Da dachte man, das mit dem Torten-Angriff der Tiefpunkt der Anti-Wagenknecht-Kampagne
erreicht ist, doch weit gefehlt. Mittlerer Weile kann sie wohl sagen, was sie
will, es wird ihr alles als Rechts ausgelegt. Man kann in dem einen oder
anderen Fall auch wohl zu Recht von böswilliger Mißversteherei sprechen.
Wer auch nur leise Merkels Flüchtlingspolitik kritisch hinterfragt, und ihren Status als „Jeanne´darc“
der Flüchtlinge in Zweifel zieht, ist also jetzt Rechts. Also wenn das
beabsichtigt war, auf diese Weise die Opposition zu paralysieren, und dafür zu
sorgen, das sich selbst Linken-Politiker an ihre Seite stellen, dann war das
ein sauberer Coup.
Es ist aber auch sehr wahrscheinlich, das es darum geht nach
2017 mit auf der Regierungsbank zu sitzen, und dafür im vorauseilenden Gehorsam
rotgrüne Personalwünsche zu erfüllen.
Interessanter Weise handelt
es sich dabei um Linken- Politiker, die während ihrer Regierungszeit selbst zu
den fleißigsten Abschiebern gehörten(MV, Berlin), von der Zusammenarbeit mit
einem Sarrazin in der Regierung in Berlin ganz zu schweigen. Solche Leute
sollten sich mit Rechts-Vorwürfen gegen andere lieber zurück halten.
Und was soll man sagen zu Leuten wie Claudia Roth, Armin
Laschet oder Hubertus Heil. Roth deren Partei mittlerer Weile alles verraten
hat, wofür sie einmal stand(Hartz IV, Zustimmung zu Angriffskriegen, etc.), und
SPD und CDU haben mit der Defacto-Abschaffung des Asylrechts gezeigt, das sie
der AFD näher stehen, als es eine Sahra Wagenknecht je könnte. Hubertus heil
ist mir auch nur noch dadurch bekannt, dass er sich 2009 auf dem SPD-Parteitag
mit einer peinlichen Obama-yes we Can-Kopie bis auf die Knochen blamierte.
Nebenbei bemerkt: CDU/CSU, SPD, und Teile der Grünen haben
für die Verschärfung des Asylrechts gestimmt, Wagenknecht, wie die ganze
Linksfraktion dagegen.
Aber sehen wir uns doch an, was die böse Sahra da gesagt
hat, das man sie mit Bannflüchen überzieht. War das wirklich Rechts?
Wagenknecht hat nicht Merkels „wir schaffen das kritisiert, sondern, das die
Kanzlerin diesen Reden keine Taten folgen lässt. Das es richtig ist, diese
Menschen bei uns aufzunehmen, daran besteht kein Zweifel, und das war auch
nicht Gegenstand von Wagenknechts Kritik.
Aber es
ist doch naiv zu glauben, das die Aufnahme tausender Flüchtlinge keine Probleme
verursacht Dabei handelt es sich um Integrationsprobleme, und darauf spielt
Sahra an. Integration passiert nicht von
selbst und auch nicht durch ein "Wir schaffen das". Sie erfordert
viel Arbeit und Einsatz von allem Beteiligten.
Ich bin
mir sicher, dass die Mehrheit der Flüchtlinge zur Integration bereit ist aber
wir müssen dafür auch die Vorraussetzungen schaffen, und da liegt das Problem.So wie bisher werden wir es jedenfalls nicht schaffen.
Es
reicht eben nicht Menschen mit Mühe und der Hilfe vieler Ehrenamtlicher (also
nicht mit staatlichen Mitteln alleine) in irgendwelche Hallen zu stopfen und
sie mit Kleidung (oft aus Spenden) und Nahrung zu versorgen. Man braucht zur
Integration Sprachkurse, Schulunterricht für Kinder die kriegs- und
fluchtbedingt oft jahrelang gar nicht zur Schule gegangen sind, Psychologische
Betreuung für die Personen die oft schreckliches erlebt haben etc. Dafür
braucht es buchstäblich tausende qualifizierte Fachkräfte vor allem
Dolmetscher, Sprachlehrer für Deutsch, Lehrer allgemein, Psychologen und
Sozialarbeiter.
Nun ist
es so das Deutschland vor der Flüchtlingskrise eben keine tausenden
beschäftigungslosen Kräfte mit entsprechender Qualifikation hatte. Diese Leute
fehlen einfach. Zum Beispiel Jugendpsychologen sind unabhängig von der
Flüchtlingskrise in Deutschland Mangelware. Ist es da verwunderlich das
Jugendliche Einwanderer mit kaum oder gar nicht behandelten Traumata
durchdrehen oder sich radikalisieren?
Das hatte Wagenknecht gemeint, als sie schrieb, der Staat müsse
alles tun, damit sich die Menschen hier sicher fühlen können, abgesehen davon
,das zu den Opfer krimineller Flüchtlinge, aber auch krimineller Deutscher,
ebenso Flüchtlinge gehören, und auch die haben ja ein Recht auf Sicherheit
Es liegt
ja nun mal in der Natur der Sache, dass sich unter tausenden Flüchtlingen auch
kriminelle befinden. Die sind aber nicht kriminell, weil sie Muslime oder Ausländer,
sind sondern, schlicht weil sie Arschlöcher sind, so wie es kriminelle Arschlöcher
in allen Völkern gibt. Selbstverständlich heißt das nicht, dass man deswegen
die Grenzen dicht machen soll,im Gegenteil, aber man muss halt damit umgehen.
Diese
Probleme hätte man von Anfang an offen diskutieren müssen, damit man Konzepte
entwickeln kann mit ihnen umzugehen und damit mehr Akzeptanz in der Bevölkerung
zu schaffen, und unbegründete Fremdenangst abzubauen, was auch den Rechten den
Wind aus den Segeln genommen hatte.
Das alles
hat die Bundesregierung versäumt, ebenso wie eine effiziente Bekämpfung der Flucht-Ursachen.
Statt
dessen spart man weiter den öffentlichen
Dienst und die Infrastruktur kaputt, und folgt dem kranken Wahn von der schwarzen
Null, beteiligt sich weiter an Angriffskriegen, bzw. unterstützt sie ,liefert
Waffen in die Krisengebiete, und betreibt weiter eine asoziale,
schmarotzerhafte Wirtschaftspolitik zulasten anderer Volkswirtschaften ,als
wäre nichts passiert.
Und „linke“
Politiker greifen Wagenknecht dafür an, das sie das kritisiert, und Merkel vom
Sockel der „ach so großen Menschenfreundin“ herunter holt, weil einiges von dem sie
geschrieben hat, auch die Rechten sagen könnten. Hmm…AFD´ler und Pegioten
verwenden einen Großteil des Wortschatzes, den wir auch verwenden, wie z.B. auch
„Guten Morgen, Tschüss, etc.sollen wir uns zukünftig nur noch in den
Grunzlauten der Neandertaler verständigen, um nicht in den Verdacht zu geraten
Rechts zu sein?
Davon
ab:die selben Linken-Politiker haben nach den Wahl-Niederlagen im März erklärt,
viele Wähler nehmen die Linke nicht mehr als progressive, alternative Kraft
wahr, sondern als Teil des politischen Establishments. Wenn sie nun Merkel
gegen Wagenknecht beispringen, und ihre
wahrscheinlich intelligenteste und profiliertest Politikerin absägen, zeigen
sie das sie daraus offenkundig keine Lehren gezogen haben, im Gegenteil, so
wird obige Wahrnehmung der Wähler/innen noch verstärkt. Die AFD wird sich über
diese Wahlkampfhilfe freuen.
Und
dann noch der abstruse Vorwurf, sie würde im AFD- Becken nach stimmen fischen.
Es ist doch nun mal so, das ein Großteil derer, die zuletzt AFD gewählt haben
vorher die Linke gewählt hat. Es kann doch nicht linke Politik sein, diese
verirrten den Rechten zu überlassen
Wenn es
gelingt Sahra Wagenknecht abzusägen, dann wird die Linke wohl den Weg der Grünen
gehen.
weiter führendes: