Dienstag, 30. Juli 2013

Warum grade die Gewerkschaften der SPD den Rücken kehren müßten

Es ist Tradition,das SPD und Gewerkschaften miteinander verbündet sind,doch was ist das für ein Verbündeter,der mit der Agenda 2010 und den Hartz-Gesetzen,das größte Gewerkschaftsschwächungs-und Bekämpfungsprogramm in der Nachkriegsgeschichte dieses Landes beschlossen hat.
Die sogenannte"Flexibilisierung" des Arbeitsmarktes ,mit Deregulierung der Leiharbeit,Werksverträgen u.ä.,sowie die Hartz-Gesetze hatten nie den Zweck Arbeitslosigkeit zu bekämpfen,sondern nur ,diese zu verwalten und die Löhne in den Keller zu drücken,und zwar durch
a)Zwang,mittels Sanktionen,jede Drecksarbeit zu jedem Hungerlohn anzunehmen(man könnte durchaus von einer Form der Zwangsarbeit sprechen)
b)Erpressbarmachung derjenigen,die noch Arbeit haben,durch die Drohung,selber diesem unmenschlichen Sanktions- und Ausgrenzungssystem zum Opfer zu fallen
Die Folgen für die Gewerkschaften sind sinkende Tarifbindung,sowie schwindene Mitgliederzahlen.Nun mag das vorgenannte ja an diesen Folgen nicht allein Schuld sein,Gewerkschaftsfunktionäre ,die die Ideologie von der Lohnzurückhaltung unkritisch nachplappern oder sich mit der Kanzlerin kuschelnd ablichten lassen ,sind sicher der Gewerkschaftssache auch nicht dienlich,,aber es ist dafür verantwortlich,das die Gewerkschaften mit dem Rücken an der Wand stehen.Umso unverständlicher ist es dann,das sie SPD-Politiker,die an der Agenda-und Hartz-Politik mitgewirkt haben, und heute noch stolz darauf sind,auf ihre 1.Mai veranstaltungen einladen und mit ihnen noch den Schulterschluß üben.So macht man sich bei der Basis unglaubwürdig.
Es ist nicht nachvollziehbar,warum sich die Gewerkschaften an diese SPD immer noch in Nibelungentreue klammert,die doch dermassen Politik gegen sie gemacht hat.Auch die roten Parteibücher einiger DGB-Funktionäre können dafür nicht Rechtfertigung sein.
Wollen die Gewerkschaften an Glaubwürdigkeit gewinnen,dann müssen sie sich von der SPD lossagen,zumal eine Abkehr vom agenda-Holzweg nicht erkennbar ist.Lediglich an kleinen Stellschräubchen wollen sie drehen,abgesehen davon,das das unzureichend wäre ,ist es auch unglaubwürdig,da sie den Antrag der Linken auf Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen abgelehnt, und somit  bewiesen hat,das sie nicht mal im Ansatz daran denkt.Hand an die Hartz-Gesetze zu legen.Es bedürfte wohl auch nur eines Hetzartikels in Springers Krawallblatt mit den Vier großen Buchstaben und, Ich-treffe -jeden-Fettnapf,Steinbrück wird sofort den Schwanz einkneifen.
Also Gewerkschaften!Macht euch selber mal Gedanken ,ob ein Bündnis mit dieser SPD noch im Interesse derer ist,die ihr vertreten sollt und damit auch in eurem Eigenen.Es gilt sich aus der Paralyse durch die Hartz-Gesetze zu lösen,und das geht nur,wenn man sich von deren Verursacher löst.

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