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Montag, 30. Mai 2016

Aufgelesenes mit etwas Senf dazu -Folge 2

Neue Ausgabe ,dann wollen wir mal ,

Zunächst nochmal zu den Geschehnissen vom Wochenende,ein weiterführender Artikel von Jens Berger,
und noch vom Sonntag die brillante  Rede von Sahra Wagenknecht
Wer sie danach immer noch für Rechts, rassistisch oder der AFD nahe stehend hält,sollte dringend
 seinen Realitätssinn checken.Der Fairness halber, und um eine Meinungsbildung zu unterstützen ,möchte ich noch diesen offenen Brief von Parteikollegen an Sahra Wagenknecht einstellen.

Fast entgangen: Ohrfeige für den Türkei-Deal: In Griechenland gewinnt syrischer Flüchtling Berufung gegen Deportation

Interessant ist auch die Begründung:
(...)Die Berufungsinstanz stellte fest, dass in der Türkei der Schutz syrischer Flüchtlinge gemäß der Genfer Konvention nicht gewährleistet sei und gewährte dem Flüchtling daher Schutz vor Abschiebung.(...)
Aber Merkel ist ja soo eine Menschenfreundin, und will mit dem Deal den Flüchtlingen nur helfen.
Und wie sie helfen will, sehen wir jetzt auch: Hartz IV jetzt auch für Flüchtlinge, plus Ausbeutung in 1€-Jobs.Übrigens haben die Bundesregierung und EU die Türkei kritisiert,allerdings nur dafür , das sie lediglich die kranken und ungebildeten Flüchtlinge schickt, und nicht die Ärzte, Ingenieure und andere Fachkräfte.Typischer Sozialdarwinismus kapitalistischer Verwertungslogik.Nur die, die der Wirtschaft nutzen sollen hierher,um sie auszubeuten.Hierzu noch:
Hunderte-Flüchtlinge ertrinken im Mittelmeer

Ja, die tolle Flüchtlingspolitik der EU

Ukraine behindert Untersuchung von Folter-Vorwürfen

Man stelle sich vor Putin würde so etwas tun, was wäre da jetzt los?Übrigens ,hat jemand mitbekommen, ob Vertreter der Bundesregierung von der Ukraine Aufklärung gefordert haben? Nein, natürlich nicht.
Ebenso wenig wie im Mord an dem Anwalt der beiden  russischen Häftlinge, die gegen die ukrainische Pilotin Sawtschenko ausgetauscht wurden.
Wenn aber in Moskau ein Oppositioneller ermordet wird , kreischen sie.Russland muss aufklären, die Ukraine braucht das nicht.Im Zweifel waren´s ja doch die Russen nicht wahr?...

Heiner Flassbeck  erklärt nochmal ,warum der Markt in der Landwirtschaft nicht funktioniert,aber unsere wackeren Ökonomen und Politiker wollen das natürlich nicht wahrhaben.Der allein selig machende Markt muss funktionieren.Es ist halt eine Religion, man muss es nur glauben...

Allein,es braucht noch mehr.Es bedarf auch der Abkehr vom ideologischen Wahn einer Export-orientierten Landwirtschaft.,und es bedarf, wie so oft auch hier der Abkehr vom Agenda Holzweg und es braucht höhere Löhne, denn durch die Lohndrückerei und den Sozialabbau  wurde auch eine große Nachfrage nach billig-Lebensmitteln geschaffen.

Dennoch braucht es aber auch ein Umdenken des Verbrauchers, weg von der Geiz ist geil-Logik.Gute Lebensmittel sollten einem auch was Wert sein

Und dann noch:Hollandes Selbstmord aus Angst vor dem Tod 

Marine Le Pen überlegt sich sicher schon , was sie anzieht,wenn sie in den Elysee-Palast einzieht.Dank der großzügigen Wahlkampfhilfe des amtierenden Präsidenten.
Ich beginne zu glauben, das das Foto damals von der Roller-Fahrt zur Geliebten, ein Wink mit dem Zaunpfahl war, das man  wohl  noch mehr über ihn in der Schublade hat.Anders lässt es sich bald nicht mehr erklären, das er nun auch noch die letzten Wähler Frankreichs gegen sich aufbringt.

Zum Schluss : Merkel und Hollande bei der Gedenkfeier für die Opfer und Verdun

Zitat Merkel:
(...)Der Name Verdun steht für unfassbare Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges wie auch für die Lehren daraus (...)

Die deutsch-französische Freundschaft, die noch dabei stand schenken wir uns mal,aber wie sieht´s denn mit den Lehren daraus aus?

-Drittgrößter Waffenlieferant?
-Kosovokrieg ?
-Afghanistan-Krieg?
-Befürwortung des Irak-Krieges ?
-Beteiligung in Syrien?
-Beteiligung bei Destabilisierung in der Ukraine?
-Unterstützung von Nato-Aufmärschen in Osteuropa?
-75 Jahre nach "Barbarossa " Deutsche Truppen wieder gegen Russland ?

Wie wär´s jetzt mal die Lehren aus Verdun zu ziehen ,und sich der Nato-Aggression zu verweigern?

Samstag, 27. Dezember 2014

Zwischen den Jahren...

...fiel mir jetzt vor allem die Kritik des DGB-Vorsitzenden Hoffmann, an der Europa-Politik der Bundesregierung auf.In der Sache hat er ja Recht, aber in welcher Parallelwelt lebt er eigentlich ,wenn er meint,man hätte nur Südeuropa Sozial-abbau und Steuersenkungs-Programme verordnet?Vielleicht sollte er sich mal hier im Land umsehen,wie viele Menschen hier von Hungerlöhnen und Hartz IV leben müssen, während gleichzeitig Vermögende so wenig Steuern zahlen, wie nie in der Geschichte dieses Landes.Aber vielleicht will er das nicht sehen, weil wir es vielfach jener SPD verdanken, der auch er angehört.
außerdem müsste er auch eingestehen, das die DGB-Gewerkschaften die falsche Europa-Politik der Bundesregierung mit gestützt haben, durch unterdurchschnittliche Tarifabschlüsse,sowie Nachplappern neoliberaler Glaubenssätze ,wie von der heiligen Wettbewerbsfähigkeit,die uns zwingt"moderate " Lohnpolitik zu betreiben,wofür sie sich von unserer System-Presse für ihren "Pragmatismus" feiern ließen.
Damit betrieben und unterstützten sie eine Politik zulasten von Kollegen in Europa, mit der sie nicht zuletzt auch an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen. wenn man jetzt einsieht, das diese egoistische Wirtschaftspolitik ein Fehler ist, ist das ein Schritt in die richtige Richtung,und wenn man nun gegen steuern will, empfehle ich,sich bei GDL und Co ein Beispiel zu nehmen ,und wieder kämpferisch zu werden. Kräftige Lohnerhöhungen sind ein sehr gutes Mittel gegen die Krise.
 

Freitag, 6. Juni 2014

Fundstücke

Zunächst einmal Sahra Wagenknechts bemerkenswerte Rede bei der Bundestagsdebatte zur Regierungserklärung zur EU und zum G7-Gipfel
http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/1923.frau-merkel-loesen-sie-sich-aus-dem-schlepptau-der-us-kriegspolitik.html
Wie gesagt,bemerkenswert und jedes Wort ist zu unterschreiben.Übrigens ,auch ein interessanter Widerspruch:Auf dem G7 -Gipfel will man nicht mit Putin über die Ukraine-Krise reden,aber auf der Gedenkfeier zum D-Day schon?Ach,und an den Zwischenrufen in der Textversion kann sehr schön sehen,welche Geistes-und Charakteramöben,insbesondere in der CDU-Fraktion sitzen(nicht das mir das nicht schon vorher klar war).
Und hier noch ein interessantes Interview mit Heiner Flassbeck zur EZB-Zinssenkung.
http://www.flassbeck-economics.de/gegen-sinkende-loehne-funktioniert-das-nicht/
Auch hier kann ich nur zustimmen.Natürlich bringt eine Leitzinszenkung überhaupt nichts ,wenn den Unternehmen infolge der Merkelschen Spardiktate die Nachfrage wegbricht.Was wir brauchen ist ein grundlegender Politikwechsel ,weg vom Austeritätsirrsinn ,hin zu höheren Löhnen und Renten,schluß mit Sozialabbau und mehr öffentliche Investitionen.Warum sollen Unternehmen Investitionskredite nachfragen,wenn sie mangels Nachfrage weniger verkaufen.Unternehmen investieren nur dann,wenn sie eine Rendite erwarten können,sprich,genügend verkaufen,um ihre Kosten herein ,und noch einen Gewinn oben drauf zu bekommen.Die ist durch die derzeitige Kaputtspar-Politik nicht vorhanden,und wenn wir diesen Kurs weiter fahren,landen wir in der Deflation.Auch lesenswert:
http://www.flassbeck-economics.de/die-ezb-senkt-die-zinsen-eine-richtige-entscheidung-aber-keine-loesung-fuer-die-eurokrise/ 
Hier noch ein interessanter Artikel zur gezielten Manipulation und Desinformation zur Ukraine-Krise
http://propagandaschau.wordpress.com/2014/06/04/zdf-heute-verbreitet-lugen-und-kriegspropaganda/

Mittwoch, 6. November 2013

Strunzdämlich oder karrieregeil?Gewerkschaftsvertreter plappert Arbeitgeberpropaganda nach

Als ich es das erste Mal las,war mein erster Gedanke:"Wie kann man nur?"Bei der Veranstaltung "Nach der Bundestagswahl 2013: Was muss Deutschland in Europa jetzt anders machen?“,entblödete sich Reiner Hoffmann, Landesbezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie Nordrhein,nicht,zu behaupten,das die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft nichts mit Lohndumping zu tun hätte.
Friederike Spiecker nimmt diese These hier auseinander:
http://www.flassbeck-economics.de/gewerkschaftsvertreter-wettbewerbsfaehigkeit-beruht-nicht-auf-lohndumping/
Meine persönliche Meinung als Gewerkschafter:Mit solchen Funktionären brauchen sich die Gewerkschaften über Mitgliederschwund und zunehmend weniger Kampfkraft nicht mehr zu wundern.Ich habe mich in einem früheren Artikel  schon einmal zum dringenden Reformbedarf der Gewerkschaften geäußeret:
http://schumt3.blogspot.de/2013/05/gedanken-zum-1mai-quo.html
Darin fühle ich mich nun einmal mehr bestätigt.Auf die Art,wie sie der Kollege von der BCE hier zeigt,den Kollegen,vor allem auch anderer Branchen, in den Rücken zu fallen ,schafft sich der DGB selber ab,und das wäre Schade,denn ich bin von der Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit von Gewerkschaftsarbeit immer noch überzeugt.Aber vielleicht braucht es doch eine völlig neue Gewerkschaft.