Sonntag, 9. August 2015

Ein Moment, in dem ich stolz bin, in Ver.di zu sein


„Wie“, werden sich jetzt einige fragen „Stolz, DGB-Gewerkschafter zu sein?“ Doch doch, wenn ich nun sehe, wie die Basis von Ver.di, GEW und DBB dem unzureichenden Schlichterspruch  mit großer Mehrheit eine Abfuhr erteilt hat, sehe ich wieder mal, das das Problem der Gewerkschaftsbewegung mit Sicherheit nicht bei mangelnder Kampfbereitschaft der Basis zu suchen ist.

Wer Bsirskes eher gequälten Gesichtsausdruck auf der Presse-Konferenz gesehen hat, der ahnt, das der Ver.di- Chef sicher gern etwas anderes verkündet hätte. Dieses ergebnis ist eine Niederlage für ihn, der den Schichterspruch annehmen wollte, nach schon der Tarifausschuss die Zustimmung verweigert hatte.Natürlich kommt er nun kämpferisch, und spricht von einem Auftrag der Basis den Streik wieder aufzunehmen, falls die Arbeitgeber nicht draufsatteln. Damit versucht er den Ball in die Hälfte der Arbeitgeber zu spielen, doch das ist falsch.


 Nicht nur die Arbeitgeber-Seite, die nach bewährtem Muster gejammert hat, das mehr nicht finanzierbar wäre, auch Bsirske muss liefern, nämlich, indem er entsprechend hart verhandelt, und sich nicht mit einem faulen Kompromiss abspeisen lässt,möchte er weiteren Mitgliederschwund verhindern. Der Auftrag der Basis ist ganz klar, einen Abschluss hin zu bekommen ,der wirklich eine deutliche Verbesserung bedeutet. Es mag für die Arbeitgeber, aber auch für die DGB-Spitze ein ungewohntes Gefühl sein, das sich die Basis nicht mehr mit Brosamen abspeisen lassen will, aber es ist ein gutes Signal der Kollegen vor Ort.

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