Freitag, 3. Oktober 2014

25 Jahre deutsche Einheit-aber haben wir wirklich eine Einheit?

Vor 25 Jahren fiel in Berlin die Mauer,fiel die DDR-Grenze und letztlich auch der "Eiserne Vorhang". Deutschland wurde wieder ein Staat.Die Einheit war vollzogen.Was Willy Brandt und Egon Bahr mit der Politik des "Wandels durch Annährung" 1963 angestoßen hatten,wurde nun vollendet.Doch wurde es wirklich eine Einheit ? Diese Frage muss verneint werden. Nach 25 Jahren verdienen Beschäftigte im Osten immer noch weniger für die selbe Arbeit ,als ihre Kollegen im Westen,bekommen Rentner in den neuen Bundesländern immer noch niedrigere Renten ,als Rentner im Westen,obwohl sie mit Sicherheit nicht weniger gearbeitet haben.
Konkurrenzfähige DDR-Unternehmen wurden von der Treuhand zerschlagen,oder West-Unternehmen einverleibt.Und in ideologischer Verblendung wurde alles ,was irgendwie mit DDR zu tun hatte verteufelt,obwohl es positive Errungenschaften dort gibt,wie das Recht auf Bildung,die betrieblichen Kinderkrippen ,die Polikliniken und ähnliches.
Wohl gemerkt:Die DDR war ein diktatorischer,autokratisch regierter Staat,und über die unbestreitbaren Verbrechen des DDR-Regimes brauchen wir nicht zu diskutieren.Die Opfer, denen wir heute auch gedenken ,sprechen da eine deutliche Sprache.In sofern darf dieser Staat nicht verklärt werden.Und dennoch,versuche ich mir ein differenziertes Bild von der DDR zu bewahren,ohne zu vergessen ,was sie war.
Ich kann das ,weil ich selber mehrmals in der DDR war,einen Tag ,in einer normalen DDR-Familie verbracht habe.In Schwerin, in Gera,und in Gotha war.In Geschäften eingekauft habe(Ja wohl für Geld,das gab es dort.Und was man kaufte war dann Privateigentum,auch das gab es dort.)Ich habe eine Fabrik besucht ,und an einer Gedenkfeier in einer KZ-Gedenkstätte teilgenommen.Ich kann mir also schon einen einiger massen differenzierten Blick auf die DDR erlauben,und ich kann sagen,vielfach unterschied sich das Leben nicht besonders von unserem in der BRD.Die Wohnung meiner Gastfamilie ,beispielsweise,war nicht anders ,als unsere zu Hause.
Es war nunmal so,das es viele Menschen dort gab ,die sich mit dem System arrangiert haben,und dort auch positives erlebt hatten.Positive Erfahrungen in diesem Staat gemacht hatten.Und es wäre eine wirkliche Einheit geworden,wenn man diese positiven Erfahrungen mit in den Westen übertragen hätte.Wenn man das Positive aus beiden Staaten in beide Teile übertragen hätte,ohne die Verbrechen des DDR-Regimes und seine Opfer zu vergessen.Das hat man leider versäumt,und wundert sich noch ,das es viele Menschen in MV,in Brandenburg,Sachsen-Anhalt,Thüringen,und Sachsen gibt,die sagen:"Zu DDR-Zeiten ging´s uns besser" Der Fall der Mauer war eine positive Zäsur für dieses Land, und es ist das Verdienst der damaligen DDR-Führung,das sie damals angesichts der Massen-Proteste nicht,wie Merkel der Meinung war,das sich Politik nicht danach richten kann,wieviele Menschen gerade auf der Strasse sind,sondern die einzig richtige Schlussfolgerung zogen, das man gegen diese Menschen nicht mehr regieren kann,und darum die Grenzen öffnen ,und zurück treten musste.
Die friedliche Revolution in der DDR lehrt uns an diesem Tag,das man mit einfallsreichem,friedlichem Widerstand etwas ,bewegen,ja sogar ein System verändern kann.Es ist das weiche Wasser,das den Stein bricht.

Kommentare:

  1. Die Leichensacklüge reloaded
    Pünklich zum Tag der Deutschen Einheit entblödet sich Ministerpräsident Weil in seiner Festrede (ARD) nicht die “Köhler Lüge”
    in einer Kurzversion unwidersprochen zu wiederholen.
    ”Die Aussagen zur Bereitstellung von Panzern, Blutkonserven und Leichensäcken sind der zweibändigen Studie "Die Friedliche Revolution. Aufbruch zur Demokratie in Sachsen 1989/90" von Michael Richter entnommen. Sie ist 2009 als Sonderdruck von der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung Dresden herausgegeben worden. Der Autor hat nach der Rede des Bundespräsidenten in einem Interview geäußert, er habe für diese Angaben noch keine ausreichenden Belege, es sei weitere Forschung nötig.”
    Es wird wohl immer noch geforscht aber selbst Prof. Knabe(lari) hat in seinem Gruselkabinett, trotz unbegrenzter Mittel, noch keine belastbaren Dokumente gefunden.

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    1. Einigen Kalten Kriegern passt es wohl bis Heute nicht,das die DDR-Führung ihnen nicht den Gefallen getan hat,Gewalt anzuwenden.Das passt nicht zur Ideologie.
      L.G.,
      Der Doctor

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