Samstag, 27. September 2014

Europa schafft sich ab

Wenn man sieht,und liest,was auf dem Staatsbesuch des neuen französichen Premierministers Valls be-und gesprochen wurde,muß man dieser Meinung sein.
Das Merkel die Realität leugnet ,und die Austeritätsprogramme in Europa trotz ihres offenkundigen Scheiterns als einzig sinnvolle Politik verkauft ,verwundert ja nicht mehr.Doch mit der Bemerkung:Wir müssen in Europa glaubwürdig bleiben und Absprachen sind einzuhalten,verdeht sie auf groteske Weise die Tatsachen.
Wer hat sich denn nicht an die Maastricht-Vorgaben gehalten,sondern lebt mit seinen Aussenhandelsbilanzüberschüssen auf Kosten anderer Volkswirtschaften?Hat nicht Deutschland die Kriterien von Maastricht massiv verletzt ,indem sie ständig unterschritten werden,und dadurch das wirtschaftliche Gleichgewicht in Europa gestört?Hat  nicht Frankreich die Maastricht-Kriterien immer vorbildlich eingehalten,und soll dafür nun bestraft werden,weil durch das deutsche Nichteinhalten auch die französiche Wirtschaft in Schieflage gerät?
Das Manuel Valls nicht weiter kürzen will,und statt dessen mehr öffentliche Investitionen seitens Deutschlands und der EU anstrebt ist richtig und vernünftig.doch wie lange hält er das durch?

Wahlkampfhilfe für Le Pen

Und wenn nun Frankreich weiter kürzt,ganz Europa diesem Kurs folgt und "wettbewerbsfähig" wird,wer soll dann noch die deutschen Waren kaufen?Oder wollen wir dann wieder kürzen und noch mehr Sozialstaat einstampfen,Löhne und Renten senkenßWie weit wollen wir die Spirale noch treiben?Wenn dieser Wettbewerbsfähigkeitswahn,geboren aus der kranken,perversen Ideologie,zu glauben ,man müsse öffentliche Haushalte führen,wie Wirtschaftsbetriebe,so fort geführt wird,dann dürfen wir uns unsere Kunden demnächst im Weltraum suchen.
Merkel merkt gar nicht,das sie am eigenen Ast sägt,und es scheint ihr auch nicht klar zu sein,das sie mit ihren Spardiktaten vor allem den europafeindlichen,rechten und faschistischen Kräften in Europa in die Hände spielt.Allein die Front National kann sich eine bessere Wahlkampfhilfe ,als die von Merkel oktroyierten Kürzungsdiktate doch gar nicht wünschen.Wenn Marine le Pen dann französische Präsidentin ist,darf sie sich vor allem bei unserer Kanzlerin bedanken.Aber natürlich auch bei Hollande ,der sich ohne 'Not zu deren Pudel macht ,statt sich auf europäischer Ebene gegen sie zu emanzipieren und den französischen Einfluß für einen Politikwechsel einzusetzen.

Deflation greift um sich

Aber Merkel will den Flächenbrand nicht sehen,den sie entfacht hat.Griechenland,Portugal,sie kommen aus der Deflationsspirale nicht heraus.Wie auch,wenn Löhne,Renten,und Sozialleistungen immer weiter gekürzt werden,und man damit den Unternehmen die Nachfrage abwürgt.
Auch hier in Deutschland sind bereits deflationäre Verhältnisse zu bemerken.Exemplarisch in der Landwirtschaft.
Massive Produktionsüberschüsse führen zu starkem Preisverfall.Nun wird offiziell gesagt,dies sei die Folge der EU-Sankltionen gegen Russland.Das ist aber nur die halbe Wahrheit.Natürlich spielt der völlig unsinnige Wirtschaftskrieg gegen Russland auch eine Rolle.Er ist aber lediglich ein Brandbeschleuniger.Das immer mehr,vor allem familiäre Landwirtschaftsbetriebe von den Erlösen ihrer Produkte kaum noch leben können,ist kein Problem,das erst seit Gestern besteht. Gründe hierfür sind einerseits die Niedrigpreisdiktate seitens Produktionsbetrieben und Einzelhandel(wobei erstere oft das Diktat letzterer weiter geben),die wiederum auch Folge der Lohn- und Sozialdumpingpolitik der Bundesregierung sind,denn wenn die Menschen immer weniger Geld in der Tasche haben,werden eben auch mehr billige Lebensmittel nach- gefragt,andererseits die zunehmende Ausrichtung der Agrarwirtschaft auf den Export,was dazu führt, das ,statt das weitgehend für den Eigenbedarf zu produzieren,wodurch die Produktionsmengen sinken,und sich dadurch höhere Preise erzielen lassen,in Massen und billig produziert wird ,was die Preise purzeln lässt.Folgen dieser verfehlten Politik sind:Massentierhaltung,Überdüngung,extensiver Einsatz von Pflanzenschutzmitteln,sowie Schlachtfabriken,in denen eine humane Tötung kaum möglich ist ,weil nicht rentabel,und nicht zuletzt die Zerstörung bäuerlicher Familienbetriebe,und der entsprechenden ländlichen Struktur,zugunsten von Agrar-Konzernen.
Wenn dann noch durch Kürzungsdiktate und sinnlose Wirtschaftssanktionen gegen ein wichtiges Abnehmerland die Märkte genommen werden,kommt es zu jenen Überschußproduktionen ,die wir jetzt erleben,und die die Preise völlig in den Keller treiben.Aber schon die einseitige Exportausrichtung ist eine dumme und kurzsichtige Politik.Ideal wäre eine Agraproduktion, größtenteils für den Bedarf im eigenen Land, und ergänzend ein wenig Export. 

Auch der DGB schafft sich ab

Und wenn TTIP kommt,und die SPD will dem ja zustimmen(auch wenn Herr Gabriel plötzlich Vorbehalte hat) ,dann wird sich das noch verschlimmern.Chlorhuhn und Gendreck wären dann nur die Spitze des Eisberges ,und sind nicht das eigentliche Problem.Die Investitionsschutzklauseln werden dafür sorgen,das tierschutzrechtliche Fortschritte ,wie das Verbot der Käfighaltung,und des Schnabel Kupierens für Legehennen, oder des betäubungslosen Schwanzkupierens und Kastrierens bei Ferkeln wieder eingedampft werden,weil sie als Investitionshindernisse angesehen werden.Und das europäische Landwirte mit amerikanischen Großfarmern und Agrarkonzernen im Preiswettbewerb bestehen  können,kann nur jemand glauben,der glaubt,das Zitronenfalter Zitronen falten.Wer glaubt,das dieses Handelsabkommen,den kleinen Landwirtschaftsbetrieben zugute kommt,die Qualität der Lebensmittel steigert,oder für den tierschutz gut ist,dem ist nicht mehr zu helfen.
Aber auch der DGB will TTIP jetzt eventuell zustimmen,und das obwohl die Gewerkschaften CETA und TISA wegen der Investitionsklauseln ablehnen.TTIP enthält diese Klauseln aber auch,daher ist die Zustimmung nicht nachvollziehbar,es sei denn ,da haben einige Funktionäre schon Posten in Aussicht.
Auf diese Weise schafft sich dann auch der DGB ab,denn Arbeitsschutz -und Arbeitnehmerschutzrechte,bis hin zum Tarif-und Streikrecht  werden dann auch dem Investitionsschutz zum Opfer fallen.

Europa am Abgrund

Europa steht längst am Abgrund .Nur wir Deutschen merken es nicht,weil wir uns auf einer Insel der Glückseligen wähnen,glauben,wir hätten die Krise gut überstanden,und die Einschläge ignorieren,die immer dichter kommen.
Die grausamen Kürzungsdiktate sorgen für bitteres Leid in Europa,und stärken die Feinde Europas und der Demokratie.Europa hat uns viel gebracht.Deutschland profitiert von Europa.Doch nun sind wir im Begriff Europa zu zerstören,aus ideologischer Verbohrtheit,aus Profitsucht,aus Egoismus,aus Machtgier.Und mit TTIP entmündigen sich auch die Parlamente in Europa zugunsten multinationaler Konzerne,so das auch die Demokratie stirbt.
Aber Hauptsache ,wir sind "wettbewerbsfähig",und die  "schwarze Null" steht.

Mittwoch, 24. September 2014

Die Anstalt schlägt zurück

Die Anstalt ist aus der Sommerpause zurück ,und liefert einmal mehr ein starkes Stück Aufklärung:
https://www.youtube.com/watch?v=fbb3HinQqVU 
Zur Kriegstreiberei ,zu den Aktivitäten von US-Regierungen im nahen Osten,vom CIA-gesteuertem Putsch im, Iran,über die Instrumentalisierung Saddam Husseins gegen die Iranischen Mullahs,bis zu Afghanistan und den durch  Lügen  entfachten Irak-Krieg.Alles keine VT,sondern dokumentierte,teils von der CIA selbst zugegebene Tatsachen.
Schließlich gibt es noch Top-Aufklärung über die verlogene Anti-Russland-Hetze unserer Medien:

 Zitat aus der Sendung:

“Durchbruch an der Heimatfront! Die Journalisten werden von den Lesern unter Feuer genommen…”
“Schließen Sie die Leserbriefe!”
“Was heißt hier Briefe? Das ist alles im Netz!”
“Ja was, dann machen Sie die Foren dicht!”
“Oh nein!”
      “Was?”
“Die Leute weichen auf Facebook aus!”
“Ja dann moderieren Sie, blockieren Sie …Löschen…Löschen!!”
“Ja, aber … aber wir kämpfen doch für die Meinungsfreiheit!”
“Ja aber doch in Russland…NICHT HIIIER!”  
( Quelle: Propagandaschau )
mit einem Seitenhieb gegen jene Journalisten,die nach der Ausgabe der Anstalt ,indem deren Verflechtung mit transatlantischen Thinktanks offen gelegt wurde klagten,und das ZDF zwangen,die Sendung aus ihrer Mediathek zu nehmen.Mal sehen ,wann die nächste Klage kommt.Uthoff,von Wagner,und ihren Mitstreitern Simone Solga,Tobias Mann und John Doyle ist ein geniales stück Gegenöffentlichkeit gelungen.Unbedingt ansehen.

Sonntag, 21. September 2014

Zivilcourage vs ÖR-Propaganda-Ich zahle nicht für Kriegshetze

Reblog von der Propagandaschau

(...)Von einer Abschaffung der ÖR soll an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gewarnt werden! Das würde den Kräften, die hinter dieser Manipulation der Bevölkerung stehen, nur in die Hände spielen. Wir bekämen in einem solchen Fall noch viel schlimmere, geradezu amerikanische Verhältnisse, wo die Bürger – außer mit dem Portemonnaie – nicht den geringsten Einfluss auf die Medien haben.
Objektive, ausgewogene und unparteiliche Informationen sind aber so wichtig für eine demokratische Gesellschaft, wie gute Bildung in Schulen und Universitäten. Selbstverständlich kosten gute Informationen auch Geld. Niemand erwartet, dass gute, unabhängige Journalisten, die sich nur der Wahrheit verpflichtet fühlen, umsonst arbeiten. Würden die ÖR ihrem Auftrag gerecht, sie wären ein Segen. Missbrauchen sie aber ihre Macht für politische Zwecke, sind sie ein gefährlicher Fluch und es gilt, sie zurück auf die Grundsätze der Verfassung und des Rundfunkstaatsvertrags einzuhegen.(...)Quelle:Propagandaschau 
 

Mittwoch, 17. September 2014

Versteher

Ich gebe es ja zu,ich bin ein Versteher.Ja,ich bin ein Putin-Versteher,weil ich die Ideologie vom bösen Russen und guten Westen(USA,EU) nicht mitmache,sondern glaube,das es in diesem Konflikt keinen Guten und Bösen gibt.Alle haben hier ihre Interessen ,und die sind wirtschaftlicher und geostrategischer Natur.Die ukrainische Zivilbevölkerung spielt da keine Rolle.
Weil ich verstehen kann,das Putin nicht tatenlos zusehen wird,wie ihm der Zugang zum Mittelmeer über den Schwarzmeerhafen genommen wird,und auch nicht,wie man ihm Nato-Truppen vor die Haustür stellt.
Die USA würden es sich auch nicht ruhig ansehen, wie Russland in Mexiko oder in Kanada Raketen stationiert.Das macht Putin nicht besser,doch kann es einen Frieden ohne Berücksichtigung dieser Interessen und ohne oder gegen Russland nicht geben.Es führ kein Weg daran vorbei mit ihm zu reden.Aber wer so denkt ist ein "Putin-Versteher".
Und ich bin auch ein Hamas-Versteher,weil ich mich im Gaza-Konflikt nicht bedingungslos auf die Seite Israels stelle,auch nicht auf die Seite der Hamas,sondern auf die Seite der Zivil-Bevölkerung,die nur unter diesem Krieg leidet,und auf der Seite derjenigen,die miteinander reden und das Morden auf beiden Seiten beenden wollen.Gewalt ist auch hier keine Lösung.
Und darum bin ich auch ein IS-Versteher,weil ich der Meinung bin,das IS das Produkt katastrophaler US-Außenpolitik ,mit einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg und der Destabilisierung Syriens ist,womit IS die Ausbreitung erst ermöglicht wurde.Wer glaubt,ISIS könnte vernichtet werden,der irrt.Das geht ebenso wenig ,wie bei Al Kaida.IS rekrutiert sich neben den syrischen Al Nusra-Rebellen auch aus Europa,Nordafrika,Asien und den USA.Es sind die sozial ausgegrenzten,die Opfer einer egoistischen, asozialen ,und neokolonialistischen Wirtschaftspolitik die Armut und Elend erzeugt, die willige Helfer der Terroristen sind.Und solange diese Politik fortgesetzt wird,gibt es immer genug Reserve für IS.Aber so denken nur IS-Versteher.
Ach ja ,und ein Assad-Versteher bin ich auch, denn ich bin der Meinung,das es auch hier um Schürfrechte geht,und nicht um Menschenrechte.Baschar Al Assad steht einer Öl-Pipeline entgegen, die Saudi-Arabien und,Katar ,zusammen mit britischen und amerikanischen Konzernen bauen wollen im Wege,weil er mit Russland gerade einen Milliardenschweren Deal abgeschlossen hatte.Das ist der Grund,warum er ein "Moster" ist ,und nicht die Unterdrückung der Opposition.Syrien ist seit Jahrzehnten ein Autokroatischer Staat.Vater Assad war doch genausowenig Demokrat ,wie sein Sohn.Jahrzehnte lang hat es auch niemand gestört,die CIA hat dort sogar Gefängnisse unterhalten, und es würde auch jetzt niemanden stören,was Assad mit seinem Volk tut,wenn er nicht auf die Idee gekommen wäre ,mit den Russen Geschäfte zu machen, und ihnen mit Tartus einen Mittelmeerhafen zu verpachten.Aber wer so denkt,ist natürlich ein "Assad-Versteher",ganz klar.
Ja,ich bin ein Versteher,weil ich mich der Meinungsmache widersetze,die dasVerstehen verächtlich machen,und es als etwas schlechtes darstellen soll.
Den anderen zu verstehen, seine Beweggründe zu begreifen ,und seine Interessen,und daraus,eine beide annehmbare Lösung zu finden,das nennt man Diplomatie.Egon Bahr und Willy Brandt nannten es "Wandel durch Annährung".Damit legten sie den Grundstein für die Wiedervereinigung.Hätten sie so gedacht,wie die "Putin-Versteher"-Schwätzer, dann wäre Deutschland wohl noch ein geteiltes Land.Hätte Kennedy ,den heute wieder beliebten Konfrontationskurs gefahren,so wäre die Erde 1962 im atomaren Feuer versunken.Aber auch er zog es vor mit den Russen zu reden,statt auf sie zu schiessen.
Darum bin ich überzeugter Versteher,denn die Alternative zum Verstehen ist der Hass und ist Gewalt.Und diese Alternative ist schlimm und verächtlich.

Freitag, 12. September 2014

"Für ein sehr zweifelhaftes Denkmal verzichten Union und SPD auf alles, was Zukunft ausmacht"

Gregor Gysi`s brilliante Rede bei der Generaldebatte zum Haushalt:
Yuotube-Video
Text der Rede

ist vor allem interessant,weil dort auch die Zwischenrufe der Koalitionspolitiker sind.Insbesondere Volker Kauder hat mal wieder im Niveau-Limbo die Nase weit vorn.Da kann einen schon die Wut packen,wenn ich daran denke,das solche Figuren auf Steuerzahlers Kosten üppiges Salär und Altersversorgung bekommen,während sie Menschen,die hart arbeiten nicht mal einen vernünftigen Lohn gönnen,und Arbeitslosen nicht mal eine Grundsicherung für ein menschenwürdiges Leben.
Die Rede ist absolut hörens-und lesenswert.

Dienstag, 9. September 2014

Was reitet bloß den DGB ?

Ich hatte am Ersten Mai bereits über den neuen DGB-Vorsitzenden Reinhardt Hoffmann geschrieben,mir ,der Fairness halber,aber damals noch kein Urteil gebildet. Nach Vier Monaten nun, kann man wohl mit Fug und Recht sagen, der DGB ist mit dem Wechsel von Sommer zu Hoffmann vom Regen in die Traufe gekommen.
Das sehen wir aktuell am Arbeitskampf bei der Bahn.Da wirft der neue DGB-Chef der GDL(Gewerkschaft deutscher Lokführer) mangelnde Kooperationsbereitschaft vor,sowie,das sie das Image der Gewerkschaften beschädigt.
Wie sieht denn diese Kooperation aus,von der Hoffmann redet? Dem ,in Vorbereitung befindlichem,"Gesetz  zur Tarifeinheit" entsprechend,soll die größere ,also die DGB-Gewerkschaft allein die Verhandlungen führen, und die kleinere,in diesem Fall die GDL,hat zu schlucken,was da verhandelt wird.Das allerdings,hat mit Kooperation so überhaupt nichts zu tun,und das sich die GDL darauf nicht einlässt ,kann doch nun wirklich niemanden wundern. Herr Hoffmann, für sie noch mal:"Kooperation" bedeutet, das zwei Parteien zu gegenseitigem Nutzen zusammenarbeiten.Das könnte in unserem Fall z.B. heißen,das EVG (Eisenbahnverkehrsgewerkschaft,früher Transnet,gehört zum DGB) und GDL eine Gemeinsame,paritätisch besetzte, Tarifkommission mit beiderseitig gleichem Stimmrecht bilden,und gemeinsam mit den Arbeitgebern verhandeln.Das sie gemeinsam Arbeitskämpfe und Aktionen zur Gegenöffentlichkeit organisieren.
Was sie meinen,nennt sich einseitiges Diktat, und alleiniges Verhandlungsmonopol für die DGB-Gewerkschaften.Unterschied jetzt verstanden? Das die GDL das nicht mitmacht ,müsste selbst ihnen einleuchten.
Noch schlimmer wird es allerdings bei dem Vorwurf der Image-Schädigung.Der ist ,gelinde gesagt", eine Unverschämtheit.Allein schon vor dem Hintergrund des "plötzlichen" Wechsels des damaligen Transnet-Chefs Hansen,in den Vorstand der DB unter Mehdorn , der ein Grund war,warum viele DB-Mitarbeiter aus der Transnet zur GDL getrieben ,und diese damit erst stark gemacht hat.
und ansonsten:Wer Hartz IV und Agenda 2010 mitträgt,und sogar lobt und verteidigt, obwohl diese Politik vor allem gegen die Kampfkraft der Gewerkschaften gerichtet ist,um Löhne zu drücken,wer die Wettbewerbsfähigkeitsideologie der Arbeiteberverbände nachplappert,um damit magere Abschlüsse zu rechtfertigen,der braucht sich wahrlich nicht zu wundern,wenn ihm die Mitglieder in Scharen davon laufen und in kampfbereitere Spartengewerkschaften eintreten.Aber Selbstreflexion scheint nicht die Stärke der DGB-Führung zu sein.
Eine wirkliche Kooperation mit den Spartengewerkschaften sucht man ja nun auch nicht wirklich.Vielmehr betrachtet man sie als lästige Konkurrenz an,derer man sich entledigen will.
Dementsprechend stimmt man auch dem "Gesetz zur Tarifeinheit" zu,und geht damit Regierung und Arbeitgeberverbänden auf den Leim.Es müsste eigentlich auch dem Dümmsten klar sein, das den Vorgenannten mit Sicherheit nichts an kampfstarken Gewerkschaften liegt, auch nicht DGB-Gewerkschaften.
So ist auch logisch ,das dieses Gesetz nicht nur das Streikrecht der Spartengewerkschaften,sondern ebenso auch das der DGB-Gewerkschaften beschneiden wird.Oder warum sollte man dran interessiert  sein, die Leute von den Spartengewerkschaften weder dem DGB zu zu treiben? Man will schwache Gewerkschaften,mit marginaler Kampfkraft,und das gilt auch für den DGB.
Der DGB schießt sich mit seinem Agieren doppelt ins eigene Knie:Erstens,weil man sich freiwillig die Schlinge um den Hals legt und ruft::zieht zu! Und Zweitens,weil man auf diese Weise die Spartengewerkschaften eher noch stärkt ,und ihnen eigenen Mitglieder zu treibt.
Und in dieser Weise wird auch das Gesetz gestrickt sein.
Diese Zusammenhänge müssten auch der DGB-Spitze begreiflich sein.Ob es nun die Aussicht auf gut dotierte Posten ist,die in dieser Hinsicht die Sinne verkleistert,oder einfach nur die irrationale Nibelungentreue zur SPD, es wird Zeit,das wieder Klarheit in die köpfe einzieht und ein grundlegendes Umdenken einsetzt.Wenn ich allerdings dann auch lese,das selbst Deutsche Bank-Ökonomen sagen ,es braucht deutliche Lohnerhöhungen ,und ausgerechnet der Chef des DGB ihnen widerspricht ihm,dann bekomme ich doch arge Kopfschmerzen.
Ich bin nun seit über Zwanzig Jahren überzeugter Gewerkschafter,und langjähriger Vertrauensmann,und offen gesagt,es fällt mir doch zunehmend schwerer,die Politik des DGB zu vermitteln.Es gibt viele engagierte Mitglieder an der Basis,die bereit sind,für gute Abschlüsse zu kämpfen.Der Fisch stinkt,wie so oft vom Kopf her,und das hat sich leider auch mit dem Wechsel an der DGB-Spitze nicht geändert.

Weiterführender Artikel von Helga Müller:
http://www.arbeitermacht.de/infomail/771/gdl.htm 



Samstag, 6. September 2014

Verfälschung von Putins Worten-EU gibt sich kleinlaut,Mainstream-Medien schweigen

Reblog von der Propagandaschau:

Deutsche Medien stürzten sich begeistert auf die Meldung von “La Repubblica”, wonach Vladimir Putin EU-Kommissionschef Barroso intern gedroht haben soll, er könne in zwei Wochen in Kiew sein. Wer von der deutschen Propaganda nicht gänzlich verblödet ist, konnte sich denken, dass es keine Drohung war, sondern Putin darum ging, Barroso klarzumachen, dass er könnte, wenn er wollte, es also offensichtlich ist, dass er gar nicht will.
Mehr auf Propagandaschau

Anmerkungen:
Es dürfte jedem,der einiger Maßen bei Verstand ist,klar sein,das die Propaganda,das Putin die Ukraine besetzen will Unfug ist.Hätte er das gewollt,so häte er es längst getan.Die russische Armee ist der ukrainischen haushoch überlegen.Aber Logik ist nicht so gefragt,wenn es darum geht, Kriegshetze zu betreiben.
Um die Hintergründe für die Agitation besser zu begreifen,muß man sich mit den Entwicklungen der letzten 25 jahre beschäftigen.:Mit dem Ende des kalten Krieges,der deutschen Einheit,dem Niedergang der Sowjet-Union,der Entstehung der russischen Föderation ,sowie mit der Entwicklung der Europäischen Union,der Nato und der Weltmacht USA,und natürlich auch mit der Geschichte der Ukraine.
Man muß zum Beispiel sehen,das unter Gorbatschow und Jelzin die westlichen Konzerne ungestört Business machen,und das Land ausplündern konnten.Zu jener Zeit war Russland ein Spielball des Raubtierkapitalismus,der die Bevölkerung in bittere Armut stürzte,mafiöse Strukturen entstehen lies, und Oligarchen reich machte,indem sie sich öffentliches Eigentum an den Nagel rissen.Putin machte dem ein Ende ,stoppte den Ausverkauf ,und zähmte die Oligarchen.Das macht ihn weder zum Engel ,noch zum Demokraten,oder zum Guten in dieser Geschichte,aber es lässt verstehen,warum die russische Bevölkerung,die am meisten unter dem Ausverkauf gelitten hatte,auf Seiten Putins stand und steht,und ihn mehrheitlich trotz seiner Amtsführung verehrt.
Sicher investieren jetzt immer noch viele westliche Unternehmen in Russland ,aber die russische Regierung bestimmt klar die Regeln.Dazu hat Putin die Schlüsselindustrien verstaatlicht, und .die russischen Rohstoffvorkommen weitgehend dem Zugriff westlicher Konzerne entzogen.Und damit sehen wir die Hintergründe der antirussischen Hetze.Es geht in diesem Konflikt nicht um Demokratie und Menschenrechte.Es geht um Schürfrechte ,und um Hegemonialinteressen,denen Russlands Planungen einer eurasischen Zoll-und Handelsunion ein Dorn im Auge sind.Auch,das China,Indien und Andere mit den Russen Milliardendeals abschliessen und ihre Öl-und Gaslieferungen nun nicht mehr in Dollar,sondern in Landeswärung bezahlen,ist mit den US-Interessen ,die einzige Weltmacht zu sein, nicht vereinbar.Und darum wird nun alles versucht ,über die Ukraine auch Russland zu destabilisieren,und Putin zu dämonisieren.Unsere Medien sind dabei willige Helfer.
Natürlich war es im Interesse Russlands den Marinestützpunkt in Sewastopol auf der Krim zu sichern.Daher betrieb man die Abspaltung und Angliederung an die Russische Föderation.Mit einer halbwegs verlässlichen Regierung,statt der US-gestützten Putschregierung,wäre dieser Schritt nicht nötig gewesen.Man muß solche Hintergründe verstehen,damit klar wird,das die Destabilisierung der Ukraine gar nicht im russischen Interesse sein kann.Natürlich,es gibt vieles an Putin und Russland,und seinen Regierungsstil zu kritisieren,ein Kriegstreiber aber ist Putin nicht.die Kriegstreiber sitzen woanders,und sie haben wohl ihr Ziel jetzt erreicht:einen neuen kalten Krieg.Und während in den Rüstungskonzernen jetzt die Sektkorken knallen,geht bei den Menschen die Sorge um,das es ein heisser wird.Die Politik verblendeter Kriegstreiber hat uns nun um 30 jahre zurück geworfen.Oder stimmt es doch,was Chaplin einmal sagte:
"Wir haben die Geschwindigkeit erfunden ,aber innerlich sind wir stehen geblieben.Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet,und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt"
 Hat sie das wieder?

Zum besseren Verständnis der Hintergründe des Konflikts und der Hetze unserer Medien hier noch eine Buchempfehlung:
 Mathias Bröckers/Paul Schreyer:Wir sind die Guten-Ansichten eines Putin-Verstehers,oder wie uns die Medien manipulieren

Dienstag, 2. September 2014

Erster Gedenktag für die Opfer der Agenda 2010