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Mittwoch, 7. Oktober 2015

Die Deutschen können Freiheit?

Die Deutschen können Freiheit”, tönte der Bundesselbstdarsteller am 3.Oktober
Angesichts des Umganges mit den Äußerungen Herbert Grönemeyers in der Günther Jauch-Schow, sieht man ,was von dieser hohlen Phrase zu halten ist.Die Deutschen können Freiheit”, tönte der Bundesselbstdarsteller am 3.Oktober
Es ist aber klar, das bei unseren Meinungsmachern die Nerven blank liegen, angesichts der Tatsache, das diese Thesen eben nicht von einem “linksradikalen Spinner” ,kommt, sondern von einem äußerst populären Musiker, dem ja vieles nachsagen kann, aber mit Sicherheit nicht radikal links zu sein, und da man die Grönemeyerschen Thesen, insbesondere auch wer für den Syrien-und Irak-Krieg, und damit auch für die Flüchtlingsströme Hauptverantwortlich ist, nicht widerlegen kann ,muss man sie als wirr und Bizarr diffamieren.
Ein weiteres journalistisches Armutszeugnis, das zeigt, das wir mit der Meinungsfreiheit wohl wieder auf dem Stand der DDR angekommen sind.
Noch schlimmer allerdings, das es  in den Foren auch einfache Leute gibt, die die Hetz-Polemik noch unkritisch nachplappern, und hinsichtlich der Flüchtlingsproblematik wieder mal die gute alte deutsche Fahrradfahrer-Mentalität(nach Oben buckeln, nach unten treten)an den Tag legen, und den rechten Rattenfängern auf den Leim gehen.Da passt es wohl wie die Faust aufs Auge, das Morgen die Verfilmung von”Er ist wieder da ” anläuft.Oder wie Brecht sagte:
“Fruchtbar noch,ist der Schoss aus dem dies kroch”
Jens Bergers Analyse trifft zu.Allerdings hat er selber in seinem letzten Artikel das Bekämpfen der Flucht-Ursachen als illusorisch bezeichnet.Aber was soll man dann bekämpfen,Flüchtlinge?Im übrigen wird das Das Boot-ist voll-Geseiere hier widerlegt:
Lassen Sie uns überlegen: 360.000 Quadratkilometer für 82 Millionen angebliche Deutsche macht 4.300 m² pro deutschen Menschen (220 pro km²). Kämen nun, sagen wir mal 60 Millionen dazu (derzeit geschätzte Zahl der Kriegsflüchtlinge auf der Welt), blieben für jeden gerade einmal noch 2.600 m², die Dichte stiege auf 360 pro km² an. Das entspricht ziemlich genau der Bevölkerungsdichte von Israel (370), Indien (370) oder Japan (340) und liegt zwischen den Niederlanden (400) und Belgien (350). In Bangladesch (1070) gilt das als gähnende Leere; auch in Südkorea (520) ist’s ein bisschen enger. Trotzdem – und auch dies muss man einmal sagen dürfen: Die schaffen das”
Ach ja und zur Finanzierung:Allein mit den verfassungswidrigen Ausnahmen im Erbschaftssteuergesetz verzichten wir jährlich auf 66 Milliarden € zugunsten Bestverdienender, 20 Milliarden jährlich lassen wir uns durch die Lappen gehen, wegen unterbesetzter Finanzbehörden(Es fehlen 20000 Betriebsprüfer, von denen jeder nach Abzug seines Gehaltes 1 Mio jährlich erwirtschaften würde).
120 Milliarden kostet uns jedes Jahr der Verzicht auf eine Vermögenssteuer, und 9 milliarden lassen wir uns jedes Jahr die Subventionierung asozialer Lohndrücker über Hartz-IV-Aufstockerei kosten.Fazit: Geld wäre mehr als genug da,wenn man bereit wäre, es sich zu holen.aber das ist ja Linksextremistische Spinnerei.Lieber auf 200 Milliarden jährlich verzichten, die der Allgemeinheit zustehen, denn das ist  ja “Realpolitik”

Samstag, 26. Juli 2014

Getroffene Hunde II

ZDF zensiert "Die Anstalt" nach Gerichtsurteil

Ich hatte im Mai hier über den genialen Beitrag in der Satire-Sendung "die Anstalt" ,in dem Claus von Wagner und Max Uthoff mit Hilfe der Rechercheergebnisse von Uwe Krüger die Verbandelung führender deutscher Journalisten mit transatlantischen Thinktanks offen legten, und die panische Reaktion der betroffenen Journalisten,und ihr Versuch den Beitrag zu zensieren.Nun scheint es ihnen zunächst gelungen zu sein.Das ZDF hat die betreffende Sendung nach einem erstinstanzlichen Gerichtsurteil aus der Mediathek genommen.
Ein weiter Beleg dafür ,das Meinungs-und Pressefreiheit in Deutschland längst keine Selbstverständlichkeit mehr,sowie Kritik an unserer Presselandschaft, und unangenehme Wahrheiten nicht erwünscht sind.
Gleichwohl ist es wohl eher ein Pyhrrus-Sieg für die Transatlantiker,denn einen klareren Beweis für die Beeinflussung unserer Medien im Sinne der Kriegstreiberei kann es wohl nicht geben.
Ich kann nur empfehlen den genialen Anstaltsbeitrag auf Youtube noch einmal anzusehen,bevor er auch dort gelöscht wird.
Max Uthoff im "Schlachthof"(BR): “Und welche Drogen kreisen eigentlich in den Redaktionsstuben unserer Qualitätspresse? Noch bevor klar ist, wer schuld ist, am furchtbaren Absturz der Malaysian Airlines, wetzen unsere Zeitungen und graben das Kriegsbeil aus. In der Wochenpostille die Zeit tippe ich ja auf LSD, wenn die fordern, dass auch der Einsatz westlicher Kräfte in der Ukraine kein Tabu mehr sein darf. Und in der TAZ kann es wohl nur eine Überdosis Stechapfeltee sein, wenn die den Vergleich zu 911 zieht und schreibt: ‘Nach dem Terroranschlag des 11. September wurde der Bündnisfall erklärt. Die toten Passagiere des Flugs MH17 verdienen dieselbe Solidarität.’
Und wie weise diese Solidarität des Westens wirkt, davon könnten uns über Hunderttausend irakische Zivilisten erzählen – wenn sie noch leben würden. Blutvergiessen verhindern, indem man mehr Blutvergiesen fordert: ein Mörderprinzip!
Und bei aller Kritik an zweifelhaften Separatisten, nirgendwo ein Wort über Poroschenko, der sein eigenes Volk bombardieren lässt. Oder über die ukrainische Regierung, die heute nachmittag zurückgetreten ist und deren Ex-Chef Jazenjuk vor kurzem gesagt hat, die Aufständischen seien Untermenschen, die beseitigt werden müssten. Davon steht nichts in unserer Qualitätspresse.”

Mittwoch, 7. Mai 2014

Dogmen und Schubladen




Wer in diesen Tagen in die ,Welt, und vor allem nach Osten schaut, der muss zu dem Schluss kommen, das wir in diesen Tagen eine starke Friedensbewegung mehr brauchen,denn je. Aber was für eine? Nun hat sich eine Bewegung gebildet ,in der Tradition der Montags-Demos, der ,zumindest in Berlin Leute als Initiatoren vorstehen, bzw. dort reden, die man in rechter und völkischer Gesinnung einordnen muss, zumindest den Thesen nach, die sie verbreiten.
So werden bei einigen Mahnwachen Verschwörungstheorien verbreitet, nach denen die amerikanische FED an sämtlichen Kriegen Schuld ist. Solche Thesen müssen schon darum als Rechts eingestuft werden, weil sie die Faschisten von ihrer historischen Schuld reinwaschen. Es war nicht die FED, die den Zweiten Weltkrieg verbrochen hat, sondern deutsche Faschisten ,und es war auch nicht die FED, die das Jahrhundertverbrechen des Völkermordes an den europäischen Juden begangen hat ,sondern deutsche Faschisten. Im Übrigen gibt es auch keine jüdische Weltverschwörung, die dabei auch immer hervor klingt. Von Leuten, die solche Thesen verbreiten muss man sich klar distanzieren, und eine Warnung vor rechter Unterwanderung der Friedensbewegung, bzw., die Instrumentalisierung der Friedensbewegung von rechts ist auch völlig richtig und berechtigt.
Was mir sauer aufstößt, ist die Art und Weise, wie das vielfach auch von Leuten gemacht wird, die sich selber als links verorten. Da werden Grabenkämpfe geführt, anstatt sachlich aufzuklären und eine differenzierende Diskussion auf Sachebene zu führen. Da werden lieber alle Teilnehmer von Mahnwachen pauschal in die rechte und antisemitische Ecke gestellt, unabhängig davon , das die Elsässers, Jebsens ,Popps und Mährholz gar nicht alle veranstalten, und auch nicht auf allen Reden. Es gibt offensichtlich viele Tausend Menschen, die bereit sind ,sich für die Frieden zu engagieren, und auf die Strasse zu gehen. Wenn man die nun alle als Rechte abstempelt und ihnen zu verstehen gibt: “bleibt zuhause“, leistet man der Friedensbewegung einen Bärendienst, und die Kriegstreiber freuen sich ,wenn ausgerechnet Linke einander ausgrenzen.
Darum fand ich den Ansatz von Prinz Chaos II, einmal selber hinzugehen und sich vor Ort selbst ein Bild zu machen gut und richtig, und auch sein Artikel fiel so wohltuend differenziert und sachlich aus (http://hinter-den-schlagzeilen.de/2014/04/30/in-bewegung-geraten/#more-16120). Dafür habe ich ihn auch gelobt, dazu stehe ich auch. Dennoch hat sich der Prinz klar von Elsässer distanziert (er hat ja selber in einem Interview mit einem Historiker die FED-Verschwörungstheorie widerlegt: http://hinter-den-schlagzeilen.de/2014/04/26/ursprung-und-geschichte-des-federal-reserve-systems/),und hatte auch Jebsen scharf kritisiert. Dennoch wurde er dafür angefeindet. Es passte einigen nicht, das er es trotzdem gewagt hatte, mit den „Schmuddelkindern“ zu spielen, und das darum sein Urteil über die Teilnehmer differenzierter ausgefallen war.
Es ist ja richtig vor der ,nicht zu leugnenden rechten Gefahr zu warnen, aber  grenzt doch deswegen Menschen, die sich für den Frieden und gegen den drohenden Krieg engagieren wollen nicht aus. Bietet lieber Alternativ-Veranstaltungen an, so wie die revolutionäre 1.Mai-Demonstrationen mit immerhin über 30.000 Teilnehmern ,die ein Schritt in die richtige Richtung war. Übrigens, wie viele  Teilnehmer von Montagsmahnwachen mögen unter den 30.000 gewesen sein?
Das selbe Schubladen-Denken erleben wir auch in der Diskussion über die Ukraine. Sich selbst als Links bezeichnende Blogger  diffamieren Leute ,die nicht der „guter Westen-böser Russe“- Ideologie aus dem Kalten Krieg folgen,und statt dessen differenzieren als „Putin- Versteher“(für mich jetzt schon das Unwort des Jahres).Ein „Putin - Versteher“ ist auch ,wer
die einseitige Berichterstattung unserer Medien, sowie die offene Zusammenarbeit  unserer Regierung, der USA und der Eu mit einer Regierung, die eindeutig faschistisch geprägt ist, kritisiert. Da gibt es keine Faschisten, und Schuld an allen Unruhen ist grundsätzlich der böse Russe. Es scheint mir manchmal ,als wünschten sich auch einige Linke den Kalten Krieg zurück. Der Tag hat ja auch Struktur ,wenn man ein schönes Feindbild hat.
Natürlich, Putin ist ein Autokrat und ein Oligarch, und seine Regierung nichts weniger als Demokratisch, und mit Sicherheit hat er eine Menge Dreck am Stecken, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren, aber sind denn die Anderen soviel besser, als er ,das wir sie als die Guten  und Putin als den bösen betrachten?
Der SPD-Politiker Erhard Eppler hat dazu interessantes geschrieben:

Professor Winkler wendet sich – und hier beginnt der Dissens – gegen die „Putin-Versteher“. Das wundert mich. Warum sollten wir nicht versuchen, ihn zu verstehen? Ich bewundere den Mann nicht, ich möchte auch nicht von ihm regiert werden, aber ich möchte ihn verstehen. Denn die Alternative zum Verstehen ist der Hass. Auch wenn ich jemanden verstehe, kann ich ihm widersprechen. Aber ich muss ihn nicht hassen. Politik besteht zu einem beträchtlichen Teil aus dem Bemühen, die Leute zu verstehen, die einem widersprechen, die das Gegenteil für richtig halten. Wer hier nicht verstehen will, muss den Gegner für böse halten. Ein guter Gewerkschafter weiß, warum der Unternehmer lieber 2,9 Prozent Lohnerhöhung hin- nimmt als 3,0 Prozent. Und der gute Unternehmer weiß, warum sein Kontrahent zu 2,9 Prozent nein sagen muss, aber zu 3,0 Prozent ja sagen kann. Und weil beide wissen, wie der andere tickt, können sie nachher zusammen ein Glas Wein trinken. Sie sind gefeit gegen jenes moralinsaure Geschwätz, das aus jedem Interessenkonflikt einen Kampf zwischen Gut und Böse macht. George W. Bush fand sich selbst so gut, dass seine Gegner böse Schurken sein mussten. Und die Bösen musste man besiegen – Völkerrecht hin oder her –, aufhängen, ausradieren. So führte er im Irak einen besonders dummen Krieg, den er militärisch natürlich gewann, politisch, ökonomisch und vor allem moralisch total verlor. Sein Bruch des Völkerrechts – garniert mit Lügen – hat zur Chaotisierung des Nahen Ostens erheblich beigetragen. Ja, indem Putin auf der Krim eine Grenze verschoben hat, und zwar im Dissens mit der Regierung der Ukraine, hat er

das Völkerrecht verletzt. Aber deshalb lässt sich die Welt nicht einteilen in Gute, die das Völkerrecht achten, ja verkörpern, und in Böse, die es verachten.


(EE, DER SPIEGEL Nr. 18, s.40, Heft 18 vom 28.04.14)(Hervorhebungen durch der Doctor)




 Die Welt ist nun mal nicht so simpel schwarzweiss, wie es sich einige kalte Krieger vorstellen. Seien wir ehrlich: ob es Janukowitsch ist,ob es Timoschenko ist oder Putin,Eu, oder USA,sie haben alle Dreck am stecken. Daher gibt es da keine Guten und keine Bösen. Der Grund warum Timoschenko in unseren Medien als Opfer dargestellt wird und warum die Demonstanten als Freiheitskämpfer(das waren z.B. auch die Al Kaida, solange sie in Afghanistan nur Sprengstoffanschläge gegen die Russen durchgeführt haben, damals eben Freiheitskampf und nicht Terrorismus) dargestellt werden, ist ,weil sie die Ukraine nach Europa und damit für die Profitinteressen westlicher Konzerne öffnen ,und die Nato bis an die russische Grenze erweitern wollen (Konnte jemand ernsthaft glauben, das Putin sich das tatenlos anschaut?). Wäre Janukowitsch dafür und stattdessen, die Opposition Russland-freundlich ,dann wäre Janukowitsch ein “Lupenreiner Demokrat” ,Die Oppositionellen Demonstranten böse Putschisten und Terroristen, und Timoschenko säße noch im Knast und nach der Auffassung unserer Medien zurecht.Die Einseitigkeit deutscher Berichterstattung konnte man auch sehr schön im Regionalfernehen bei uns in Norddeutschland sehen.In jeder Sendung irgendwelche Tränendrüsenbeiträge über hier lebende ukrainische Familien,die soviel Angst haben um ihre lieben in der Heimat,die vom bösen Janukowitsch -Regime,oder jetzt dem bösen Russen , bedroht sind.Ich will ja den Wahrheitsgehalt der Berichte gar nicht anzweifeln ,aber man hätte auch hier eben beide Seiten hören können,und das es hier keine Ukrainer gibt,die eher Regierungsfreundlich eingestellt sind kann mir keiner erzählen .Es wird ebenfalls verschwiegen ,das auch Timoschenko in der Ukraine alles andere als unumstritten ist,und das Janukowitsch demokratisch trotz Gegenkanditatin Timoschenko gewählt wurde.. Natürlich haben auch die Russen ihre Geostrategischen und wirtschaftlichen Interessen, wie der Westen auch. Aus reiner Herzensgüte schicken sie nicht Milliardenhilfen dorthin.
Gewalt geht von beiden Seiten aus ,und die Toten beider Seiten, sind die Opfer geostragischer Machtspiele sowohl der westlichen Mächte ,als auch Russlands. Die Interessen des ukrainischen Volkes spielen in deren Überlegungen keine, bzw. nur untergeordnete Rolle. Es gibt kein Gut und kein Böse .Im Grunde sind sie alle Arschlöcher. Und ob die jetzige Opposition in Regierung besser ist für die Ukraine möchte ich zumindest bezweifeln. Insbesondere ,da USA und IWF dieser Regierung schon ihre Hilfe zugesagt haben, natürlich zu den üblichen IWF- Bedingungen, die man jetzt noch verschweigt: Zerstörung des Sozialstaates, Ausverkauf des öffentlichen Eigentums ,etc.,die “bewährten Rezepte” ,die bspw. in Griechenland auch so toll gewirkt haben(zumindest für die Banken).Eine Alternative muß aber immer besser sein, als das bestehende ,sonst hat sie keine Chance.
Die Beste Lösung für die Ukraine sind ein Ende der Gewalt, und möglicht baldige Neuwahlen. Ein Gewalttätiger Umsturz wird eher wieder ein totalitäres Regime gebären .Eine legitime Regierung muß vom Volk gewählt und dann auch von der internationalen Gemeinschaft akzeptiert werden. Denn auch das gehört zur Demokratie, das eine Regierung gewählt werden könnte ,die dem Westen,  den Russen oder beiden nicht in den Kram passt. Aber das wäre dann eben der Wille des ukrainischen Volkes und den hätte man zu respektieren.
Einen Frieden ohne Russland, oder gegen Russland wird es nicht geben, und die Stationierung von Militär an der russischen Grenze, ist das denkbar dümmste ,was man hier tun kann. Es geht darum, nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. Und da sind wir wieder bei der Friedensbewegung. Die ist, wie gesagt, heute mehr denn je nötig. Aber mit den richtigen Leuten. Die FED ist nicht das Problem und die USA sind zwar Kriegstreiber, aber nicht der Einzige. Wenn wir für Frieden kämpfen, dann, für Frieden in der Welt und nicht nur für Deutschland. Der Kampf für Frieden ist auch immer ein Kampf gegen den Faschismus ,und Leute ,die rechtes Gedankengut verbreiten oder die Nazis von ihrer historischen Schuld reinwaschen wollen ,haben in der  Friedensbewegung nichts zu suchen. Aber jene, die sich für den Frieden engagieren wollen dürfen nicht ausgegrenzt, weil sie auf der „falschen Veranstaltung“ waren ,sondern müssen mitgenommen werden, um sie den rechten Rattenfängern nicht zu überlassen.   

Montag, 24. Februar 2014

Sehr(wenig)geehrter Herr Sarrazin !

Na,da sind sie ja wieder,und mit einem neuen Buch."Der neue Tugendterror", heißt es.Sie beklagen sich darin ,das sie von den Medien immer so hart kritisiert werden(von welchen eigentlich?BLÖD druckt auch ihr neuestes Machwerk ab,wie sie es vorher auch getan haben,in Talkschows sind sie gern gesehener Gast).Sie dürfen ihre Meinung nicht sagen,so klagen sie,ständig werden sie für ihre Thesen kritisiert,so jammern sie,von linken Journalisten,da ja ,wie sie im Weser-Kurier-Interview sagen,der Großteil unserer Journalisten Anhänger der Grünen ist.Nur,sorry,aber die Grünen mögen vieles sein,aber links?Das waren sie vielleicht mal,aber das ist schon lange her.
Man wird doch gewisse Dinge noch sagen dürfen,so klagen sie,und das dürfen sie nicht.
Wirklich nicht? Konnten sie nicht Bücher schreiben und veröffentlichen? Wurde nicht "Deutschland schafft sich ab "in der BLÖD abgedruckt und eine Riesen Kampagne dafür gemacht? Konnten sie nicht in Talkschows und in Vorträgen ihre Thesen verbreiten?und konnten sie nicht auch heute im Weser-Kurier mit sozialdarwinistischen Thesen unwidersprochen gegen die Inklusion hetzen?
Genau das ist es,was das Grundgesetz ihnen zugesteht.Dort steht nämlich:
"Jeder Bürger hat das Recht,seine Meinung in Wort,Bild  und Schrift
frei zu äußern.Eine Zensur findet nicht statt. "
Na,merken sie was?Da steht nur was von Meinung frei äußern,was sie mit der veröffentlichung ihrer Bücher oder verbreiten ihrer Thesen in Talkschows oder Interviews ja auch tun konnten.Von nicht kritisiert werden, steht da nichts.
Aber da liegt wohl der Hase im Pfeffer:Sie inszenieren sich jetzt als Opfer ,um die Kritik an ihren Thesen,die sie nicht widerlegen können,zu diskreditieren.Beleidigte Leberwurst spielen,per Buch,weil sie, und das ist wohl ihr Hauptproblem,nicht kritikfähig sind.Im Endeffekt geht es ihnen also nicht um Meinungsfreiheit,sondern darum,ihren Sermon abzusondern,ohne dafür kritisiert zu werden.
Nun gehört es aber,wenn man Texte ,Artikel oder Bücher veröffentlicht,dazu ,das man auch mal für das kritisiert wird ,was man da von sich gibt,und bei dem ,was sie verbreiten,ist dieses Risiko besonders groß.Ich will auf das,was sie da so von sich geben, jetzt nicht näher eingehen,das würde den Rahmen hier sprengen ,aber wer solche Thesen in die Welt setzt wie sie ,dem muß klar sein,das er ausserhalb von BILD,WELT ,und SPON ,dafür massive Kritik erntet.Sich dann hinzustellen und zu Jammern"das wird man ja wohl noch sagen dürfen",ist dann ziemlich albern vor dem Hintergrund ,das sie es ja sagen dürften.
Wenn sie aber Partout keine Kritik vertragen,habe ich einen gut gemeinten Rat für sie:Schreiben sie keine Bücher mehr und gehen sie nicht mehr in Talkschows.Behalten sie einfach ihre Thesen für sich.Das wär für alle das Beste.
Mit gar nicht so freundlichem Gruß,
Der Doctor.

Samstag, 30. November 2013

Planet Merkel

Störsender- Episode 15

Ergänzend der Aufruf: Wider die große Koalition

Erstunterzeichner:



Silvia Bovenschen
HG. Butzko
Daniela Dahn
Manfred Domrös
Christian Dunker
Heiner Flassbeck
Dieter Hanitzsch
Stefan Hanitzsch
Sibylle Havemann
Friedrich Hechelmann
Annette Humpe
Inga Humpe
Marc Iven
Kirsten Klöckner
Maren Kroymann
Helmut Lachenmann
Vera von Lehndorff
Juliane Lorenz
Manfred Maurenbrecher
Oskar Negt
Susan Neiman
Christian Nürnberger
Christine Prayon
Prinz Chaos II.
Tim Renner
Elisabeth Ruge
Michael Schneider
Friedrich Schorlemmer
Daniel Schreiber
Ingo Schulze
Hanna Schygulla
Christoph Sieber
Walter Sittler
Holger Trülzsch
Antje Vollmer
Konstantin Wecker
Hans-Eckardt Wenzel
Roger Willemsen

Freitag, 11. Oktober 2013

Aufruf zur Revolte

Eine Streitschrift von Konstantin Wecker und Prinz Chaos II.

 Unser Text ist keine Analyse, aber auch kein unbeherrschter
Wutausbruch. Er ist ein Aufschrei, geboren auch aus unserer Erfahrung 
jahrelangen Bloggens und der Auseinandersetzung mit
Freunden und Feinden unserer Ideen. Und er ist der Konsens, der
aus einem mehr als zehn Jahre überspannenden Gedankenaustausch 
beider Autoren erwachsen ist.
Wir haben den Eindruck, dass viele unsere Vorstellungen teilen, 
aber sich alleine für zu unbedeutend und unwichtig halten,
um zu ihrer Meinung auch öffentlich zu stehen. Aber gerade der
Schritt in die Öffentlichkeit ist eine demokratische Notwendigkeit.
Die Öffentlichkeit ist das Forum der Demokratie, die Agora, und
dort hat jeder das Recht, seine Meinung kundzutun. Wir wären
glücklich, wenn es uns gelingen würde, mit dieser kleinen Schrift
all denen, die an ihrer eigenen Wirksamkeit zweifeln, zu vermitteln, 
dass sie wichtig und bedeutend sind. Jede Einzelne, jeder Einzelne,
Wir alle!
(Konstantin Wecker,Prinz Chaos II.,Vorwort aus:Aufruf zur Revolte)

Streitschrift:Aufuf zur Revolte.

Störsender:Aufruf zur Revolte,Trailer

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