Donnerstag, 16. April 2015

Schuld sind immer die Anderen

Nachdem auch neuere Zahlen das offenkundige Scheitern der "Reformen" in Griechenland belegen, stricken Schäuble und die deutschen Medien an einer neuen "Dolchstoßlegende", und verdrehen die Wahrheit, indem sie wahrheitswidrig behaupten, Griechenland wäre auf einem guten Weg gewesen.  Syritza  hätte jedoch die "Reformerfolge" zunichte gemacht, und sei daher Schuld an der miserablen Lage Griechenlands. Dabei belegen auch frühere  Zahlen klar und eindeutig , das die von der illegalenTroika unter deutscher Federführung aufoktroyierten Kürzungsdiktate,im Deutsch-Orwellschen Neusprech auch "Reformen genannt,ursächlich für den Niedergang der griechischen Wirtschaft und die dramatische Lage an der Ägäis sind, somit auch die Bundesregierung, die sie durchgesetzt hat, die Hauptverantwortung für die griechische Tragödie trägt.

Es war die Syritza-Regierung, die von Anfang an festgestellt hatte, das Griechenland de facto pleite ist und es auch 2010 schon war. Doch weil Banken,Hedgefonds und Versicherungskonzerne, welche sich verzockt hatten, gerettet werden mussten , wurde 5 Jahre lang eine Karteileiche künstlich am Leben gehalten, und wird sie nun, um jede politische Alternative zu unterdrücken.
Syritza hingegen, wollte und will eine geordnete Insolvenz, verbunden mit einem Teilschulderlass,Stundung der Restschulden, und Reformen zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung und Korruption, dementsprechend Aufbau einer schlagkräftigen Steuerverwaltung, sowie Konjunkturelle Maßnahmen, wie höhere Löhne, Renten und Sozialleistungen, dazu öffentliche Investitionen in die kaputt gesparte Infrastruktur, um so die Wirtschaft wieder auf die Beine zu bringen,und damit das Geld erwirtschaften zu können,um die verbleibenden Schulden abzuzahlen.

Doch weil dies die endgültige Bankrott-Erklärung der bisherigen, von den marktgläubigen deutschen Religioten in Politik, Medien und Wirtschafts-Instituten, zur Religion erhobenen "Reformpolitik"  wäre, wird nun, da sich die griechische Regierung den deutschen Disziplinierungsversuchen immer noch widersetzt, in Orwellscher Manier das Versagen ihrer Ideologie zur Zerstörung der Reformerfolge durch Syritza umgedeutet, und demnächst in den meisten Medien unkritisch nach geplärrt.Getreu dem Orwellschen Motto:"Wenn die Lüge möglichst oft und von verschiedenen Stellen wiederholt wird, geht wird sie irgendwann zur Wahrheit.

Und um eine Lüge handelt es sich hier.Eine unverschämte Lüge und völlige Wahrheitsverdrehung,die zeigt, wie skrupellos deutsche Politik und Medien sind, und mit welch krimineller Energie sie vorgehen, wenn es darum geht, ihre längst gescheiterte Ideologie zu retten, und gleichzeitig eine,ihnen missliebige Regierung zu diskreditieren. So wird die deutsche Arroganz und Ignoranz zum Sargnagel Europas.

Mittwoch, 8. April 2015

Volle Hosen bei der EU

Das muss man Alexis Tsipras lassen.Ein sauberer Coup war das mit seiner Russland-Reise, und das noch bevor er sie angetreten hatte."Umstrittene Russland-Reise",nennen sie unsere Medien manipulativ. Albrecht Müller hat das Nötige dazu geschrieben.

 Deutsche EU-Vertreter und Medien verfallen in Schnappatmung, und haben die Hosen voll,angesichts der Tatsache ,das es Tsipras tatsächlich wagt, entgegen der Anweisung von Mutti doch mit dem Schmuddelkind Putin zu spielen.Getreu dem alten Schachmotto, das die bloße Drohung oft gefährlicher ist als ihre Ausführung, treibt den führenden deutschen Europa-Politikern, nebst Dauerbespeichlern allein die Möglichkeit einer Griechisch-Russischen Zusammenarbeit, die Griechenland obendrein noch unabhängig von Troika-Krediten machen könnte( nicht auszudenken, wenn das im übrigen Südeuropa Schule machen würde),Angstschweiß auf die Stirn, wie ihre Sprüche zeigen.

Hier dazu mehr
Interessant, wenn man da von Geschlossenen Reihen liest, und von " Weltmacht unter deutscher Führung"
Deutsche Weltmachtträume,Europa unter deutscher Führung, das hatten wir doch schon mal. Am 8.Mai erinnern wir uns an das Ergebnis.

Diese Pläne könnten aber nun durch eine griechisch-russische Zusammenarbeit scheitern, weil das geschlossene Europa am südlichen Rand auszufransen droht.
Allerdings ist die EU und besonders Deutschland daran selbst Schuld. durch Ignoranz griechischer Interessen und den Versuch, die griechische Regierung zur Fortsetzung einer Verheerenden Politik gegen das eigene Volk zu erpressen ,hat man den griechischen Ministerpräsidenten geradezu zu diesem Schritt getrieben, getreu der Bremer-Stadtmusikanten-Losung "Etwas besseres Tod finde ich überall", sich nach anderen Partnern umzusehen.

Es dürfte spannend werden.Ob Tsipras nun ein Abkommen mit Russland trifft oder nicht,er wird in jedem Fall bei der EU demnächst eine bessere Verhandlungsposition haben,denn er kann nun eine Alternative vorweisen.Und auch die US-Regierung, die übrigens,die  Deutsch-initiierte Austeritätspolitik der EU scharf kritisiert, wird hierdurch den Druck auf die Bundesregierung verstärken, von diesem Kurs abzugehen,zumal auch ihr eine russisch-griechische zusammenarbeit nicht Recht sein kann.Somit kann man jetzt schon sagen, das Tsipras mit seinem Besuch bei Putin die deutsche Position in Europa schwächt.

Und noch einmal zum Thema, weil so gut:

Die Anstalt vom 30.3.2015

Freitag, 3. April 2015

Gemeinsam für Frieden und eine neue Entspannungspolitik!



Aufruf zum Bremer Ostermarsch





Der Ostermarsch der Friedensbewegung hat eine jahrzehntelange Tradition und bleibt aktueller denn je. Internationale Atom-Experten sagen: Es ist 3 vor 12! Nie sei die Gefahr eines atomaren Krieges, der den ganzen Globus in Finsternis versetzen wird, so groß gewesen wie jetzt. Dessen ungeachtet werden Sank-tionen verschärft und Waffenlieferungen in die Ukraine angekündigt, was die Situation weiter zuspitzt. Wir sind in großer Sorge, was werden wird. Die NATO hat bereits 1999 gegen Jugoslawien einen Luftkrieg geführt. Ihre Mitgliedstaaten waren und sind an den Kriegen in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien und ande-ren Ländern beteiligt.
Die Zusagen im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung zu einem Verzicht auf eine Osterweiterung der NATO wurden nicht eingehalten. Das westliche Militärbündnis hat sich Schritt für Schritt den Grenzen Russlands genähert. Mit dem UkraineKonflikt ist eine explosive Situation entstanden, die Europa an den Rand eines neuen Krieges treibt.
Politiker wie Bundespräsident Gauck, Außenminister Steinmeier oder Verteidigungsministerin von der Leyen erklären offen, Deutschland müsse seine Interessen auch mit militärischen Mitteln durchsetzen. Bei den Auslandseinsätzen geht es nicht um den Schutz der Menschenrechte, sondern um politischen Einfluss und den Zugang zu Rohstoffen und Märkten.
Der aktuelle Aufbau der so genannten NATO-Speerspitze - wobei die Bundeswehr eine Schlüsselrolle übernimmt - wird nicht mehr Sicherheit schaffen, weder in Osteuropa noch sonst wo.
Dies dürfte auch die Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Wenn die NATO-Forderungen nach Erhöhung der Militärausgaben umgesetzt werden, belastet das den Bundeshaushalt zu Ungunsten von Sozialem und Bildung.
Im 70. Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Faschismus, der millionenfachen Tod gebracht hat, sehen wir Deutschland in der Verantwortung, sich für eine neue Friedens- und Entspannungspolitik ein-zusetzen. Wir fordern zum diesjährigen Ostermarsch:

● Diplomatie statt Waffen! Gegen die drohende Gefahr eines Atomkrieges um die Ukraine. Waffenstillstand sofort und Abbau der Konflikt verschärfenden Sanktionen! Stärkung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zur Schaffung eines Sicherheits- und Friedenskonzeptes. Frieden in Europa ist nur mit Russland möglich!

 ● Beendigung aller deutschen militärischen Auslandseinsätze!

 ● Verzicht auf die Anschaffung von Killerdrohnen und Schließung der US-Kommandozentralen in Deutsch-land für den Drohnenkrieg!

● Endlich Schritte zur weltweiten und vollständigen Vernichtung der völkerrechtlich geächteten Atomwaffenarsenale! Sofortige Beendigung der „nuklearen Teilhabe“ der Bundeswehr (deutsche Piloten trainieren in der Eifel den Abwurf dort gelagerter amerikanischer Atombomben)!

● Schluss mit den Rüstungsexporten – auch über Bremische Häfen - und gesetzlich geregelte Umwandlung von Rüstungs- in Zivilproduktion – auch für Bremer Rüstungsbetriebe.

● Großzügige Aufnahme von Menschen, die vor Kriegen und ihren Folgen fliehen und bei uns, auch als Deserteure, Schutz suchen. Rettung der Flüchtlinge im Mittelmeer!
Übernommen vom Bremer Friedensforum


Selber werde ich, dienstlich verhindert, nicht mitgehen,aber wie jedes Jahr, gebe ich diesen Aufruf gern weiter, denn gerade in diesen Tagen ist eine starke Friedensbewegung wichtiger denn je.Nie wieder Krieg!, Nie wieder Faschismus!,muss wieder Leitlinie internationaler Politik werden.

Übersicht über die Ostermärsche der Friedenbewegung