Dienstag, 8. Oktober 2013

Lampedusa-Die Schande Europas

Wenn man in diesen Tagen nach Lampedusa schaut,kann man nur beschämt und angewidert den kopf schütteln.Die Italienische Insel ist Schauplatzeiner entsetzlichen Tragödie.Ein Schiff mit Flüchtlingen ist an ihrer küste gesunken.Über 200 Tote hat man schon geborgen und weitere sollen noch im Bauch des gesunkenen Schiffes sein.Diese Menschen sind Opfer der restriktiven EU-Flüchtlingspolitik,die die Mittelmeeranrainerländer zwingt alle Flüchtlinge aufzunehmen,anstatt das sie gleichmäßig auf die EU-Staaten verteilt werden.Doch wie sollen diese länder dieses Problem bewältigen ,wenn sie gleichzeitig unter brutalen Austeritätsdiktaten ächzen.
Besonderen Aanlass zum Fremdschämen bot wieder einmal Innenminister Friedrich,dem hierzu nichts anderes einfiel,als die Forderung härter gegen die Schleuserkriminalität vorzugehen.Nun ist diese Forderung nicht völlig falsch,sie ist aber letztendlich nur ein herumdoktern an Symptomen.Die Schleuserbanden sind sind ein Produkt des Problems ,nicht seine Ursache und diejenigen,die Flüchtlingsgesetze verabschiedeten,ihre Helfer.Der Verweis auf die Schleuser kann daher nur als plumpes Ablenkungsmanöver verstanden werden.
Wer das Flüchtlingsproblem lösen will,der muß an den Ursachen ansetzen und das heisst,das erstens mal das Flüchtlingsrecht reformiert werden muß, in der Richtung,das grundsätzlich alle EU-Staaten Flüchtlinge aufnehmen müssen.Man kann die südeuropäischen Staaten mit diesem Problem nicht allein lassen ,schon gar nicht,wenn man sie vorher mit brutalen Spardiktaten ins Elend gestürzt hat.
Zweitens muß der Flüchtlingsstrom eingedämmt werden.Dies geht nur,wenn man diesen Menschen in ihrer Heimat ein besseres Leben gibt.Nötig hierzu wäre:
  • Die Kriegstreiberei beispielsweise gegen Syrien beenden und zu friedlichen Konfliktlösungen beitragen.Man kann nicht einen Bürgerkrieg mit hunderten Toten täglich mitschüren und dann den Flüchtlingen aus dem Kriegsgebiet die Tür zuschlagen.
  • Damit aufhören ,afrikanische Staaten mit Eu-subventioniertem Billg-Fleisch und-Geflügel zu überschwemmen und damit unzählige Bauern und Händler in den Ruin treiben,die dann vor der Wahl stehen,sich und ihre Familie entweder mit Verbrechen zu ernähren oder aus dem Elend nach Europa zu flüchten.Statt dessen diesen Ländern erlauben europäische Waren durch Zölle zu verteuern und ihnen damit die Chance zu geben eigenständige Märkte aufzubauen.Was unseren Unternehmen dann im Export verloren geht kann man über den Binnenmarkt ausgleichen.Notwendig hierzu ist allerdings Schluß zu machen mit Lohn-und Sozialdumping.Wir sehen hier sehr schön den Zusammenhang zwischen unserem Exportwahn und der Verelendung anderer Regionen in der Welt.
  • Ebenso aufhören rücksichtslos afrikanische Küsten leer zu fischen und damit einheimischen Fischern die Lebensgrundlage zu entziehen.
Wir erzeugen durch unsere rücksichtslose,egoistische Wirtschaftspolitik und dem unnötigen Schüren von Konflikten, Elend in Afrika und anderen Regionen.aber den Opfern dieser Politik schlagen wir hier die Tür zu und sind auch nicht bereit ihr Leiden zu lindern in dem wir ihnen in ihrer Heimat ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.Es ist höchste Zeit zum umdenken.Die Opfer von Lampedusa mahnen.

Weites lesenswertes zum Thema.

http://opalkatze.wordpress.com/2013/10/06/lasst-sie-doch-ersaufen-zur-abschreckung/ 
http://opalkatze.wordpress.com/2013/10/08/fernsehtipp-festung-europa-arte-heute-22-15-uhr/ 
http://mantovan9.wordpress.com/2013/10/06/update-lampedusa-das-kains-mal/ 
http://menschenrechte.eu/index.php/meldung-im-detail/items/lampedusa.html 

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