Donnerstag, 8. September 2016

Was ist denn eigentlich in der Linkspartei los?

Sehr interessantes Interview mit Prof. Dr. Ekkehard Lieberam ,Politik-und Sozialwissenschaftler aus Leipzig,zum Zustand der PDL und der Frage von Regierungsbeteiligungen und den Konsequenzen des MV-Wahlergebnisses, bei
AKL(Antikapitalistische Linke

Kommentare:

  1. Hallo Thorsten, danke für den Wink mit dem Link. Wichtigste Passage für mich: "Eine sich in ihnen entwickelnde breite Sozialschicht von Berufspolitikern und Parteiarbeitern richtet die Partei auf ihre pekuniären und machtpolitischen Interessen aus und wird Träger einer „Integrationsideologie“. Diese Sozialschicht ist „an der verwaltungsmäßigen Fortführung der Partei in der gegebenen Existenzweise“ interessiert und sie denkt „konservativ im Rahmen dieser Aufgabe, ohne über eigene Situation in der Gegenwart hinaus denken zu wollen und zu können.“

    Was mir jedoch wieder einmal fehlt, ist die Erörterung der Frage, wie die Herausbildung einer solchen "Sozialschicht" bekämpft bzw. verhindert werden kann. Nur allein mit klugen Worten ist das nicht zu bewerkstelligen. Auch den "Widerständlern" in der LINKEN fehlen nach wie vor Mut und Wille zu einer radikalen Demokratisierung der Partei. Dies ist m.E. aber der einzige Weg, um eine echte und und vor allem dauerhafte Veränderung zu erreichen. Die "Regierungslinken" wissen das und scheuen diese Diskussion wie der Teufel das Weihwasser. Umso wichtiger wäre es von daher, die AKL und andere Gruppierungen brächten sie endlich in Gang.

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    1. Und immer wenn man denkt, es geht nicht schlimmer, kommt Genosse Höhn mit einem neuen Strategiepapier... Hört, hört, "Potenzial für 16 Prozent" gibt es also für die LINKE. Was für eine bahnbrechende Erkenntnis! Ich könnte ihm sagen, dass es sogar noch viel größer ist. Um es zu mobilisieren, darf eine Wahlstrategie allerdings nicht darin bestehen, der SPD und den Grünen in ihre Allerwertesten zu kriechen. Aber dafür wäre natürlich Voraussetzung zu erkennen, dass beide schon lange politische Gegner sind und höchstens noch punktuell zu Bündnispartnern taugen. Mit systemtragenden Parteien darf sich eine LINKE, die diesen Namen zu Recht tragen will, jedoch nicht ins Bett legen. Wer dies fordert, kann froh sein, wenn er noch 8 Prozent bekommt.

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    2. Hallo Dirk

      Kann dir nur zustimmen.Höhn und Co müssten eigentlich gemerkt haben, das die SPD nicht einen Jota vom Hartz-Terror abweichen will.Im Gegenteil, Andrea Nahles, die irgendein Witzbold mal das "linke Gewissen" der SPD genannt hat, will Hartz IV jetzt noch verschärfen, und noch mehr Überwachungsmöglichkeiten und Sippenhaftung einführen.
      Darüber hinaus zeigt allein das Anwamsen während der Generaldebatte im Bundestag,das die Grünen unbedingt endgültig zur neuen FDP werden,und zu Mutti ins Koalitions-Bett.Sie werden dann wohl auch so enden wie die Spaß-Partei.
      Eine Basis für RotRotGrün sehe ich daher keine Basis.Statt sich mit realitätsfernen Regierungsspinnereien selbst ins Knie zu schießen, sollte man sich erst einmal darauf konzentrieren, mit möglichst starker Fraktion in den Bundestag einzuziehen.Zusätzlich sollte man verstärkt auch mit der Ausserparlamentarischen Opposition, also mit Gewerkschaftern, Aktivisten gegen Hartz IV ,Friedensaktivisten, etc. vernetzen.dies ist umso wichtiger ,weil es auch gilt ,dem Trend entgegen zu arbeiten, das die PDL zunehmend als Teil des politischen Establishments wahr genommen wird, und mit "Regierungsfähigkeit wird man diesen Trend noch verstärken.
      Schönen Abend noch,
      der Doctor

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