Wird hier von Kritischer Komilitone auseinander genommen.
Besonders lesenswert ist auch der Kommentar von Dennis 82,der klar aufzeigt,warum das Hufeisenmodell und Verwandte an der schieren Realität scheitern.
Ich selber habe mich hier in einem meiner ersten Posts mit dem Thema beschäftigt und bin zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen.
http://schumt3.blogspot.de/2013/04/bin-ich-ein-linksextremist.html
Samstag, 25. Januar 2014
Donnerstag, 23. Januar 2014
Tarifrunde ÖD-Ein Ausblick
Ich erwähnte ja schon einmal, das ich aktiver Gewerkschafter bin, daher kann man diesen Artikel und die folgenden zum Thema durchaus auch als Bericht von vorderster Front begreifen. Ich glaube, das Gegenöffentlichkeit auch zur Gewerkschaftsarbeit gehört, daher möchte ich hier meine Leser über die Tarifrunde informieren und auf dem Laufenden halten.
Worum geht es?
Bei der Tarifrunde 2014 geht es um die
Tarifverhandlungen(TVÖD) für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in
Bund und Kommunen .Für die Beschäftigen der Länder wurde im vergangenen Jahr
der TDL(Tarifvertrag der Länder ) neu verhandelt.
Die Tarifrunde ÖD ist von besonderer Bedeutung ,weil das
Ergebnis als Pilot-Abschluss für nachfolgende Tarifverhandlungen, z.B., im
Metallbereich gilt. Die Vorbereitungen sind bereits seit Oktober letzten Jahres
im Gange. Am 22./23. Oktober 2013 tagte in Berlin die Bundestarifkommission für
den öffentlichen Dienst (BTK). Ein wesentlicher Tagesordnungspunkt: Die
Tarifrunde 2014 für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen.
Die BTK hat beschlossen, fristgemäß zum 28. Februar 2014 die Entgelttabellen und Regelungen der einschlägigen Tarifverträge zu kündigen. Die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber sind für den März geplant .Die Forderungsdiskussion in den Dienststellen, Fachbereichen, den Bezirken/Landesbezirken wurde damit eröffnet.
Seit November finden auf regionaler Ebene dazu Veranstaltungen statt, auf denen die Forderungsvorschläge diskutiert werden. Am 11. Februar wird dann die Bundestarifkommission, gestützt auf die Vorschläge der Basis, die Forderung endgültig beschließen. Der Verhandlungsauftakt ist für den 13.3.2014 geplant. Weitere Verhandlungsrunden finden am 20./21.3.,sowie am 1../2.4.2014 statt. Somit könnte es um den 15.3.2014 herum, erste Warnstreikaktionen geben, denn machen wir uns nichts vor, es werden harte Verhandlungen werden.
Da ich Gegenöffentlichkeit wichtig finde, möchte ich mich mit den „Argumenten“ auseinander setzen ,die wir von Arbeitgeberseite und Systemmedien lesen und hören werden, wie bei jeder Tarifrunde.
1..Der sichere Arbeitsplatz,ÖD-Mitarbeiter sind unkündbarDie BTK hat beschlossen, fristgemäß zum 28. Februar 2014 die Entgelttabellen und Regelungen der einschlägigen Tarifverträge zu kündigen. Die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber sind für den März geplant .Die Forderungsdiskussion in den Dienststellen, Fachbereichen, den Bezirken/Landesbezirken wurde damit eröffnet.
Seit November finden auf regionaler Ebene dazu Veranstaltungen statt, auf denen die Forderungsvorschläge diskutiert werden. Am 11. Februar wird dann die Bundestarifkommission, gestützt auf die Vorschläge der Basis, die Forderung endgültig beschließen. Der Verhandlungsauftakt ist für den 13.3.2014 geplant. Weitere Verhandlungsrunden finden am 20./21.3.,sowie am 1../2.4.2014 statt. Somit könnte es um den 15.3.2014 herum, erste Warnstreikaktionen geben, denn machen wir uns nichts vor, es werden harte Verhandlungen werden.
Da ich Gegenöffentlichkeit wichtig finde, möchte ich mich mit den „Argumenten“ auseinander setzen ,die wir von Arbeitgeberseite und Systemmedien lesen und hören werden, wie bei jeder Tarifrunde.
Kennen wir oder? Ihr habt so einen sicheren Arbeitsplatz,
und dann wollt ihr noch mehr Lohn? Nun, für Beamte mag das ja noch gelten(Sicherer Arbeitsplatz),
allerdings können auch sie bei grobem Fehlverhalten aus dem öffentlichen Dienst
entfernt werden, was einer außerordentlichen Kündigung gleich kommt. Darüber
hinaus wird der Preis, den Beamten für
ihre Unkündbarkeit zahlen nicht erwähnt :Sie haben keinen Tarifvertrag, somit
auch kein Streikrecht, und sind dem Arbeitgeber, nämlich dem Staat ausgeliefert,
der ihre Tarif und Arbeitsbedingungen per Gesetz festlegt. Sie müssen sich
privat kranken-versichern und ihre Pensionen später versteuern .
Was nun die Arbeiter
und Angestellten des ÖD betrifft, um die es bei diesen Tarifverhandlungen geht ,so
sind diese arbeitsrechtlich ihren Kolleginnen und Kollegen in der freien
Wirtschaft gleich gestellt ,können also
genauso ordentlich und außerordentlich gekündigt werden. Richtig ist: die
Gefahr, betriebsbedingt gekündigt zu werden, ist im ÖD wesentlich niedriger als
in der freien Wirtschaft, bzw. verschwindend gering .Zumindest bei uns, in
Südeuropa sieht es da ja anders aus.
Bedenkt man das der öffentliche Dienst bei der befristeten
Beschäftigung ohne Sachgrund Spitzenreiter aller Branchen ist, und das ich auch hier von der Handelskammer
Kritik am Personalvertretungsrecht lese, das es ,betriebsbedingte Kündigungen
nicht zulässt, so relativiert sich die Sicherheit des Arbeitsplatzes im ÖD.
2.Mitarbeiter in
der freien Wirtschaft zahlen die Gehaltserhöhungen im ÖD mit ihren Steuern
Für sich genommen trifft dieser Satz natürlich zu,
allerdings zahlen ÖD- Beschäftigte auch Steuern, zahlen also im Prinzip
ihre Lohnerhöhungen auch mit.
Außerdem zahlen ÖD- Beschäftigte auch die Lohn- und
Gehaltserhöhung in der freien Wirtschaft mit, durch Kauf von Waren und
Dienstleistungen. Denn wie finanziert man dort Lohnerhöhungen? Genau, sie
werden auf den Preis aufgeschlagen.
Heißt im Fazit, es gibt kein einseitiges Nehmen, wie dieses
Argument suggerieren soll, sondern ein Geben und Nehmen.
3.Nicht
finanzierbar
Das wohl unglaubwürdigste Argument. Wer es sich leisten
kann,
-Banken und Hedgefonds das unternehmerische Risiko abzunehmen,
-Banken und Hedgefonds das unternehmerische Risiko abzunehmen,
-Lohndrücker, die in einer vernünftigen Marktwirtschaft keine
Daseinsberechtigung hätten, über Hartz IV-Aufstockung zu subventionieren.
-Üppige Steuergeschenke an Konzerne, besser- und
bestverdienende zu verteilen,
-Mit ÖPP-Projekten Steuergelder zugunsten von Konzernen zu verschwenden, obwohl nachweislich der Staat Bpw. Autobahnen oder Schulen(s.Berlin), allein sehr viel billiger bauen kann,
-Mittels Privatisierung öffentliches Eigentum zu verschleudern,
-Mit ÖPP-Projekten Steuergelder zugunsten von Konzernen zu verschwenden, obwohl nachweislich der Staat Bpw. Autobahnen oder Schulen(s.Berlin), allein sehr viel billiger bauen kann,
-Mittels Privatisierung öffentliches Eigentum zu verschleudern,
-Und nicht zuletzt auf Steuermehreinnahmen zu verzichten durch unterbesetzte
Finanzämter,sowie Verzicht auf Vermögens-und Erbschaftssteuern,
kann sich nicht allen
Ernstes vor seine Beschäftigten im Öffentlichen Dienst hinstellen und ihnen
sagen: “Für euch haben wir kein Geld“ .
4.ÖD-Beschäftigte
erwirtschaften ihre Lohnerhöhungen nicht
Um mal mit Volker
Pispers zu sprechen: “Was
erwirtschaftet denn so ein Krankenpfleger ?Ne Handvoll Scheiße “Und die
sollte man in diesem Fall mal Leuten um den Bart schmieren, die so dämlich
argumentieren(Sorry für die harten Worte).
Natürlich werden ÖD- Beschäftigte ihre Lohnerhöhung nicht erwirtschaften, sie verkaufen ja auch nichts, sondern erbringen Dienstleistungen für die Bürger ,und öffentliche Dienstleister sind non –Profit –Unternehmen, denn ihre Leitmaxime ist Gemeinnützigkeit.
Natürlich werden ÖD- Beschäftigte ihre Lohnerhöhung nicht erwirtschaften, sie verkaufen ja auch nichts, sondern erbringen Dienstleistungen für die Bürger ,und öffentliche Dienstleister sind non –Profit –Unternehmen, denn ihre Leitmaxime ist Gemeinnützigkeit.
Eine solche Argumentation kommt von den Leuten, die glauben
BWL-Maßstäbe an öffentliche Haushalte anlegen zu können. Es sind die selben
,die glauben, man könne mit Personalabbau öffentliche Haushalte sanieren. Das
kann natürlich nicht funktionieren, weil ein öffentlicher Haushalt nun mal kein
Wirtschaftsbetrieb ist. Dazu später einmal mehr.
Warum sind
Lohnerhöhungen (nicht nur im ÖD) wichtig und sinnvoll?
Ich möchte hier keinen langen Ökonomie-Vortrag halten,
sondern ganz einfach: Den volkswirtschaftlichen Nutzen, kräftiger
Lohnerhöhungen sieht man, wenn man lernt, Löhne als volkswirtschaftliche Größe zu sehen, die
Nachfrage schafft, und nicht als bloßen Kostenfaktor.
Weiter führende Informationen Hier
Weiter führende Informationen Hier
Darum ist es so wichtig für kräftige Lohnerhöhungen, für
vernünftige Löhne für gute Arbeit zu kämpfen und auf die Strasse zu gehen,
nicht nur im ÖD .
Wir alle sind es wert!
Mittwoch, 22. Januar 2014
Vorsicht Union Busting!
In Deutschland sind Netzwerke aus Anwälten, Unternehmensberatern, Personalmanagern und Detektiven aktiv. Ihr Ziel ist es unabhängige Organiserung von Arbeitern und Angestellten zu verhindern. Sie wenden sich gegen Einzelne wie gegen ganze Belegschaften.
Weiter bei Arbeitsunrecht.de Die Seite Arbeitsunrecht .de wird von Elmar Weigand,Werner Rüggemer,und Jessica Reisner betrieben.Sie erforschen in einem Projekt,das von der Otto-Brenner-Stifung unterstützt wird,die systematische Bekämpfung von Beschäftigten,Betriebsräten und Gewerkschaften in Deutschland,und dokumentieren und sammeln entsprechende Fälle.Zu diesen Themenbereichen bieten sie auch Seminare an.Betroffenen wird ausserdem die möglichkeit geboten ihren Fall über das Blog an die öffentlichkeit zu bringen und Pressekontakte vermittelt.
Ein unterstützenswertes Projekt,findetder Doctor
Sonntag, 19. Januar 2014
Ein weiteres Beispiel für den desolaten Zustand unserer Medien:Das peinliche Interview von Markus Lanz mit Sahra Wagenknecht
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wie-markus-lanz-ein-paar-mal-bei-der-schoensten-linken-aller-zeiten-einhaken-musste/
Anmerkung:
Es wundert mich nur ,das dieser unerträgliche Selbstdarsteller Lanz noch beim ZDF arbeiten darf.Ist ja nicht das erste Mal,das er sich und den Sender bis auf die Knochen blamiert hat.Heimlich wird man die Entscheidung wohl schon bereut haben,ihn “Wetten das?”,moderieren zu lassen.Was er da mit Wagenknecht abgezogen hat,ist das letzte.Das hat mit seriösem Journalismus,oder mit Journalismus überhaupt, nichts mehr zu tun.Und Jörges,den er sich an die Seite geholt hat,in der richtigen Annahme Wagenknecht intellektuell wie fachlich nicht gewachsen zu sein,ist sich wohl auch für nichts mehr zu schade.Der Höhepunkt war aber,das Lanz sich vom eigenen Publikum distanzierte,weil dieses es doch gewagt hatte,Wagenknecht an einigen Stellen zu applaudieren.wie konnte es nur!Respekt Sahrah Wagenknecht,das sie diese peinliche Farce so stoisch über sich ergehen lies.Auch dadurch haben sich Lanz und Görges vor allem selbst demontiert.Der größte Verlierer ist indes das Fernsehpublikum,das so einen gesendeten Müllhaufen,sowie das Gehalt für den warscheinlich inkompetentesten Fernsehmoderator Deutschlands, auch noch über seine Rundfunkgebühr bezahlen muß.
Anmerkung:
Es wundert mich nur ,das dieser unerträgliche Selbstdarsteller Lanz noch beim ZDF arbeiten darf.Ist ja nicht das erste Mal,das er sich und den Sender bis auf die Knochen blamiert hat.Heimlich wird man die Entscheidung wohl schon bereut haben,ihn “Wetten das?”,moderieren zu lassen.Was er da mit Wagenknecht abgezogen hat,ist das letzte.Das hat mit seriösem Journalismus,oder mit Journalismus überhaupt, nichts mehr zu tun.Und Jörges,den er sich an die Seite geholt hat,in der richtigen Annahme Wagenknecht intellektuell wie fachlich nicht gewachsen zu sein,ist sich wohl auch für nichts mehr zu schade.Der Höhepunkt war aber,das Lanz sich vom eigenen Publikum distanzierte,weil dieses es doch gewagt hatte,Wagenknecht an einigen Stellen zu applaudieren.wie konnte es nur!Respekt Sahrah Wagenknecht,das sie diese peinliche Farce so stoisch über sich ergehen lies.Auch dadurch haben sich Lanz und Görges vor allem selbst demontiert.Der größte Verlierer ist indes das Fernsehpublikum,das so einen gesendeten Müllhaufen,sowie das Gehalt für den warscheinlich inkompetentesten Fernsehmoderator Deutschlands, auch noch über seine Rundfunkgebühr bezahlen muß.
Freitag, 17. Januar 2014
Der Selbstmord der europäischen Sozialdemokratie-Nächster Akt jetzt in Frankreich
Auch du Francois, auch du ! Wie andere Sozialistische oder
sozialdemokratische Regierungen in Europa, springt nun auch Hollande auf die
Meinungsmache neoliberaler Propagandamacher an, und rennt dem Agenda- Kurs der
Bundesregierung hinterher.
Same Procedure as other european Goverments.Der gallische
Hahn springt freiwillig in den Grill und der ,als Tiger abgesprungene , Hollande landet nun als
Vorleger vor Merkels Kamin.
Viele in Europa setzten Hoffnung in Hollande und die
französischen Sozialisten ,das sich eine der einflussreichsten Regierungen
Europas endlich dem zerstörerischen Austeritätskurs der Kanzlerin
entgegenstellt.Nun aber macht er den „Schröder“ und folgt dem schlechten
Beispiel der Sozialdemokraten in Griechenland, Spanien, Portugal ,England und
,nicht zuletzt, der SPD in Deutschland.
„Pakt für Vernunft“ ,nennt er sein Vorhaben. Darin steckt
aber nichts neues ,sondern die sattsam bekannten Marktfundamentalistischen
Konzepte: Üppige Steuersenkungen für Unternehmen und Reiche, Lohn und
Rentenkürzungen, Senkung der Lohnnebenkosten -sprich Sozialabbau, Kürzung der
Staatsausgaben, d.h. Stellenabbau im öffentlichen –Dienst ,weniger öffentliche
Investitionen ,Privatisierungen, etc.., mit allen bekannten Folgen.
Man fragt sich verwundert: Was ist los mit Europas
Sozialdemokraten ?Wird da nicht mehr strategisch gedacht? Denkt man nicht mehr
soweit ,das man die Folgen dieser Politik auch für die eigene Partei absieht, kommt
man nicht auf den Gedanken, das man politischen Selbstmord begeht, wenn man als
sozialistische Partei Wahlkampf mit sozialen Themen macht und seine Wähler so
betrügt und die Inhalte ,für die man Wahlkampf
gemacht hat verrät, oder ist die eigene Partei egal und zählt nur noch
die persönliche Karriere?
Hat man nicht gesehen, was mit Sozialdemokraten in Südeuropa
und England passierte ,als sie auf Merkels Kurs einschwenkten und damit Politik
gegen die eigene Klientel machten. Lernt man nicht daraus ?
Die europäische Sozialdemokratie schafft sich ab, und die
Rechten und europafeindlichen Parteien lachen sich ins Fäustchen. Eine bessere
Europa-Wahlkampfhilfe für die französische Rechte um Marine le Pen ,hätten die
französischen Sozialdemokraten nicht leisten können.
Das wirklich schlimme an der Sache aber ist, das durch
dieses Umfallen Hollandes ,und sein Mitmachen bei diesem
Wettbewerbsfähigkeitswahn, Europa weiter in die Rezession gestürzt wird, und
viele Menschen darunter zu leiden haben , die die Krise nicht verschuldet
haben, während die Verursacher und Profiteure der Krise, in den Chefetagen der
Banken, Hedgefonds und Konzerne weiterhin geschont werden .Bei denen dürften
jetzt einmal mehr die Sektkorken knallen.
Die Einzige Hoffnung ist jetzt das Protest- erfahrene
französische Volk, das in dieser Hinsicht ja eine andere Mentalität besitzt, als
der scheinbar unbegrenzt leidensfähige deutsche Michel.
Weiterführende
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