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Samstag, 16. Januar 2016

Notwendige Korrekturen

Ich möchte diesen Artikel von Albrecht Müller zur Diskussion stellen(Und ich möchte jetzt kein Querfront-Geschwaller hören).

Meine Anmerkungen:
Natürlich ist das Hauptproblem die Systemfrage, die gestellt werden muss.Auf der anderen Seite ist die Überwindung oder Abschaffung des Kapitalismus(zu dem ich mich hier schon einmal geäußert habe) zu diesem Zeitpunkt,und in absehbarer Zeit illusorisch(wobei sich das Problem demnächst wohl sowieso erledigt haben wird,weil sich sich das System sowieso grade selbst zerstört.), aber weniger wegen fehlender Alternativen, wie Müller schreibt, sondern weil das System noch viel zu fest verankert ist, und sich noch zu viele Menschen darin eingerichtet haben, und davon profitieren.Die Vorschläge Müllers für sozial-und Wirtschaftspolitische Alternativen, würde ich daher weniger als den Versuch zur Zähmung des Kapitalismus verstehen, sondern mehr als ersten von vielen Schritten, auf dem Weg zur allmählichen Überwindung, deren Vollendung wir wohl nicht mehr erleben werden.

Zum USA-Komplex ist zu sagen ,das die Fakten, die Müller hier bringt,keine VT, sondern dokumentiert, und vom CIA teilweise sogar zugegeben worden sind.Gleich wohl bedeutet das nicht, das man die USA deshalb als Feind bezeichnen muss.Es aber nötig auch, von den USA begangenes Unrecht zu benennen, und das die EU den USA gegenüber selbstbewusst auftritt, und sich gegen die Verletzung der Rechte europäischer Bürger durch US-Geheimdienste auch zur Wehr setzt.

Ebenso bedeutet das , das Europa seine Interessen verfolgt, und die wirtschaftliche Abschottung von Russland durch Embargos nicht in europäischen Interesse sein kann, sondern vielmehr eine Europäisch-Russische Partnerschaft.

Wer da nun sagt:"Aber Putin ist doch so ein böser Diktator", den braucht man nur auf europäische Wirtschafts-Partnerschaften mit Staaten wie China und Saudi-Arabien hin zu weisen.
Davon abgesehen, sollte man bedenken, das die Sowjet-Union auch eine Diktatur war, aber Brandt und Bahr trotzdem diplomatische Beziehungen mit dem Land begannen.sie nannten das "Wandel durch Annäherung".

Durch Verstehen, und durch vernünftige Diplomatische Beziehungen wurde eine Demokratisierung der UDSSR, und  letztendlich auch die deutsche Einheit erreicht.Mit Partnerschaftlichen Beziehungen zu Russland wird man mehr erreichen,als mit Sanktionen,und der Dämonisierung Russlands,die nicht in europäischem, sondern in US-Interesse sind.Müller weist hier zurecht auf Brzezinski hin.

Insgesamt muss sich Europa weniger von den USA abhängig machen.Auch darum, und weil es eine Selbst-Entmündigung und Demokratie-Abbau bedeutete, ist es nur richtig, auch TTIP abzulehnen,und es ist überhaupt nicht antiamerikanisch, denn Handel mit den USA kann man auch ohne Abkommen treiben,und dagegen ist auch gar nichts einzuwenden.

Ich bin gespannt auf eure Meinung.Nur eine Querfront-Diskussion möchte ich hier nicht führen, weil sie vom eigentlichen Thema nur ablenkt.


Freitag, 21. März 2014

Zwei Stimmen der Vernunft gegen die Scharfmacherei und Heuchelei im Fall der Ukraine

Albrecht Müller:
Teil 1
Teil 2

und Gregor Gysi:
http://www.youtube.com/watch?v=9-C7K4SJ60U

Müller zeigt die Meinungsmache auf,die hier betrieben wird,Gysi nimmt die Heuchelei der Bundesregierung auseinander.Man braucht sich nur die Gesichter der Abgeoordneten der anderen Parteien,insbesondere der Regierungsparteien,während Gysis Rede ,ansehen,die sich umsehen,wie ertappte Kriminelle.

Nachtrag:

Ein Bericht über das Projekt White Stream,eine Erdgas-Pipeline,die vom Kaspischen Meer(Aserbaidschan) durch das Schwarze Meer nach Rumänien und zur Krim und durch die Ukraine gebaut werden soll.Ziel:Weniger Abhängigkeit vom russischen Gas und Teilhabe an den hohen Ergas-Profiten.
http://www.bremerfriedensforum.de/295/aktuelles/hintergruende-zum-ukraine-konflikt-westliche-pipeline-soll-ueber-die-krim-fuehren/

Noch ein interessanter Artikel von Ulreich Gellermann bei "Mein name ist Mensch "
http://mantovan9.wordpress.com/2014/03/22/olivgrune-geister-eu-platzbirnen-dummdreiste-kriegshetzer-und-mehr/

Freitag, 17. Januar 2014

Der Selbstmord der europäischen Sozialdemokratie-Nächster Akt jetzt in Frankreich



Auch du Francois, auch du ! Wie andere Sozialistische oder sozialdemokratische Regierungen in Europa, springt nun auch Hollande auf die Meinungsmache neoliberaler Propagandamacher an, und rennt dem Agenda- Kurs der Bundesregierung hinterher.
Same Procedure as other european Goverments.Der gallische Hahn springt freiwillig in den Grill und der ,als  Tiger abgesprungene , Hollande landet nun als Vorleger vor Merkels Kamin.
Viele in Europa setzten Hoffnung in Hollande und die französischen Sozialisten ,das sich eine der einflussreichsten Regierungen Europas endlich dem zerstörerischen Austeritätskurs der Kanzlerin entgegenstellt.Nun aber macht er den „Schröder“ und folgt dem schlechten Beispiel der Sozialdemokraten in Griechenland, Spanien, Portugal ,England und ,nicht zuletzt, der SPD in Deutschland.
„Pakt für Vernunft“ ,nennt er sein Vorhaben. Darin steckt aber nichts neues ,sondern die sattsam bekannten Marktfundamentalistischen Konzepte: Üppige Steuersenkungen für Unternehmen und Reiche, Lohn und Rentenkürzungen, Senkung der Lohnnebenkosten -sprich Sozialabbau, Kürzung der Staatsausgaben, d.h. Stellenabbau im öffentlichen –Dienst ,weniger öffentliche Investitionen ,Privatisierungen, etc.., mit allen bekannten Folgen.
Man fragt sich verwundert: Was ist los mit Europas Sozialdemokraten ?Wird da nicht mehr strategisch gedacht? Denkt man nicht mehr soweit ,das man die Folgen dieser Politik auch für die eigene Partei absieht, kommt man nicht auf den Gedanken, das man politischen Selbstmord begeht, wenn man als sozialistische Partei Wahlkampf mit sozialen Themen macht und seine Wähler so betrügt und die Inhalte ,für die man Wahlkampf  gemacht hat verrät, oder ist die eigene Partei egal und zählt nur noch die persönliche Karriere?  
Hat man nicht gesehen, was mit Sozialdemokraten in Südeuropa und England passierte ,als sie auf Merkels Kurs einschwenkten und damit Politik gegen die eigene Klientel machten. Lernt man nicht daraus ?
Die europäische Sozialdemokratie schafft sich ab, und die Rechten und europafeindlichen Parteien lachen sich ins Fäustchen. Eine bessere Europa-Wahlkampfhilfe für die französische Rechte um Marine le Pen ,hätten die französischen Sozialdemokraten nicht leisten können.
Das wirklich schlimme an der Sache aber ist, das durch dieses Umfallen Hollandes ,und sein Mitmachen bei diesem Wettbewerbsfähigkeitswahn, Europa weiter in die Rezession gestürzt wird, und viele Menschen darunter zu leiden haben , die die Krise nicht verschuldet haben, während die Verursacher und Profiteure der Krise, in den Chefetagen der Banken, Hedgefonds und Konzerne weiterhin geschont werden .Bei denen dürften jetzt einmal mehr die Sektkorken knallen.
Die Einzige Hoffnung ist jetzt das Protest- erfahrene französische Volk, das in dieser Hinsicht ja eine andere Mentalität besitzt, als der scheinbar unbegrenzt leidensfähige deutsche Michel.

Weiterführende Artikel:  

Samstag, 21. Dezember 2013

Zurück im Kalten Krieg

Aufbau einer neuen Konfrontation zwischen West und Ost. Oder: Der Rückfall in die Vierziger und Fünfzigerjahre.

Von Albrecht Müller,Reblog von den Nachdenkseiten

 Zur Zeit sind wir Zeuge eines zugleich spannenden und bedrückenden Vorgangs: Wenn in den Zeitungen, im Hörfunk und im Fernsehen über die Ukraine, über die europäische Union und die Russen gesprochen wird, erinnert das an die Zeit des Kalten Krieges von vor 50 Jahren. Wir im Westen sind die Guten, die Russen sind die Bösen. Der Spiegeltitel dieser Woche zeigt beispielsweise einen Putin mit unsympathischen Zügen.

 weiter auf den Nachdenkseiten

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Denkt wieder selbstständig !

"Ihr als Volk habt die Macht.Die Macht ,Kanonen zu fabrizieren,aber auch die Macht Glück zu spenden.Ihr als Volk,habt es in der Hand,dieses Leben einmalig kostbar zu machen,es mit mit wunderbarem Freiheitsgeist zu durchdringen."
Das sagte einst Charlie Chaplin in seiner  Rede an die Menschheit. Doch warum nur, nutzt das deutsche Volk diese Macht nicht mehr ,oder nur unzureichend?Warum wählen so viele immer wieder gegen ihre Interessen?Dafür gibt es mehrere Gründe:Der Hauptgrund ist sicherlich die Manipulation,die Ruhigstellung durch Politik,Wirtschaft und Medien.Wenn den Leuten von allen Seiten und selbst von den Gewerkschaften immer wieder eingetrichtert wird,das die GroKo (Dazu: Gregor Gysi) gut ist,oder die SPD noch eine Arbeitnehmerpartei ist,dann glauben es viele und das ist ihnen auf den ersten Blick nicht mal zu verübeln.Wie es schon bei Orwell hiess:
"Wenn die Lüge oft genug wiederholt wurde,dann ging sie irgentwann in die Geschichte ein und wurde Wahrheit"
Eine Kultur des nicht-Interesses hat sich wie Mehltau über unsere Gesellschaft gelegt.Man vertraut Mutti,denn Mutti wirds schon richten-bis das böse Erwachen kommt,mit Agenda 2020 z.B.,und das ist beileibe keine Utuopie,sondern mit der Groko noch umso warscheinlicher.
Dies scheint aber den deutschen Bürger weniger zu interessieren,bzw. aufzuregen als wenn ihm vorgeschlagen wird ,er könnte einmal die Woche auf Fleisch zu verzichten oder als wenn eine neue Ampel gebaut wird ,die die Autofahrer behindert.
Ich schrieb einmal in einer Satire:
"Ja,ein paar Brüll-Talkschows und Reality-Soap-Formate,in denen sich Intelligenz-Allergiker,deren Kotzbrockigkeit nur noch von ihrer Profilneurose übertroffen wird,vor einem Millionenpublikum blamieren und zum Vollhonk machen(Wenn sie das nicht  vorher schon waren),dazu Hartz-IV-Empfänger oder wahlweise Muslime per BILD oder WELT dem Mob zum Frass vorwerfen,damit die Billiglöhner und Leihsklaven jemanden haben,auf den sie treten können,um sie davon abzulenken,wer wirklich für ihr Schicksal verantwortlich ist,so stellt man den Michel ruhig.Im Zweifel ist eben der arme Schlucker in der Gosse Schuld oder der böse Türke,der einem die Arbeit wegnimmt und sich nicht integrieren will."(http://schumt3.blogspot.de/2013/07/jetzt-rede-ich.html)
und fühle mich leider oft darin bestätigt.Ich kann natürlich jeden Hartz-IV-Empfänger,jeden Niedriglöhner u.Ä. gut verstehen,die schon genug damit zu tun haben,den Monat zu überstehen,das sie sich dann nicht groß für Politik interessieren.Dennoch,man sollte bedenken ,es geht darum,in welch einer Gesellschaft man leben möchte und in welch einer Gesellschaft unsere Kinder aufwachsen sollen.Und darum werbe ich dafür sich zu interessieren,den eigenen Verstand anzuwerfen und alles ,was die Medien auftischen kritisch zu hinterfragen.
Blogs,wie Nachdenkseiten und Spiegelfechter ,bieten eine Menge an Informationen jenseits des Mainstreams,und können daher dabei eine wertvolle Unterstützung sein.Aber auch sie ersetzen nicht das selbstständige Denken.Meine große Bitte und Aufforderung,mein Appell:

Last euch das selbstständige Denken nicht abgewöhnen !