Montag, 8. Juni 2015

Elmau-Vor Obama buckeln, auf Griechen treten

Ja ,sie ist also vorbei die Schow-Veranstaltung  auf Schloss  Elmau in Bayern.Merkel warf sich vor Obama in den Staub , danach ging es zu Weißwurst, Bier und Folklore.Wurde noch was beschlossen? Nicht wirklich.Man hat mal eben geredet über den bösen Russen  , über Griechenland und anderes .Über Geheimdienste? No Spy-Abkommen? Aber nicht doch! Von Anfang an hatte Mutti klar gemacht, das nicht mal über die Suchwort-Liste gesprochen wird, und erläutert , warum das Schmuddelkind Putin nicht mitspielen darf.

Das alles geschah unter fast vollständigem Ausschluss der Öffentlichkeit. 20.000 Polizisten wurden zur Bewachung des Gipfels aufgeboten.Proteste in Nähe des Gipfelortes wurden vorsichtshalber verboten. noch Samstag hatte ein bayrisches  Höchstgericht verfügt:Proteste dürfen weder in Hör- noch Rufweite geäußert werden.Nein, Nein, es ist nicht das Reich des bösen von Putin, wo es ja keine Meinungsfreiheit gibt,auch nict Nord-Korea, es ist das "Vorbild eines demokratischen Staates", Deutschland mit den westlichen Werten.
Eigentlich merkwürdig, das sich die "Vertreter der westlichen Wertegemeinschaft und Hüter der Demokratie" mit höchsten Sicherheitsvorkehrungen vor dem Gemein-Volk verschanzen müssen, und selbst, wenn sie zu Trachtengruppen gehen, noch Bodyguards brauchen, während ein Putin so ohne Weiteres in Moskau spazieren gehen könnte(lass ihn sein, wie er ist).

360 Millionen kostete den deutschen Steuerzahler dieses Vergnügen.Dies entspricht genau dem Betrag, den Griechenland bisher an Kreditzinsen an Deutschland gezahlt hat.Doch doch, wir haben denen kein Geld geschenkt, wir haben es ihnen geliehen, und kassieren dafür Zinsen.Finanzieren damit also keine "überhöhten Renten " und ähnliche Geschenke für "faule Griechen".Und damit wären wir bei den Griechen, denen gegenüber Merkel eiserne Härte zeigt, und nichts unversucht lässt, sie in die Knie zu zwingen, denn für Spanier und Portugiesen muss ein Exempel statuiert werden, bevor die auch noch linke Regierungen wählen.

Und nun ist man sauer, das die Griechen die "Reformvorschläge" der Bundesregierung abgelehnt haben, die im Grunde darauf hinausliefen,die brutalen Austeritäts-Diktate noch härter fort zu führen.
Und so etwas  nennt man in Berlin dann "Kompromiss".
Nun sind sie sauer, und wollen das "Experiment" beenden.So ,es war also ein Experiment! Aber das hätte man sich auch denken können, das es hier um ein Experiment ging, wie sehr man ein Volk drangsalieren kann.Und wenn es geklappt hätte , wäre hier der Ruf nach einer Agenda 2020 laut geworden.Doch diese blöden Griechen nahmen das mit der Demokratie ja wörtlich, und wählten diese blöde Syritza an die Macht.

Die nackten Zahlen belegen, das die Kürzungspolitik gescheitert ist. und ihre Folgen sind verheerend. Griechenland wurde um Hundert Jahre zurück geworfen und in eine humane Katastrophe gestürzt.Doch das stört unsere Politiker nicht.Unbeirrt wird an der falschen Politik festgehalten.
Der Denkfehler bei der rigiden Sparpolitik ist der, zu glauben, das man Staatshaushalte nach BWL-Logik führen müsste, wie Privatbetriebe oder Privathaushalte.Das geht jedoch an jeder Realität vorbei.Der entscheidende Punkt ist nämlich,das der Staat der größte Nachfrager der Wirtschaft ist, somit Ausgabenkürzungen sich negativ auf die Wirtschaft auswirken müssen, was in Griechenland ja auch belegt wurde:
-öffentlicher Dienst um 30% geschrumpft
-Löhne und Renten massiv gesenkt
-allen Enden Ausgaben gekürzt
Fazit:
-Wirtschaft am Boden
-explodierende Arbeitslosigkeit
-höhere Schulden
die Untauglichkeit öffentlicher Ausgabenkürzungen zur Haushaltssanierung ist somit hinlänglich belegt.


Gerade auch an der Reaktion von EU-Parlamentspräsident Schulz kann man sehr schön die masslose deutsche Arroganz und Selbstherrlichkeit erkennen.Die Frage ist da nur:Wer ist hier eigentlich verbohrt?
Doch getreu dem Motto:"Es muss doch wirken!", wird einfach eine höhere Dosis verordnet. Kennen wir aus dem Mittelalter:wenn der Aderlass beim ersten Mal nicht wirkte , wurde einfach weiter zur Ader gelassen, so lange , bis der Patient tot war.

Wie beschränkt oder ideologisch verbohrt muss man sein, um zu glauben, das ein Konzept, das derartig desaströse Folgen hat, in erhöhter Dosis zum Erfolg führen könnte?Das erinnert mich an jemanden, der versucht ein Feuer mit Spiritus zu löschen, und als das nicht funktioniert, noch Benzin hinterher kippt.
Bei den Indianern heißt es:”Wenn du merkst, das du ein totes Pferd reitest, steig ab” ,und dieses Pferd ist schon am Verwesen, aber Merkel,Schäuble und Gabriel geben ihm weiter die Sporen und schreien “Hüh!”.Dümmer geht´s nimmer!

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