeldeutschland.html

Samstag, 13. Dezember 2014

Von Glashäusern und schlechten Verlierern

Da haben wir nun den Bericht über die Folterpraxis der CIA. Wer sich ein bisschen jenseits der Mainstream-Medien informiert, für den dürfte das nicht unbedingt neu sein. Wieder so eine pöhse "VT" ,die sich als wahr erweist.

Nun muss man sagen, es ist ein wichtiger Schritt, das dieser Bericht, wenn auch mit zahlreichen Schwärzungen ,an die Öffentlichkeit kommt.Dies ist allerdings weniger der ach so demokratischen Gesinnung der US-Regierung oder der CIA geschuldet,die hier statt dessen alles versuchten den Bericht zu vertuschen, als der Hartnäckigkeit einer 81 jährigen Senatorin aus San Francisco.

Natürlich versuchen unsere "Q-Medien" nun alles schön zu reden, und dem Zuschauer/Leser zu vermitteln, wie demokratisch die US-Regierung doch ist, weil sie doch so sehr Aufklärung betrieben hat.
Wie oben schon angesprochen, war die US-Regierung der größte Bremser bei der Aufklärung. CIA-Direktor Brennan räumte lediglich ein,.das es grausame ,Menschen verachtende Praktiken, seitens "einzelner" CIA-Mitarbeiter gegeben hatte, die man aber nicht Folter nennen könnte (Wie denn sonst?Moderne Verhör-Technik?).Namen nennt er genauso wenig ,wie der Bericht,in dem diese geschwärzt sind.Und das ist dann Aufklärung? Richtige Aufklärung wäre gewesen, rückhaltlos alles auf den Tisch zu legen, auch Namen von Tätern, und die Täter zur Verantwortung zu ziehen, was bisher nicht geschehen ist, und wohl auch künftig nicht geschehen wird. Außerdem wären als Konsequenz Guantanamo und sämtliche andere Foltergefängnisse zu schließen, sowie sämtliche Gefangene entweder in einem ordentlichen Verfahren anzuklagen oder frei zu lassen.

So ist die Glaubwürdigkeit der US-Regierung als selbsternannter Weltpolizist nachhaltig beschädigt, denn wer von anderen verlangt, die Menschenrechte zu achten, muss sie zunächst selber achten. Tatsächlich haben in den letzten Jahrzehnten US-Regierung selber wiederholt das Völkerrecht und Menschenrechte verletzt, und bis Heute hat die USA den Menschenrechtsgerichtshof in Den Haag nicht anerkannt.
Da ist das Glashaus quasi schon von Steinen zerdeppert.
Ähnlich bei der Kanzlerin, die auf dem Parteitag der CDU die SPD scharf angriff:" Als stolze linke Volkspartei" ,Juniorpartner der Linken , wie klein will sich die SPD dann noch machen?", so in etwa ihre Aussage.

Schon die Bezeichnung "stolze linke Volkspartei" für die SPD entbehrt nicht einer gewissen ,unfreiwilligen Komik. Wäre die SPD eine stolze linke Volkspartei gewesen, hätte sie schon 2005 nicht mit der CDU regiert ,sondern wäre lieber in der Opposition geblieben, und hätte letztes Jahr die Option ergriffen,selbst ein Bundesregierung mit Grünen und Linken zu führen, statt wieder unter Muttis Rockzipfel zu kriechen. Und die Bezeichnung "Links", ist für diese SPD, die gerade wieder Hand an die Arbeitnehmerrechte legt, mit Tarifeinheitsgesetz und dem Durchpeitschen von TTIP , eine recht gewagt, wobei "Links " auch ein äußerst subjektiver und Dehnbarer Begriff ist.

Und davon mal ab:wie wäre es denn, Frau Merkel, mal die Blöckflöten-Vergangenheit der Ost-CDU aufzuarbeiten?
Die ehemaligen Blöckflöten sitzen vielfach für die CDU noch in den Parlamenten der neuen Bundesländer.Nichts wurde da aufgearbeitet, im Gegensatz zur Linken.
Aber es ist natürlich verständlich das sie das nicht tut. Im Gegensatz zu Ramelow hat sie ja eine DDR Vergangenheit, und zwar eine als Funktionärin.Und da könnte dann vielleicht auch IM Erika zur Sprache kommen, oder auch IM Larve. Dann doch lieber nichts aufarbeiten und vertuschen.Auch da fliegen eine Menge Steine durchs Glashaus.

Nun, da man Ramelow nichts mit seiner DDR-Vergangenheit ans Zeug flicken kann(er hat schlicht keine), versucht man ihn auf andere Weise zu demontieren., und zwar mit Hilfe eines Strafverfahrens, bei dem es um seine Beteiligung an der Blockade eines Nazi-Aufmarsches ging.Der Vorwurf: Er sollte aufgewiegelt haben.Tatsächlich, so stellte sich heraus,hatte er sogar zwischen Polizisten und Demonstranten vermittelt.So war das Verfahren eingestellt worden. Ramelow hatte das aber so nicht akzeptiert, weil eine Bedingung,nämlich die Bezahlung seiner Anwaltskosten.(Eigentlich eine Selbstverständlichkeit nach einer ungerechtfertigten Anklage) nicht erfüllt wurde.

Kurz vor seiner Wahl zum Ministerpräsidenten im Thüringer Landtag, nahm die Dresdener Staatsanwaltschaft den Prozess wieder auf,und beantragte jetzt die Aufhebung der Immunität Ramelows, um den Prozess gegen ihn eröffnen zu können.
Natürlich ist der Zeitpunkt der Anklage "reiner Zufall", und hat nichts mit Ramlows Wahl zum MP zu tun,
sicher .
Der sächsische Haushalt wäre wohl zusammen gebrochen ,hätte man die Anwaltskosten bezahlt, und sein wir ehrlich:Hätte die Dresdener Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt, wenn es die geringste Möglichkeit einer Verurteilung gegeben hätte? Gegen einen Linke-Politiker, der die Möglichkeit hat ,Ministerpräsident zu werden? Beantwortet euch die Frage selber.
An der Beweislage hat sich seitdem nichts geändert, somit auch nichts an den Verurteilungs-Aussichten.Mit anderen Worten:Dieser Prozess wird Geld-und Zeit-Verschwendung sein,denn denn ein Freispruch Ramelows, und somit eine Übernahme der Anwaltskosten, dürfte sicher sein,selbst bei der nach Rechts weit offenen ,sächsischen Justiz
Aber es geht um etwas anders, nämlich die Beschädigung der Person Ramelow, denn etwas wird hängen bleiben.

Was aber schlimmer ist,ist die wiederholte Kriminalisierung antifaschistischen Engagements, und das , in diesem Fall nur, um einen missliebigen linken Ministerpräsidenten zu beschädigen
Hier zeigt sich die Verrohung ,politischer Sitten, und die moralische Verkommenheit der schlechten Verlierer.
Übrigens,das Spanien,jetzt demokratische Grundrechte,wie das Demonstrationsrecht abschafft, stört die angeblichen "Streiter für Demokratie", welche gegen die Links-geführte Regierung in Thüringen agitieren, natürlich nicht.Auch nicht unseren vorgeblichen "Bürgerrechtler und Demokratielehrer" in Schloss Bellevue.Aber die verteidigen ja auch die "westlichen Werte" des kapitalistischen Systems gegen Leute, die einfach nur was zu essen haben, und menschenwürdig leben wollen, und darum die Merkelschen Kürzungsdiktate ablehnen.Die Erben Francos setzen einfach nur die "marktkonforme Demokratie" um.

Samstag, 6. Dezember 2014

Sag NEIN zum Krieg

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Nein sagen wie Liebknecht
zur Erinnerung -
Karl Liebknecht am 2. Dezember 1914 zur Ablehnung der Kriegskredite:
Meine Abstimmung zur heutigen Vorlage begründe ich wie folgt: Dieser Krieg, den keines der beteiligten Völker selbst gewollt hat, ist nicht für die Wohlfahrt des deutschen oder eines anderen Volkes entbrannt. Es handelt sich um einen imperialistischen Krieg, einen Krieg um die kapitalistische Beherrschung des Weltmarktes, um die politische Beherrschung wichtiger Siedelungsgebiete für das Industrie- und Bankkapital. Es handelt sich vom Gesichtspunkt des Wettrüstens um einen von der deutschen und österreichischen Kriegspartei gemeinsam im Dunkel des Halbabsolutismus und der Geheimdiplomatie hervorgerufenen Präventivkrieg. Es handelt sich um ein bonapartistisches Unternehmen zur Demoralisierung und Zertrümmerung der anschwellenden Arbeiterbewegung. Das haben die verflossenen Monate trotz einer rücksichtslosen Verwirrungsregie mit steigender Deutlichkeit gelehrt.
Die deutsche Parole „Gegen den Zarismus“ diente – ähnlich der jetzigen englischen und französischen Parole „Gegen den Militarismus“ – dem Zweck, die edelsten Instinkte, die revolutionären Überlieferungen und Hoffnungen des Volkes für den Völkerhaß zu mobilisieren. Deutschland, der Mitschuldige des Zarismus, das Muster politischer Rückständigkeit bis zum heutigen Tage, hat keinen Beruf zum Völkerbefreier. Die Befreiung des russischen wie des deutschen Volkes muß deren eigenes Werk sein.
Der Krieg ist kein deutscher Verteidigungskrieg. Sein geschichtlicher Charakter und bisheriger Verlauf verbieten, einer kapitalistischen Regierung zu vertrauen, daß der Zweck, für den sie die Kräfte fordert, die Verteidigung des Vaterlandes ist.
Ein schleuniger, für keinen Teil demütigender Friede, ein Friede ohne Eroberungen, ist zu fordern; alle Bemühungen dafür sind zu begrüßen. Nur die gleichzeitige dauernde Stärkung der auf einen solchen Frieden gerichteten Strömungen in allen kriegführenden Staaten kann dem blutigen Gemetzel vor der völligen Erschöpfung aller beteiligten Völker Einhalt gebieten. Nur ein auf dem Boden der internationalen Solidarität der Arbeiterklasse und der Freiheit aller Völker erwachsener Friede kann ein gesicherter sein. So gilt es für das Proletariat aller Länder, auch heute im Kriege gemeinsame sozialistische Arbeit für den Frieden zu leisten.
Die Notstandskredite bewillige ich in der verlangten Höhe, die mir bei weitem nicht genügt. Nicht minder stimme ich allem zu, was das harte Los unserer Brüder im Felde, der Verwundeten und Kranken, denen mein unbegrenztes Mitleid gehört, irgend finden kann; auch hier geht mir keine Forderung weit genug. Unter Protest jedoch gegen den Krieg, seine Verantwortlichen und Regisseure, gegen die kapitalistische Politik, die ihn heraufbeschwor, gegen die kapitalistischen Ziele, die er verfolgt, gegen die Annexionspläne, gegen den Bruch der belgischen und luxemburgischen Neutralität, gegen die Militärdiktatur, gegen die soziale und politische Pflichtvergessenheit, deren sich die Regierung und die herrschenden Klassen auch heute noch schuldig machen, lehne ich die geforderten Kriegskredite ab.
Berlin, den 2. Dezember 1914.
(gez.) Karl Liebknecht
Dies war die schriftliche Begründung seiner verneinenden Abstimmung in der Reichstagssitzung, die er dem Reichstagspräsidenten zur 
Aufnahme in den stenographischen Bericht gemäß § 59 der Geschäftsordnung überreichte. Der Präsident hat die Aufnahme di
eser Begründung in den stenographischen Bericht abgelehnt, weil in ihr Äußerungen enthalten seien, „die, wenn sie im Hause gemacht wären, Ordnungsrufe nach sich gezogen haben würden“.
Übernommen von
hier gibt es auch Videos vom feierlichen Symposium zu Ehren von Karl Liebknecht und seines Widerstands gegen die Barbarei
des 1. Weltkrieges. am 2. Dezember 2014

Noch ein paar Worte zur selbst ernannten Netz-Inquisition, die wieder einmal die Friedensbewegung in die rechte Ecke stellen wollen, weil ein paar Spinner dabei sind:  

Grundsätzlich:Man muss nicht alles daran gut finden,und man kann und soll auch damit kritisch umgehen.
Andererseits kann man nun mal nicht sämtliche Teilnehmer einer Demonstration einem Gesinnungs-TÜV unterziehen, auch , wenn diese selbstgerechten Möchtegern-Blockwarte dies anders sehen, die glauben, auf jeden einprügeln zu müssen, der nicht der reinen Lehre folgt, wonach der Russe böse und der Westen gut ist. ,und man die israelische Regierung,die bei den anstehenden Neuwahlen hoffentlich abgewählt wird, nicht für ihr Handeln(und nur dafür) kritisieren darf.Gerade mit ihrer Spalterei zerstören sie eine wirksame Friedensbewegung, und machen sich so mitschuldig an zerstörerischen Kriegen.Wie Pantoufle richtig sagt:die Naivität ,notfalls mit Spinnern für den Frieden zu marschieren, sollte man sich leisten.Im übrigen ist es niemand verboten, über das ,was auf diesen Veranstaltungen gesagt wird, nachzudenken,und sich inhaltlich damit auseinander zu setzen, und letztendlich muss man einem Jebsen oder Mährholz auch nicht zuhören.Wer aber glaubt den Gesinnungs-und Moralwächter spielen, und Friedensbewegungen tabuisieren, und den Dreck ziehen  zu müssen, der spricht den Teilnehmern im Voraus die Fähigkeit zu selbstständigem Denken ab, dabei beweist die Teilnahme in der Regel bereits, das sie dazu in der Lage sind.  
Es ist bereits fünf vor Zwölf.Sagen wir im Sinne Liebknechts :

Nein zum Krieg!

60 Prominente tun dies auch mit einem Aufruf zum Dialog mit Russland:
(Anmerkung:Darüber, ob die Eingliederung ,statt Annexion,der Krim wirklich völkerrechtswidrig war, darüber lässt sich lang und breit diskutieren.Nach Meinung anerkannter Völkerrechtler war sie es nicht,ansonsten wäre auch die Abspaltung des Kosovo eindeutig völkerrechtswidrig gewesen.Entscheidend aber ist, das man wieder den Dialog mit Russland sucht.ein neuer kalter Krieg,oder gar ein heißer, nützt niemanden .Vernunft muss an stelle von Hass und Ausgrenzung treten. Antirussische Hasstiraden und Sanktionen lösen keine Probleme,sondern nützen nur den Ultranationalistischen Rechten.Und wären die wirklich eine alternative im Interesse Europas und der Welt?)

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Daher bin ich davon überzeugt...

...das die Kanzlerin mal wieder die Bevölkerung für dumm verkauft, wenn sie auf einem Festakt zu 125 Jahren gesetzlicher Rentenversicherung Propaganda für Privat-Vorsorge betreibt.
Die um sich greifende Altersarmut ist kein Gott gewolltes Schicksal, sie wurde vorsätzlich herbei geführt durch eine Ideologie-und  von Korruption geleitete Politik.
Die Profiteure sind bekannt, ebenso der Judas-Lohn für die Verantwortlichen.
Ich könnte noch viel schreiben, aber ich überlasse den Rest der Anstalt:
Aufklärung zur Lüge vom Generationenkonflikt und zur Demografielüge
Aufklärung zum Betrug mit der Betriebsrente und Zerstörung der gesetzlichen Rente