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Sonntag, 2. Dezember 2018

Sonntagsserie-Der Zwerg,der aufmüpfig wurde-Teil 12

Hier ist das Finale der kleinen Sonntagsserie.Ich hoffe,die Geschichte hat euch gefallen

Zwölftes  Kapitel


Vom Erfolg der Geheimdiplomatie

In Berlin, traf sich Reto  Schwätzli mit der Kanzlerin in einem Hotelzimmer.
“Also ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was sie von mir wollen. Ich weiß nichts von einem Paul Heimlich oder Gülleberg.“, sagte sie
„Sicher“, grinste  der Schweizer, „Das hat ja auch ihr Staatssekretär, Herr Stabel eingefädelt, selbstverständlich ohne ihr Wissen. Ach, das hier“ Er nahm einen Stapel Papiere aus seiner Aktentasche , „sollten sie sich mal durchlesen. Sehr interessant. Ich kenne einige Leute bei gewissen Boulevard-Magazinen, die so eine Story sicher sehr interessieren wird.“
„Äh, ich werde mir das mal ansehen. Aber warum sind sie so an diesem Gülleberg interessiert?“

„Sagen wir , wir versprechen uns einigen Gewinn von dieser Partnerschaft“
„Und welchen Vorteil sollen wir davon haben, wenn wir ihnen ihre Unabhängigkeit lassen?“
„Nun, wenn sie es richtig machen, werden sie sicher bereit sein, ein gewinnträchtiges Handelsabkommen mit ihnen zu schließen, nur dazu müssen sie zunächst mal diesen Heimlich zurück pfeifen.“
„Ich kenne keinen Heimlich, aber ich werde mal mit dem Staatssekretär reden. Wie war noch sein Name? Ah, Ja Stabel.“  
„Sehr gut, tun sie das. Am Besten sofort, sonst könnte es Morgen gewisse Schlagzeilen geben“
„Ich werde sie benachrichtigen.“


Die Kanzlerin verlies das Zimmer, und lies einen zufriedenen Schwätzli zurück.

*
Martin machte sich auf den Weg zum Rathaus, gemeinsam mit der, einzigen, Militäreinheit. Er hatte ein sehr mulmiges Gefühl im Bauch. Ihm war klar, dass hier ein irrationaler Krieg entfesselt werden könnte.
Das besetzte Rathaus kam in Sicht, und es schien, als wäre ein Zusammenstoss unvermeidlich.
*
Mummsen, Fürst Jan, und die anderen Regierungsmitglieder, saßen in Mummsens Büro, und warteten. Etwas anderes konnten sie nicht tun. Von unten drang der Lärm der Demonstranten herauf. Sie schienen das Mobiliar zu zerschlagen.
„Ich fürchte, Schwätzli kommt zu spät“, meinte der Bürgermeister.“
„Ja, vielleicht haben wir wirklich dem Falschen vertraut“, stimmte Jan zu „Wollen wir das Ganze jetzt beenden, und den Staat auflösen?“
Da klingelte das Telefon, und fast zeitgleich, unten ein Handy.

*
Plötzlich begann die Demonstration sich aufzulösen. Die Aufständischen verließen friedlich das Rathaus, und bestiegen einen Bus ,der in diesem Moment vorfuhr.
Aus dem Funkgerät kam eine Durchsage, das der Einsatz beendet war, auch die Polizei zog sich zurück. Martin schwante, das auch seine Mission hier beendet war.
*
Einen Tag später kam die Kanzlerin zum ersten Staatsbesuch in Gülleberg an. Ein Handelsabkommen wurde geschlossen, nachdem die Bundesregierung den kleinen Staat auch offiziell anerkannt hatte.

Es begannen auch, Verhandlungen mit der EU, über eine privilegierte Partnerschaft. Zum Beitritt hatte man das Fürstentum nicht bewegen können.
Wie abgemacht, bekam der Bechard- Konzern fünfzig Prozent der Fürstenquelle in stiller Partnerschaft. Mummsen wurde Mitglied des Vorstandes, Jan des Aufsichtsrates. Fürst Jan dankte ab ,und heiratete Kathrin Gehrcke, mit der er sich in seinen Palast zurück zog. Gülleberg kam jetzt auch ohne Fürst aus.

Stabel blieb Staatssekretär für sonstiges , blieb aber für größeres bereit. Irgendwann musste die DDR -Tuse doch auch mal abtreten. Heimlich tauchte wieder unter , und man hörte nichts mehr von ihm, aber wenn wieder ein Agent Provokateur geraucht wird, wird er sicher da sein.
Martin kehrte nach Berlin zurück, quittierte seinen Dienst, und wurde Privatdetektiv, weil er diesen Sumpf nicht mehr mitmachen wollte.

So bestand der kleine Staat Gülleberg die erste große Bewährungsprobe, und bewahrte seine Unabhängigkeit.
Tja, und wenn nicht irgendwelche Konzerne oder Politiker wieder irgendwelche Intrigen spinnen, weil sie den Hals nicht voll bekommen kann, dann wird er es auch weiterhin tun.

ENDE



Sonntag, 18. November 2018

Sonntagsserie:Der Zwerg,der aufmüpfig wurde-Teil 11

Elftes  Kapitel


Handelt von der ersten harten Bewährungsprobe für den jungen Staat


„Nun, wie sieht das Ergebnis aus?“, wollte Kalle Mummsen wissen.
 „Tja“, meinte Hein. Nach dreifacher Zählung gibt es eine Zwei Drittel-Mehrheit für die Annahme der Offerte.“
„Gut, Jan und ich werden uns umgehend mit diesem Schwätzli treffen. Die Sitzung ist hiermit beendet.“

Am nächsten Morgen staunte Mummsen nicht schlecht, als er auf dem Platz vor dem Rathaus eine große Menschenmenge  mit Plakaten und Transparenten antraf, die mehr Demokratie ,und die Abdankung des Fürsten verlangten. Eilig durchschritt er die Menge, betrat das Rathaus ,und suchte sein Büro auf, wo Schwätzli und Jan auf ihn warteten.

„Was ist denn das für ein Auflauf da draußen?“ ,fragte er Jan nach der Begrüßung.
„Das ,was man erwarten konnte“, antwortete Schwätzli an Jans stelle „Dahinter steckt ein gewisser Paul Heimlich, ein ehemaliger BND-Agent. Spezialist für Infiltration und Erzeugung ,künstlichen Aufruhrs.“
„Woher wissen sie das alles?“
„Oh, wir haben unsere Quellen in Berlin.“

„Und was sollen wir jetzt tun?“
„Zunächst mal die Polizei und ähnliches zurück halten. Lasst sie erst mal demonstrieren, das schadet ihnen nicht so sehr. Wenn sie restriktiv dagegen angehen, haben sie schon verloren.Das ist, genau, was Heimlich will. Die meisten Leute da unten dürften nicht mal Bürger ihres, äh…, Staates sein, sondern hier her gebrachte Agent Provocateurs. Sobald Ordnungskräfte auftauchen, werden sie alles tun, um Unruhe zu schaffen, und Heimlich hat gute Beziehungen zur Presse“

„Aber wenn sie auch ohne Polizei Krawalle anrichten, sollen wir sie einfach gewähren lassen?“
„Solange es nur Sachschaden ist, ja. dann können sie den schwarzen Peter immer den Demonstranten zuschieben. Im Übrigen haben auch wir unsere Verbindungen zur Presse. Ich werde, nachdem wir unseren Deal abgeschlossen haben, nach Berlin fahren, und mich mit Vertretern der Bundesregierung treffen, und sie mit dem konfrontieren, was wir über Heimlich wissen. Sicher werden sie es sich dann noch einmal überlegen, ob sie so weiter gegen sie arbeiten wollen. “

„Nun gut, die Regierung hat sich mit großer Mehrheit für die Annahme ihres Angebotes entschieden. Bringen wir es also hinter uns..“
„Eine sehr kluge Entscheidung “,meinte Schwätzli, und entnahm der Aktentasche, die er mitgebracht hatte einen Ordner, in dem  sich ein Dokument befand.
„Hier ist der Vertrag. „Wie sie sehen werden, enthält er die besprochene ,stille Teilhaberschaft. Sie werden feststellen ,das die Bedingungen sehr Fair, und wir in der Entlohnung der Aufsichtsratsposten nicht kleinlich sind.“

Mummsen und Jan nahmen das Dokument, und studierten es eingehend.
„Wenn sie einverstanden sind, möchte ich nunmehr um die Unterschrift bitten.“
Und der Präsident ,sowie der Fürst von Gülleberg unterschrieben den Vertrag, der dem Bechard -Konzern Anteile an der Gülleberger Fürstenquelle sicherte.
„Sehr schön“, war Schwätzli zufrieden, “Und nun fahre ich nach Berlin. Sie hören dann von mir.“ 

*

Bisher hatte Martin vor allem eines heraus gefunden ,nämlich das Gülleberg eigentlich keine Armee hatte, sondern sich diese erst noch im Aufbau befand. Er rang mit sich ,ob er dies nach Berlin melden sollte. Was ,wenn sie sich darauf hin entscheiden sollten, einzumarschieren?. Eine völlig unwirkliche Situation.

Ein eintretender Polizist riss ihn aus seinen Gedanken.
„Da findet ne´ Demo Statt vor dem Rathaus.“
„Sind sie gewalttätig?“, fragte der hinzutretende Konrad Bull
„Nein, bisher ist alles friedlich“
„Gut, einen Einsatzbefehl gibt es auch nicht. beobachten sie es weiter, und falls es Ausschreitungen gibt, geben sie Bescheid.“

*

Vor dem Rathaus koordinierte Heimlich seine Demonstration.
„Hat sich bis jetzt Polizei sehen  lassen?“ ,fragte er einen bulligen Kerl mit Bürstenschnitt neben sich.
„Bis jetzt nicht nennenswert. Sie lassen uns gewähren.“
„Vielleicht müssen wir den Druck noch ein bisschen erhöhen. Besetzen wir  den Eingang, und wenn das nichts bringt das Rathaus.“
Die Menge bewegte sich zum Rathauseingang, und begann Beschäftigte daran zu hindern ,ins Gebäude zu gelangen.

*

Drinnen berieten Mummsen, Fürst Jan, und Klimke, ob sie nun die Polizei aufmarschieren lassen sollten.
„Das können wir uns doch nicht länger ansehen“, sagte Klimke erbost. Das ist offener Aufstand“
„Ich habe dir doch gesagt, das die von außerhalb kommen, und uns provozieren sollten“
„Ja aber…“
„Wir warten noch, solange wir können.“

Die Tür wurde aufgestoßen, und Hein kam atemlos herein.
„Sie besetzen das Rathaus. sie sind schon im unteren Geschoß.“
Die anderen sahen sich mit bleichen Gesichtern an. Mummsen und Jan nickten einander zu, und dann zu Klimke.

„In Ordnung“, sagte Mummsen. Riegel die Aufgänge ab, danach diesen Raum, und dann ruf Bull an ,er soll mobil machen.Ich hoffe ,wir hören bald von diesem Schwätzli, sonst kommen wir wohl an Krawallen nicht mehr vorbei…


Sonntag, 11. November 2018

Sonntagsserie-Der Zwerg, der aufmüpfig wurde-Teil 10

Zehntes  Kapitel

Erzählt von Aufruhrbemühungen und den Beratungen über einen Pakt mit dem Teufel

In Berlin saß Staatssekretär Stabel mit dem Kanzleramtsminister zusammen.
„Nun, wie läuft es Stabel?“
 „Noch nicht so gut. Der erste Versuch ist fehl geschlagen. Diese Sozialisten waren doch vernünftiger als wir dachten, das konnten wir nicht ahnen. Aber wir bleiben dran.

 Im Moment werben wir ,natürlich verdeckt, ein paar Agent Provocateurs an,die Unruhe stiften sollen, das heißt Demonstrieren, und dann Ausschreitungen provozieren, damit wir der Regierung Güllebergs was ans Zeug flicken können. So von wegen antidemokratisch, brutales Niederprügeln von Demonstrationen und so“
„Und sie meinen, das funktioniert?“
„Heimlich hat Erfahrung in solchen Dingen.“
 „Gut gut, aber denken sie dran, auf uns darf kein Verdacht fallen. Wenn´ s schief geht: wir wissen von nichts“
„Wie immer“, brummte Stabel.
*
Im beschaulichen Gülleberg ging es in diesem Moment gar nicht so beschaulich zu. Im großen Saal des Rathauses, jetzt Sitz des Staatsparlamentes von Gülleberg, tagte die Regierung unter Leitung des Staatspräsidenten, früher Bürgermeister ,Kalle Mummsen.

Anwesend war auch Fürst Jan, der gerade seinen Bericht beendet hatte, von seinem Gespräch mit Reto  Schwätzli, und dessen Offerte, sowie dessen Behauptung von den Spionen.
Gerade meldete sich Ernesto Gebhard zu Wort:
„Auf unserer letzten Sitzung war so ein Typ, der fortwährend versuchte aufzuwiegeln, jedenfalls war das mein Eindruck. Er wohnt im Hotel „Zum Landblick“, in Klein-Gülleberg.“
„Meinst du, er könnte derjenige sein?“, fragte Mummsen „Dann sollten wir hin gehen, und ihn uns vorknöpfen.“

 „Wir sollten vorsichtig sein“, meinte Jan. „Wenn sie zu so etwas fähig sind ,dann auch noch zu ganz anderem.“
„Sollen wir ihn denn laufen lassen?“
 „Nein nein, erst Mal beobachten. Wenn wir ihn dann  irgendwie auf frischer Tat ertappen, hätten wir ein Druckmittel gegen die Bundesregierung“

„Kann man diesem Schweizer denn überhaupt trauen?“, wollte Wirtschaftsminister Klinke wissen, dem es sichtlich missfiel ,einen Teil des Gewinns aus der Heilwasser-Quelle abzugeben.
„Eine gute Frage. Ehrlich gesagt ,hundertprozentig traue ich ihm auch nicht. Er hat mir auch noch nicht gesagt, wie genau sie uns helfen wollen. Andererseits werden wir es wohl allein nicht schaffen, aber auch ich habe Bauchschmerzen, bei dem Gedanken Anteile an unserer Quelle abtreten zu müssen, auch wenn wir durch die Posten gut versorgt wären.“

„Vielleicht können wir fürs erste annehmen, und dann versuchen raus zu kommen“, meinte Mummsen.
 „Ob die das zulassen werden?“, gab Ernesto zu bedenken. „Aber versuchen können wir es.“
„Gut“, sagte Mummsen „Ich schlage vor, wir stimmen in geheimer Wahl darüber ab. Hein, bereite doch mal n´ par Stimmzettel vor und ne´ Urne.“
Der angesprochene Helfer entfernte sich, und kam bald wieder.

Die Wahlzettel wurden an die Anwesenden verteilt. „Also, jeder schreibt ja oder nein auf den Stimmzettel, je nach dem ,ob er zustimmt oder nicht, faltet ihn zweimal zusammen, und wirft ihn in die Urne. 
*
Am südlichen Grenzübergang ,herrschte an diesem Tag tiefe Ruhe. Die beiden Zöllner langweilten sich und beschäftigten sich mit Fensterputzen und Gartenarbeit. Da fuhr ein Reisebus mit Berliner  Nummernschild vor. Ein Mann stieg aus .
 „Guten Abend, Stabel, mein Name, ich wollte mit meiner Reisegruppe zur berühmten Gülleberger Fürstenquelle.“…


Sonntag, 4. November 2018

Sonntaagsserie-Der Zwerg, der aufmüpfig wurde-Teil 9

So, wo nun mein Rechner wieder heil ist,wieder ein Post mit der Fortsetzung meiner Sonntagsserie:

Neuntes  Kapitel

Willkommen im Intrigantenstadl

Viel hatte Martin nun nicht erfahren, aber es reichte, um einiges nach Berlin zu melden. Allerdings so viel war es auch nicht. die Armee von Gülleberg war nun wirklich nicht sonderlich Furcht einflößend, was man sich aber bei einem so jungen, kleinen Staat denken konnte. Es schien völlig unwahrscheinlich, das es nötig wäre ,dort einzumarschieren, aber wer wusste schon, was im Kopf dieser also kriegslüsternen Verteidigungsministerin vorging.
*
Paul Heimlich saß am Tisch  eines Cafes, ihm gegenüber ein unscheinbarer ,kahlköpfiger Mann,mit einer Sonnenbrille.
„Wie stellen sie sich das genau vor?“, fragte gerade der kahlköpfige
 „Nun, ich dachte an etwas Stimmungsmache, die mir die radikalen an die Seite bringen, und die öffentliche Meinung in Deutschland gegen die Regierung von Gülleberg aufbringt.“ „Hmm, sollen die Russen drin verwickelt werden? Putin eignet sich im Moment gut als Sündenbock. Oder doch Islamisten?“

„Na, soweit müssen wir noch nicht gehen. Ich glaube, es genügt erst Mal, Gülleberg als totalitär hinzustellen. Ich denke ,wir können hier auf der Monarchie aufbauen,. Stellen wir Fürst Jan, als  Autokraten hin.“
„In Ordnung, aber ich brauch´ einen Aufhänger, irgend ein Ereignis, einen Skandal.“
  „Den liefere ich schon. Mir schwebt schon was vor ,und dafür kann ich die Koalitionssituation benutzen. Ich glaube nicht, das wirklich alle damit zufrieden sind. Zunächst mal, damit du zum Redaktionsschluss was hast ,kannst du erstmal von der Autokratischen ,Fürstennahen Regierungspartei schreiben.
Geheime ‚Diktatur, irgendwas in der Art“

Die Beiden verabschiedeten sich, und Heimlich verlies das Cafe. Er hatte jetzt noch ein Treffen ,bei dem er die Dinge in Bewegung bringen wollte, um sein Ziel zu erreichen, das ein Generalstreik war.
*
„Natürlich ,euer Durchlaucht, es ist alles klar“,
sagte Hinnerk Laake, dessen Gesicht man ansehen konnte, wie befremdlich es ihm immer noch war, seinen ehemaligen Knecht als Durchlaucht zu bezeichnen, der keine Gelegenheit ausließ, seinen ehemaligen Dienstherren und jetzigen Finanzminister daran zu erinnern, wer jetzt der Herr war.

Feixend beobachtete der Fürst, wie sich Laake mit säuerlicher Mine entfernte. Der Haushofmeister kam herein und meldete einen Schweizer Herren, der den Herren zu sprechen wünschte.
 „Ein…äh, gewisser Schwätzli. Hier, seine Karte.“
Der Fürst las sie aufmerksam, und legte sie auf den Schreibtisch vor sich.
 „In Ordnung, soll rein kommen“
Der Haushofmeister nickte ,und entfernte sich.

Wenig später trat Schwätzli ein, er ging zu ihm und reichte ihm die Hand über den Schreibtisch.
„Schwätzli, Reto Schwätzli. Freut mich ,sie kennen zu lernen, euer Durchlaucht“
„Ganz meinerseits. Nehmen sie Platz.“

 Schwätzli tat, wie ihm geheißen ,und begann: „Ich habe ihre Heilwasserquelle besichtigt, sie ist sehr beeindruckend. Schauen sie,ich arbeite für ein großes Unternehmen ,das in der Lebensmittelbranche, gerade auch bei Getränken tätig ist, und wir interessieren uns für die Quelle.

Selbstverständlich werden sie angemessen am Gewinn beteiligt. Natürlich meine ich sie persönlich, und vielleicht ihren Präsidenten. Es gibt sicherlich auch Poosten im Aufsichtsrat oder im Vorstand unserer Firma ,die zu besetzen wären, und ein gutes Auskommen garantieren würden.“

„Sie kommen ja schnell zur Sache“, meinte Jan Stirn runzelnd „Aber sie müssten doch wissen, das die Quelle nicht in meinem Besitz ist ,sondern dem Staat Gülleberg gehört, wenn muss also das ganze Parlament dem Verkauf zustimmen. Haben sie so viele Posten zu bieten? Abgesehen davon, wer sagt ihnen ,das ich an ihrem Angebot interessiert sein könnte?“

Schwätzli lächelte. „Das kann man alles regeln. Nach meiner Erfahrung ,gibt es niemanden, der nicht käuflich ist, und wenn nötig, sorgt man für entsprechende Sachzwänge...“,
 er hob  Zeige und Ringfinger beider Hände und machte Symbolische Anführungszeichen , „...damit er es wird. Im Übrigen wird es sie vielleicht interessieren, das sich in ihrem Land zwei Agenten mit feindlicher Absicht befinden.

Einer sitzt bei ihrem Heer ,und arbeitet für  das Bundesverteidigungsministerium ,der Zweite soll im Auftrag der Bundesregierung einen kleinen Aufruhr bei ihnen inszenieren, um einen Vorwand für einen Einmarsch zu liefern. Sie werden sich nun fragen, woher ich das weiß, und warum ich es ihnen erzähle. Nun, ich habe so meine Quellen, z.B. im Kanzleramt, die mich über die Lage informiert haben. Ein paar Indiskretionen, die mir diese wertvollen Informationen geliefert haben.

Es liegt sehr in unserem Interesse, das Gülleberg unabhängig bleibt, daher biete ich ihnen an, sie gegen diese Feindseligkeiten zu unterstützen. Als Gegenleistung, wir wollen ja nicht gleich alles, fordern wir zunächst mal eine Beteiligung von Fünfzig Prozent an der Quelle, als stiller Teilhaber. Wir könnten ihnen auch weitere Märkte eröffnen.“

„Jan hatte mit gerunzelter Stirn zugehört.
 „Es dürfte ihnen klar sein, das ich das nicht allein entscheiden kann“
 „Sind sie nicht der Fürst?“
„Ja, aber wir sind de facto eine Demokratie, auch wenn wir  uns „Fürstentum“ nennen. Im Grunde bin ich ein Grüßaugust ,ähnlich ,wie der Bundespräsident, die Entscheidung trifft das Parlament.“

 „Hmm, nun gut, ich werde in…sagen wir 48 stunden wieder da sein, dann erwarte ich eine Entscheidung“

Und  Schwätzli stand auf, und verlies den Saal. Zurück blieb ein nachdenklicher Fürst Jan, der sich die Sache wohl auch anders vorgestellt hatte. Jetzt nahm die Sache Züge an,die bedrohlich wurden.


 Das die Politik durch den Schritt Güllebergs aufgeschreckt war, war klar, doch das man zu solchen Mitteln griff ,hätte er doch nicht erwartet. Waren sie zu naiv gewesen? Wie dem auch sei, das Angebot dieses Schwätzli anzunehmen, schien ihm,wie ein Pakt mit dem Teufel….
Fortsetzung folgt 

Sonntag, 14. Oktober 2018

Sonntagsserie. Der Zwerg, der aufmüpfig wurde-Teil 8

Achtes Kapitel

Ein Aufrührer ,ein Spion und ein Brunnenvergifter

Im Dorfkrug saßen an einem großen Tisch mehrere Männer zusammen. Es war eine Mitgliederversammlung der sozialistischen Partei Güllebergs, bei der auch ein neues Mitglied, nämlich ein zugereister, namens  Paul Heimlich begrüßt wurde.

Ernesto Gebhart, der Vorsitzende, begrüßte ihn in einer eigens vorbereiteten Rede. Als die verklungen war, und begann er mit einer eigenen :
 „Ich danke euch, und ich danke dir verehrter Vorsitzender, für diese Begrüßung und diese wunderbare Rede. Ich glaube ,ihr seid politisch gut aufgestellt, und doch…“er machte eine dramaturgische Pause „…und doch müsst ihr euch kritisch fragen: Was hat diese Koalition mit der Volkspartei Gülleberg wirklich gebracht?“

„ Ääh, wir sind von der EU-Bürokratie befreit“, unterbrach Ernesto
 „Oh ja, natürlich, aber davon abgesehen, was hat es euch gebracht?“
„Unserer Wirtschaft geht es besser“, meinte ein anderer.
 „Ja, aber abgesehen von der Befreiung von EU-Bürokratie und der Vorteile für die Wirtschaft, was hat diese Koalition, oder diese Regierungsform überhaupt Gülleberg gutes gebracht?“

„Zusätzliche Arbeitsplätze in den neuen Behörden und Ministerien ?“
 „Gut gut ,ja auch das ist schon ein großer Vorteil, aber wenn man das alles bei Seite lässt, was…“
„Die Strassen und Bäder und Schulen werden saniert, weil wir keine Vorgaben der Schuldenbremse mehr erfüllen müssen.“
 „Ja okay, aber das ist jetzt nur ein Folge der Unabhängigkeit, aber von alledem abgesehen davon, was…“
 „Die neue Stadtbibliothek und die moderne Feuerwehr und das neue Krankenhaus“
 „Ähem, okay, also ziehen wir es mal von einer anderen Seite auf :Kann es der Anspruch unserer Partei sein, nur Juniorpartner der Volkspartei zu sein, oder müssen wir nicht den Anspruch haben allein zu regieren ?“

 „Offen gesagt“, meinte Ernesto „kommen wir ganz gut miteinander aus, und in Vier Jahren gibt es ja wieder Wahlen. Da müssen wir dem Wähler dann eben etwas anbieten.“
 „ja, aber wollen wir solange warten?“
„Was schlägst du denn vor, Revolution? Nein ,unser Staat wurde gerade erst gegründet, das würde er nicht aushalten.“

Abends, in seinem Hotelzimmer Heimlich in einem Telegramm an seinen Auftraggeber: „Erster Aufrührungsversuch misslungen. Diese Sozialisten sind vernünftiger ,als ich dachte. Vielleicht muss ich eine eigene Bewegung gründen. Ich bleibe dran.“
*
Im neuen Militärhauptquartier Güllebergs, das zugleich auch Zoll- und Polizeihauptquartier war, stellte sich ein neuer Mitarbeiter für die Materialstabsstelle  vor .Konrad Bull, ehemals Gemeindepolizist und Landwehroffizier der Reserve, Nun Chef der Militär- ,Zoll- , und Polizeibehörden in Personalunion(aus Kostengründen wurden alle einfach unter dem Dach, des ihm unterstehenden  Innenministeriums zusammengefasst),ging die Unterlagen von Martin Jensen durch.

 „Schön, schön, das liest sich alles gut, und sie können sofort anfangen“
„Sicher, wenn sie wünschen“
 „Haben sie schon eine Bleibe hier im Ort?“
 „Im Moment im örtlichen Hotel. Ich bin aber schon auf der Suche nach einer Wohnung.“ „Sehr schön, die werden sie sicher finden. Gut, dann werden sie in der Materialverwaltung eingesetzt, im Rang eines Versorgungsoffiziers.“

Als Martin das Gebäude verlies, war mit sich sehr zufrieden. In dieser Stellung konnte er die gewünschten Dinge gewiss auskundschaften.

*
Reto  Schwätzli saß mit seiner Delegation auf seinem Hotelzimmer.
 „Gewaltig diese Quelle“, meinte einer Rechts von ihm.
 „In der Tat“, bestätigte er „und darum müssen wir sie auch haben.“
 „Aber unser erstes Angebot haben sie abgelehnt. Ausgelacht haben sie uns.“

„Ja ja ,aber diese Quelle nimmt uns bereits Marktanteile. Man müsste  ihnen etwas Druck machen, sie kaufen, und ich glaube ,ich habe da auch schon eine Idee.“

Er ging zum Schrank und kramte in seinem Koffer, um dann mit einem kleinen Fläschchen zurück zu kehren, das eine klare Flüssigkeit enthielt.
 „Damit können wir es schaffen“, sagte er und hielt das Fläschchen vor ihren Augen in die Luft.
 „Wollen sie das Wasser vergiften?“, fragte sein Nachbar erschrocken.

„Kein Gift“, sagte Schwätzli „Es ruft lediglich Magenverstimmung und Übelkeit hervor, und ist ansonsten harmlos. aber wenn es in dem Wasser ist , wird es den Ruf der Quelle dermaßen schädigen, das sie froh sein werden, uns die Quelle zu schenken.“
„Aber was sollen wir denn mit der Quelle, wenn sie dadurch wertlos geworden ist?“

„Kein Problem, wir haben das Gegenmittel, und den Rest besorgt unsere PR- Abteilung. Dann wird es eine richtige Wunderquelle. Nun muß nur jemand ,diese Mittel in die Quelle schütten. Aber vorher treffe ich mich noch mal mit dem Fürsten…“
Fortsetzung folgt

Sonntag, 7. Oktober 2018

Sonntagsserie,Der Zwerg,der aufmüpfig wurde-Teil 7

Siebtes Kapitel

Erzählt von Landdiplomatie, und wie Fürst Jan die Kanzlerin traf

Inzwischen hatte sich die Junge Republik Gülleberg endgültig konstituiert. Mit den Umlandgemeinden hatte man Zollvereinbarungen getroffen ,die es den Landwirten erlaubte, ohne  große Grenzmodalitäten  ihre Felder und Weiden zu erreichen. Die Gemeinden zahlten, wenn auch widerwillig, den Zoll  und die Landwirte hatten freie Fahrt.

Um die Heilwasser-Quelle war ein Zaun gezogen und ,und eine Rohrleitung zu einer Abfüllanlage gelegt wurden. „Gülleberger Fürstenquelle“ war bereits jetzt ein Exportschlager, und lockten auch Touristen an,die die Quelle und die Abfüllanlage besichtigen wollten, darunter auch eine Schweizer Delegation ,geführt von einem Herrn Schwätzli.

Auch entdeckte man jetzt die Sage vom Gülleberger Burggespenst, bei dem es sich um den Geist des Raubritters Ewald von Gülleberg handeln sollte ,der die Quelle bewachte. Tatsächlich wurde bei der Burgruine auch eine Gestalt gesichtet. Ob es sich dabei aber um ein echtes Gespenst handelte war nicht zu sagen, aber man kannte den Wahlspruch des Wirtschaftsministers und Fremdenverkehrsbeauftragten  Hein Klinke: “Die Welt will betrogen sein, denn soll sie´s man auch“
*
In Berlin nahm Fürst Jan einen Ersten großen Repräsentativen Termin wahr ,zur offiziellen Einweihung ihrer Botschaft. Dabei traf er auch die Kanzlerin und den Bundespräsidenten, deren gequältes Lächeln und Einsilbigkeit zeigten, das das nun kein Termin war, um den sie sich gerissen hätten.

Am Liebsten hätte sie Stabel hingeschickt.
„Eine typische Aufgabe für ihn“, hatte sie gemeint, aber der Kanzleramtsminister hatte davon abgeraten. Es wäre PR-mäßig doch besser nach außen hin gut Wetter zu machen und dem erstaunten Michel mitzuteilen, das man jetzt doch den jungen Statt anzuerkennen gedachte. Es würde ihn ja eh nicht lang geben.

 Aber was wäre, wenn jetzt andere Gemeinden auch auf die Idee kämen ,unabhängig werden zu wollen? Schon hörte man aus Bayern Stimmen nach Selbstständigkeit des Freistaates. “Hört man doch öfter“, wiegelte der Minister ab, und so willigte sie ein, den Empfang in der Gülleberger Botschaft zu besuchen.

Fürst Jan, in einer eigens für ihn geschneiderten Uniform, begrüßte die Gäste persönlich. So gab er auch der Kanzlerin und dem Bundespräsidenten die Hand ,erläuterte ihnen  warum Gülleberg so ein wunderbares Fleckchen war ,gab die Sage vom Burggespenst zum Besten ,und selbstverständlich gab es auch Kostproben der einzigartigen Gülleberger Fürstenquelle, der mittlerer Weile schon Wunderdinge zugeschrieben wurden(Klinkes Wahlspruch ,sie wissen schon…).

Die Gäste aus Politik und Presse konnten sich auch von der Fortschrittlichkeit der Gülleberger Gesellschaft überzeugen.
 „Sie sollten ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern“. meinte die Kanzlerin und auch der Bundespräsident mahnte Reformen an. Jan hörte da gar nicht hin. die mussten sich wohl mit der Presse gut stellen.

Wieso dieser Schritt überhaupt nötig war, immerhin hatte die EU doch auch Vorteile, wollte ein Reporter auf der Pressekonferenz wissen. Nun ,die Eu mische sich zu sehr in regionale Projekte ein. Man müsse regional unabhängiger sein, daher der Schritt, und die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation seit dem , gebe der Gülleberger Regierung auch Recht, so die Antwort des Fürsten. aber eine Konstruktive Zusammenarbeit sei durchaus erwünscht, betonte er.

Insgesamt konnte man den Empfang und die Pressekonferenz wohl als Erfolg ansehen ,durch den das Ansehen Güllebergs gestärkt wurde.
*

Im Hotel „zum Landblick“, in Klein Gülleberg ,quartierte sich zur selben Zeit ein Paul Heimlich aus Berlin ein…
Fortsetzung folgt

Sonntag, 23. September 2018

Sonntagsserie: Der Zwerg,der aufmüpfig wurde-Teil 5

Fünftes Kapitel

Über eine spritzige Entdeckung, die großes Interesse an einem kleinen Staat weckt

„Die Bundeskanzlerin lehnte eine Anerkennung der Republik Fürstentum Gülleberg als unabhängiger Staat ab, hielt es aber auch nicht für angebracht ,Militär aufmarschieren zu lassen. Sollten sich aber Gerüchte bewahrheiten ,wonach russische Agenten die Region destabilisiert und aufgewiegelt haben, so müsse man selbstverständlich handeln Hinweise auf eventuelle Menschenrechtsverletzungen konnten aber nicht bestätigt werden.
Zunächst wolle man das Problem diplomatisch lösen. hierzu sei bereits eine Person entsandt worden.“

„Was soll dieser Quatsch mit den Russen? Der einzige Russe hier ist Oleg, der Landmaschinenmonteur von Klinke, und der lebt schon so lange hier, das er eigentlich schon als Deutscher durchgeht. Überhaupt, wen wollen die denn schicken? Den Außenminister?“

Kalle Mummsen faltete die Zeitung zusammen, und warf sie auf den Schreibtisch.
 „Vielleicht sollte ich diese Schreiberlinge mal hierher einladen, damit sie sich selbst n´ Bild machen können“, brummte er. Das die von der Politik sich irgendwann einschalten würden, war ja klar, und offenbar war ihnen jedes Mittel Recht, um den Aufmüpfigen Ort zur Raison zu bringen. Er war aber entschlossen, sich nicht zu beugen.  

*
In Brüssel saß Eu-Sekretär Carl de Geerig an seinem Schreibtisch und ging die Zeitung durch. Als Holländer war er der deutschen Sprache gut mächtig und las auch deutsche Zeitungen, und so las er auch von Gülleberg. Gerade kam sein Assistent Michel van Geet herein.

„Sagen sie mal, Van Geet ,was hat es denn mit diesem Gülleberg auf sich?“
 „Nun, ein kleines Kaff in Norddeutschland, das sich aufgrund eines mittelalterlichen Dokumentes für unabhängig erklärt hat, und aus der EU ausgetreten ist.“ 
„Moment, es gehör doch zu Deutschland“
 „Nein, das heißt, sie sehen sich jetzt als eigenständiger Staat Fürstentum Gülleberg“ 
„aber die können sich doch nicht einfach für unabhängig erklären, das werden wir nicht anerkennen!“
 „Hat die Bundesregierung auch nicht getan. Aus meinen Quellen in Berlin weiss ich, das die Kanzlerin schon jemanden beauftragt hat ,etwas zu unternehmen. Ich schlage vor,das wir uns erstmal raushalten und es den Deutschen überlassen.“
 „Ja, ist wohl am Besten so.“

*
In Gülleberg, genau gesagt am Gülleberg, ging Forstgehilfe Ronny Borke durch den Staatsforst ,um für geologische Untersuchungen Gesteinsproben zu sammeln. Er selbst verstand wenig von Geologie, aber er war ebenso verständiger, wie gutmütiger Mensch, und wenn man es ihm erklärte war es für ihn kein Problem. 

So schritt er nun durch den Forst ,dem Felsen ,auf dem die Burgruine stand zu, bis er davor stand. Er nahm den Rucksack ab ,in dem er die nötigen Geräte hatte ,und entnahm ihm das Werkzeug, Hammer und Meisel, und begann aus dem Fels Stücke heraus zu schlagen. So machte er es an verschiedenen Stellen des Felsens, bis er zu einer Stelle kam, die mit Moos bewachsen und feucht war. 

Auch hier begann er zu schlagen, doch plötzlich sank der Meisel tief ein. Er hantierte stark, hakelte und wackelte, und plötzlich gab der Fels nach und bröckelte unter ihm weg. Eine Fontäne schoss herauf. Es war klares Wasser.

 „Wieso gibt ´s denn hier ne´ Quelle?“ ,fragte sich der durchnässte Forstgehilfe und betrachtete die kräftige Wasserfontäne. Instinktiv entnahm er seinem Rucksack ,seine ,inzwischen leer getrunkene Thermosflasche ,öffnete sie und hielt sie in das Wasser, bis sie voll war. “Kann ich ja mal mit ins Labor nehmen“ ,dachte er sich.

*
Eine Woche später saß Kalle Mummsen im fertig gewordenen Fürstenpalast mit Fürst Jan zusammen(Es war immer noch ein etwas merkwürdiges Gefühl den ehemaligen Knecht so zu nennen). Gerade besprachen sie ein paar amtliche Dinge ,als der neue Wirtschaftsminister ,der Landmaschinenhändler Hein Klinke, gefolgt von der Laborantin Lara Gift herein kam. Er war sehr aufgeregt.

 „Kalle,du wirst es nicht glauben“,rief er „Oh,ähm,euer Durchlaucht“,sagte er dann mit Blick auf den Fürsten. „Was nicht glauben?“, fragte dieser. 
„Lara,ach ja…Lara Gift,aus dem Labor von Alois  Grünkern,unserem Müllfahrer und Umweltminister,sie hat eine große Entdeckung gemacht.“ 
„Na ja,sagte die zierliche blonde Frau neben ihm ."eigentlich hat es der Ronny entdeckt.Er sollte im Staatsforst Gesteinsproben nehmen ,und ist dabei auf eine Quelle gestoßen.Er hat eine Probe des Wassers mit genommen,die ich mit untersucht habe.“ 
„und ?“,fragte Kalle.

 „Reinstes Hochwertiges Mineralwasser.Genau genommen erfüllt es sogar Heilwasserqualität.“ 
„Soll das heißen ,wir haben hier eine Mineralwasserquelle?“ 
„Eine sehr ergiebige sogar“ 
„Das wäre ein Riesengeschäft.Wir wären damit eine sehr reiche Gem....,Staat“, rief Kalle 
„Eben“,sagte Klinke, „Das wird ein Riesengeschäft“
 „Gülleberger FürstenQuelle“,schwärmte nun selbst Jan.

Doch durch diese Entdeckung wurde nun erstrecht Interesse für Gülleberg geweckt,und jetzt nicht mehr nur in der Politik

 Fortsetzung folgt

Sonntag, 16. September 2018

Sonntagsserie: Der Zwerg,der aufmüpfig wurde-Teil 4

Viertes Kapitel

Von einem ,der auszog, große Politkarriere zu machen

Arnold Stabel saß an seinem Schreibtisch und ging die Post durch. Er war ein mittelgroßer Mittvierziger ,nicht unbedingt schlank, aber auch nicht dick, mit zurück gekämmten, graumelierten Haar, einer viereckigen Brille und einem Allerweltsgesicht. Genau genommen war er ziemlich mittelmäßig und aus einer Menschenmenge hätte er nicht hervor gestochen.

 Er war über die Liste in den Bundestag gekommen, und weil er im Wahlkampf treuer Parteisoldat war, und  auch Überzeugungen über Bord geworfen hatte, im Dienste der Partei ,die doch letztendlich immer Recht hatte(Den Vorwurf des Opportunismus hatte er immer entrüstet zurück gewiesen),wurde eigens für ihn ein Staatssekretärsposten im Kanzleramt geschaffen.

Natürlich war er stolz wie Bolle, als er davon erfuhr. Einen besseren Karriereschub konnte es doch gar nicht geben. Bei seinen Fähigkeiten(von denen zumindest er überzeugt war),war doch so der Weg an die Spitze vorgezeichnet. Schließlich konnte diese  langweilige DDR- Tuse da oben doch nicht ewig bleiben.

Doch schnell wich die Euphorie der Enttäuschung, denn dieses Amt des „Staatssekretärs für Sonderaufgaben“ , wie es so schön hieß, war im Endeffekt nichts anderes ,als ein Amt für jeden lästigen Dreckjob, den kein anderer machen wollte. Von der Klopapier-Beschaffung für irgendwelche Ministereinen und Botschafter , bis zur Suche ,nach dem verlegten Schmuck oder dem entlaufenden Hund ,irgendwelcher überkandidelter Diplomatengattinnen oder Versorgung von Gastdiplomaten mit Hostessen und ähnlichem Plunder. 

Dazu kam, als Regierungsvertreter irgendwelche Termine in irgendwelchen Provinznestern wahrzunehmen, um deren neugebaute Umgehungsstraßen einzuweihen. Nein, das war nun wirklich nicht das, was er sich vorgestellt hatte.

Nun ging er die Post durch, die ihm seine einzige Mitarbeiterin, seine Sekretärin Jana Ivers gereicht hatte. Das meiste waren belanglose Dinge. Dann aber ,fiel ihm ein Brief von einem Landrat Gollner in die Hände .Er öffnete ihn ,und begann zu lesen. Er stöhnte schon auf:
 “Och nö, nicht schon wieder eine Dorfstrasse in  einem Hinterwäldnerkaff einweihen“. 

Doch dann las er weiter, und seine Augen wurden groß. Grenze? ,neuer Staat gegründet? Er schaute auf seinen Kalender. Nein Erster April schon lange vorbei. Dann musste es wohl wahr sein! Aber eine Gemeinde in Norddeutschland, die sich plötzlich unabhängig macht? Das gab´s doch nicht,aber andererseits war das vielleicht seine Chance, und er beschloss sie zu nutzen. Also erst einmal weiterreichen, an die höheren Stellen. Und er handelte .

*
Die Kanzlerin hatte zu einer Konferenz geladen. Neben ihr waren ihr Kanzleramtsminister, der Innenminister samt Staatssekretär  die Verteidigungsministerin und der Staatssekretär des auswärtigen Amtes.

„Einer kommt noch“, sagte der Kanzleramtsminister
 „So wer ?“, fragte seine Vorgesetzte
 „Stabel ,Staatssekretär für sonstiges“ 
  „Wusste gar nicht, das wir so ein Amt haben. Muss man diesen Stabel denn kennen?“
 „Och ,nicht wirklich .Er ist eines dieser karrieregeilen ,opportunistischen Arschlöcher ,die zuhauf auf der Liste reinkommen. Aber hat er hat uns ne´ Menge Stimmen in seinem Kreis eingebracht ,darum haben wir ihm einfach ein bedeutungsloses Amt geschaffen, allerdings nach außen hin , seine hohe Bedeutung betont. Aber jetzt ist er eben auf diese Sache gestoßen.“ 
„Gut gut“.

Die Tür öffnete sich, und Stabel trat mit gewichtiger Mine ein.
 „Guten Morgen!“ sagte  in würdevollem Ton .Einiger erwiderten den Gruß, andere nickten ihm zu.
„Morgen Stabel“, sagte der Kanzleramtsminister „Nehmen sie Platz und kommen sie gleich zur Sache“. Stabel setze sich neben ihn ,und öffnete den mitgebrachten Aktendeckel.

„Also ,Vor jetzt zwei Monaten ,hat sich die Gemeinde Gülleberg ,das liegt irgendwo zwischen Bremen und Oldenburg, für unabhängig erklärt und ist aus der EU ausgetreten. Sie nennen sich nun Republik Fürstentum Gülleberg. Man hat sich dabei ,auf ein Dokument aus dem 17.Jahrhundert berufen, das ihnen als Fürstentum Unabhängigkeit garantiert.“
„Ist das wirklich so?“, wollte die Kanzlerin wissen
„Sieht so aus, aber das wird noch geprüft“

„Wie dem auch sei“, schaltete sich der Staatssekretär des Außenamtes ein, „aber es kann ja nicht sein ,das sich jedes Dorf in Deutschland mal eben schnell für unabhängig erklärt, wenn´s ihm passt“
„Ganz meine Meinung“, pflichtete die Kanzlerin bei ,und die anderen nickten beifällig.
„Sie haben hier in Berlin schon ein Konsulat eröffnet“, fuhr Stabel fort. „Darüber hinaus haben sie Grenzposten errichtet, was Auswirkungen hat, auf Landwirte  der Nachbargemeinden, die Äcker auf güllebergischem Territorium…,ich meine, in Gülleberg haben .Außerdem auch auf Unternehmen. Sie haben auch eine Neue Währung ,die Güllemark, und dann haben sie Zölle verhängt ,um ihre Wirtschaft vor deutscher –und Eu-Billigkonkurrenz zu schützen, so sagte ihr neuer Arbeitsminister, ein gewisser Ernesto Gebhardt, Vorsitzender  der sozialistischen Partei und der Gewerkschaft."

„Was heißt hier Billig-Konkurrenz? ,wir sind lediglich wettbewerbsfähiger“, giftete die Kanzlerin.
 „Äh, natürlich“, stimmte der Kanzleramtsminister „Und den Niedriglohn-Sektor haben auch nicht wir geschaffen, sondern Schröder“

„Richtig“, sagte die Kanzlerin, „aber wir müssen ja nun was tun, also Vorschläge?“
„Schicken wir die Bundeswehr“,schlug die Verteidigungsministerin vor 
„Wäre das nicht ein Auslandseinsatz ?, also wenn die jetzt unabhängig sind“, 
warf der Außenamtsvertreter ein.

„Quatsch, das ist immer Deutschland. Natürlich bräuchten wir einen Vorwand.Wie wär ´s ,wenn wir sagten, das Putin, jetzt auch Teile Deutschlands annektieren will.Die Masche mit dem bösen Russen zieht doch immer?“
 „Was soll der denn mit so einem Kaff wollen, das wird doch keiner glauben“, sagte der Innenminister .
„Komm", meinte die Kanzlerin. "Den Leuten, haben wir schon so viel vormachen können, das können wir denen auch noch glaubwürdig machen .Da erfinden wir noch ein paar Geschichten über Menschenrechtsverletzungen ,und dann klappt ´s schon.“

„Wenn ich mal was vorschlagen dürfte“ ,meldete sich Stabel „Wir können das auch subtiler anfangen. Ohne Bundeswehr. Wir müssen nur einen kleinen Staatsstreich inszenieren. Wir schicken einen Agent Provokateur, der sie aufwiegelt. 

Wir propagieren, das es Leute sind ,die den Anschluss an Deutschland wollen, und das es uns um den Schutz unserer Bürger in Gülleberg, vor einer ,von Moskau gesteuerten Regierung  geht, und holen es uns so zurück.“
 „Hmm“, machte die Kanzlerin „hätten sie dann jemand für diese Aufgabe?“ 
  „Sicher. Ich habe Kontakt zu einem gewissen Paul Heimlich, ehemaliger BND-Agent, der Erfahrung in solchen Dingen hat, der könnte undercover nach Gülleberg gehen.“ 
„Aber kann man wirklich glaubhaft machen, das Russland irgendein Interesse haben könnte die Regierung eines Provinzkaffs zu Kontrollieren?“

 „Nun, dafür haben wir ja die Kollegen von der Presse, die sind da ja einfallsreich.“
„Also gut“, sagte die Kanzlerin, „dann ernenne ich sie offiziell zum Beauftragten für diese Aktion, und lege alles in ihre Hände. Ich muss ja nicht betonen, das alles ,was hier besprochen wurde geheim ist.“


Der sichtlich geschmeichelte Stabel entfernte sich.
 “Sagen sie“ ,meinte der Kanzleramtsminister „halten sie es für klug, diesem schleimigen Emporkömmling eine solche Aufgabe zu übertragen?“ 
„Sicher, und wenn es schief geht ,ist er auch der allein Verantwortliche.Hat er jedoch Erfolg habe ich mit einer klugen Entscheidung diese Krise bewältigt,“ , kicherte die Kanzlerin
 „Ah, verstehe, dann ist es natürlich genial“
Und über Gülleberg braute sich etwas  zusammen.
Fortsetzung folgt

Sonntag, 9. September 2018

Sonntagsserie: Der Zwerg,der aufmüpfig wurde-Teil 3

Drittes Kapitel

Erzählt von den ersten Gehversuchen eines jungen Staates

Der vorher geschilderten, folgten noch weitere Sitzungen, in denen ein Wahlausschuß gebildet und ein Wahltermin festgelegt wurden. Die Organisation der Wahl war nicht sonderlich kompliziert, da sowohl Bevölkerung, als auch politische Landschaft in Gülleberg sehr übersichtlich waren, und so begann  der Wahlkampf.

Gleichzeitig wurden die Grenzzäune  gezogen und die Zollposten eingerichtet, und damit gab es auch die ersten Komplikationen.
Erstes Opfer dieser Komplikationen war der Landwirt Frerk Meier aus der Nachbargemeinde, der am Rande von Gülleberg eine Grünlandfläche hatte ,die nun allerdings hinter dem Grenzzaun war.

Gerade war er mit seinem Traktor auf dem Weg dorthin, als er abrupt stoppte. Vor sich den Grenzzaun, eine Schranke und ein Zollhaus.
Zunächst dachte er an eine Halluzination oder einen Scherz, aber im nächsten Moment kamen zwei Männer in Uniformen ,stellten sich vor ihn und einer rief:
 „Halt, Zollkontrolle, Motor abstellen!“
Er stellte den Motor ab und rief „Was wird das hier, macht ihr Scherze?“
„Sehen sie uns lachen?“, entgegnete der erste Uniformierte, der ihn vorhin schon angerufen hatte.
 „Sie wollen in die Republik Fürstentum Gülleberg einreisen, da müssen wir die Grenzmodalitäten erledigen.“

Frerk Meier hätte wohl kaum erstaunter blicken können, wenn er die Nachricht bekommen hätte ,das seine Kuh Ferkel geworfen habe. Sein Blick fiel auf die Flagge ,die neben dem Zollgebäude stand. Sie war grün mit einem Goldrand, und trug ein Wappen in der Mitte mit einer Fürstenkrone ,darüber dreieckig angeordnet die Buchstaben R,F und G in verschnörkelter Schrift.

„Seid ihr wahnsinnig geworden?“
 „Im Gegenteil“, meinte der zweite Zöllner .„Also, was zu verzollen haben sie offenkundig nicht. Aus welchem Grund wollen sie einreisen?“

„Aus welchem Grund?“, schrie der Bauer „Ich hab da ne´ Grünfläche ,die will ich mähen!“
„Aha, also beruflicher Aufenthalt für ein paar Stunden, da brauchen sie also ein Tagesvisum, macht  80€,also jetzt noch Euro. Ach, und dann brauchen wir natürlich noch ihren Reisepass, denn wir gehören nicht zur EU.“

Der berühmte Spruch „Wenn Blicke töten könnten traf auf den Blick, den Meier den Beiden zuwarf wohl mehr als zu.
„Glaubt ihr allen Ernstes, ich habe meinen Reisepass dabei, wenn ich zum Acker fahre? Geschweige denn , das ich jedes Mal 80 € bezahle, wenn ich dorthin will!“
„Sie können auch ein Jahresvisum beantragen“, sagte der erste Zöllner „macht dann 200 €, aber bald haben wir die Güllemark.Wie dem auch sei,ohne Pass können wir sie nicht einreisen lassen.“

Frerk umklammerte krampfhaft das Lenkrad seines Traktors ,um das Zittern vor Wut zu unterdrücken.
„Ihr zwei Pfeifen lasst mich jetzt zu meiner Grünlandwiese, sonst gibt´ s Ärger“
„Erstens war das Beamtenbeleidigung, und zweitens ohne Pass und ohne Visum bleiben sie draußen. Ach, und wenn sie hier einen Grenzzwischenfall provozieren ,kann das diplomatische Verwicklungen zur Folge haben.“

Man merkte es Frerk Meier an, das er sich gerade überlegte ,ob er den Beiden den Hals umdrehen oder einfach durch die Schranke brettern sollte .Schließlich entschied er sich für friedlichste Variante .
“Ich werde jetzt zurück fahren und mich an meinen Bürgermeister und den Landrat wenden.“ „Tun sie das. Schönen Tag noch“, war die stoische Antwort. Frerk schmiss seinen Traktor an, und fuhr davon.
*
In Gülleberg saß Bürgermeister genervt an seinem Schreibtisch, denn auf dem Marktplatz nebenan fand die Wahlkampfveranstaltung der neuen sozialistischen Partei statt, und deutlich konnte er die flammende Rede von Ernesto Gebhardt  hören.

Ein Beamter trat ein, legte eine Akte und eine Brief auf den Schreibtisch.
„Vielleicht hätten wir denen den Marktplatz verbieten sollen“, sagte er und wies nach draußen.
„Um Gottes Willen“ ,entgegnete Mummsen „dann kommt er mit mangelnder Demokratie und organisiert Demos und will Revolution machen, das ist das letzte was wir jetzt brauchen!“

So lief der Wahlkampf weiter, und am Ende gewann die Volkspartei knapp vor den Sozialisten mit einer Stimme Mehrheit, so das eine Zusammenarbeit wohl unumgänglich war.
Der junge Staat bekam seine erste Regierung, und die führte die Güllemark als offizielle Währung ein.

Der Vorfall an der Grenze hatte indes Folgen, denn der Bürgermeister der Nachbargemeinde  und der Landrat wandten sich an die Landesregierung und die an Berlin. Aber nicht nur dadurch bekam die hohe Politik Kenntnis von dem neuen Staat, sondern auch dadurch, das im ehemaligen Büro einer Anwaltskanzlei in Berlin die Botschaft der Republik Gülleberg eingerichtet wurde. Und so begann Gülleberg zum hohen Politikum zu werden.


Sonntag, 2. September 2018

Sontagsserie:Der Zwerg,der aufmüpfig wurde-Teil 2

Zweites Kapitel

Das von den Tücken und Problemen einer Staatsgründung erzählt

Am nächsten Morgen um 9:00 Uhr trat der Gemeinderat zur Sitzung zusammen. Anwesend waren, natürlich  Bürgermeister Mummsen, dann Hinnerk Laake, dann Hein Klinke, Landmaschinenhändler, der einen Landhandel in Gülleberg-Mitte besaß ,ein großer, stämmiger, semmelblonder Mann von 42 Jahren, ausserdem Alfred Furken, der Landarzt, ein kleines ,schmächtiges Kerlchen von fast 70 Jahren, der wohl der halben Gemeinde mit auf die Welt geholfen hatte. Er hatte ein bartloses ,schmales ,sonnverbranntes Gesicht und wasserhelle blaue Augen., zum Schluss Harm Bunken, der Pastor der Gemeinde Gülleberg, ein kleiner ,rundlicher Mann mit gutmütigem pausbäckigen Gesicht und einer Brille mit Halbmondgläsern.

„Ich eröffne die Sondersitzung des Gemeinderates von Gülleberg“, sagte Mummsen  mit dröhnender Stimme „Einziger Tagesordnungspunkt ist die Gründung des Staates Fürstentum Gülleberg“
 „Fürstentum Gülleberg? Wir ,ein unabhängiger Staat?“, fragte Pastor Bunken mit bedächtiger Stimme“ Wisst ihr auch was ihr tut?“
„Natürlich“, gab Mummsen zurück „Übrigens würde dann ihre Kirche zum Dom, und sie Bischoff“
„Oh ja, das wäre schön, aber dann muß ein bisschen ausgebaut werden, das es wirklich ein Dom ist. Ich meine ,es muß ja nicht gleich Limburg sein.“ 
„Natürlich nicht“, meinte Mummsen, „Wir sind ja schließlich kein reicher Staat, äh.. werden.“
„Aber sag, mal, wie kommst du eigentlich darauf, das wir uns so einfach mal unabhängig machen können? “fragte Furken
„Es gibt eine Urkunde, die besagt ,das wir eigentlich ein freies Fürstentum sind. Hilde wird gleich noch in die Sammlung kommen, und die Urkunde vorlegen.“

Und gerade als er dies gesagt hatte, klopfte es schon an die Tür .Sie öffnete sich ,und Hilde trat ein.
„Oh ,ihr seid schon alle da. Sehr gut“ ,meinte sie ,setzte sich auf den freien Platz am Tisch, holte eine Mappe aus ihrer Tasche und legte sie auf den Tisch, so das alle sie sehen konnten. Sie öffnete sie ,und nahm ein vergilbtes Blatt Pergamentes heraus.

„“Hier ist die Urkunde, aus dem Jahre 1650 ,die Gülleberg zu einem unabhängigen Fürstentum erklärt ,und sie wurde nie widerrufen. Somit sind wir also eigentlich immer unabhängig gewesen, das heißt, wären, denn der Fürst muss sie noch unterschreiben.“ 
„Der Fürst?“, fuhr Kalle auf “Wir haben keinen Fürsten!“
 „Doch, doch“, widersprach Hilde „Nach meinen Nachforschungen gibt es noch einen Nachfahren der Fürsten von Gülleberg, genau genommen ist es ein unehelicher Spross aus einer Liaison der Fürstin mit dem Stallknecht ihres Gestüts, einem Gustav Spin.“
 „Willst du sagen, mein Knecht Jan ist der Fürst von Gülleberg?“, rief Laake aufspringend. 
„Daran“, antwortete Hilde triumphierend „besteht kein Zweifel.“

„Alles klar“, meinte Kalle Mummsen, „Jan Spin soll hierher kommen“, sagte er zu einem neben ihm stehenden Helfer. Der nickte und ging davon.
„ So, und bis er hier ist, fahren wir mit der Staatsgründung fort. Hier...“, er entfaltete ein Papier, welches die ganze Zeit auf dem Schreibtisch lag , „...habe ich einen Plan, der die Grenzen unseres neuen Staates zeigt, sie entsprechen im wesentlichen den Grenzen unserer Gemeinde."
 Er legte das Dokument vor.


"Ich denke, Vier Grenzposten in jder Himmelsrichtung sollten reichen. Natürlich müssen wir auch einen Zaun ziehen.“
„Aber es gibt Landwirte aus den Nachbargemeinden, die hier Felder haben.“, gab Laake zu bedenken.
„Da findet sich schon ne´ Lösung“, beschwichtigte Mummsen, „So,und nun helft mir mal,was brauchen wir noch?“
„Grenzposten und eine Armee!“, meinte Klinke
„Da soll sich Konrad Bull drum kümmern. Er ist ja schließlich unser Gemeindescheriff. Werde nachher mal mit ihm reden.“

„Behörden und Ministerien“, rief Furken
 „Gut, Gut ,wir müssen eine Wahl organisieren, aber erstmal muss der Staat stehen.“
„Du Kalle, ich werde doch Landwirtschaftsminister“ ,raunte Laake dem Bürgermeister zu
. „Äh ja natürlich .Aber erstmal müssen wir wählen. Wie wär ´s ,wenn du schon mal einen Bauernverband gründest?“
 „Oh ja, natürlich ,und ich wird´ Vorsitzender“
„Ach, und eine Flagge brauchen wir noch.“, meinte Hilde
„Ah ja, kannst du so was entwerfen?“
„Sicher“
„Gut, dann wäre das ja auch geklärt.“

Es klopfte, und Konrad Bull, der Gemeindepolizeichef trat ein.
“Du hast  mich bestellt ?“,sagte er
„Ah ja, “
Mummsen nahm den Plan vom Tisch und reichte ihn Bull.
“Nimm dir ein paar Helfer, besorg dir Material und zieh entsprechend dem Plan einen Grenzzaun, und in jeder Himmelsrichtung setzt  du ein Zollhäuschen zur Grenzkontrolle."
 „Äh, machst du Witze?"
„Siehst du, das ich lache? Wir gründen einen eigenen Staat, du könntest es zum Innenminister bringen!“
„Oh, ich hab´ verstanden“ ,sagte der Polizist, salutierte , nahm den Plan und ging.

„Schön, dann wollen wir weitermachen…Was ist denn das?“
Von draußen drang Lärm ins Sitzungszimmer, der sich als Musik entpuppte. Es klang wie die „internationale“ nur etwas schief gespielt. Die Tür ging auf, und herein kam Ernesto Gebhard und mit ihm die fünf Mitglieder seiner Landkommune, zwei hatten Trompeten und einer eine Trommel, und spielten vorgenanntes Lied. Ernesto trug eine rote Fahne, die er schwenkte.

„Was soll dieser Auftritt?“, rief Mummsen, "ist bei euch was durchgebrannt?“
 „Im Gegenteil“, antwortete Ernesto „Wir sind der neu gegründete Gewerkschaftsbund von Gülleberg“ „Gewerkschaft? Ihr spinnt wohl!“, schrie Klinke
 „Aha“, meinte Ernesto „Gerade ein Fürstentum geworden ,und nun glaubt ihr ,ihr könnt die Gutsherrenart wieder einführen, aber nicht mit uns. Wir haben schon Flugblätter verteilt, und planen weitere Aktionen.“

„Da soll doch gleich …!“,fluchte der Landhändler.
„Moment, Moment“, sagte der Bürgermeister „Da können wir noch drüber reden.“
„Ja, das müssen wir auch“ ,sagte Gebhardt „Aber wir bleiben dran. Übrigens seht ihr hier auch die Gründungsmitglieder der sozialistischen Partei Güllebergs. Wir werden an der Wahl teilnehmen, denn es gibt doch eine Wahl?“
 „Natürlich gibt es die“ bestätigte Mummsen
„Nun denn ,bis dann, wir sprechen uns noch“, sagte Ernesto bestimmt.
Dann machte er kehrt und seine Begleiter ebenfalls. Sie nahmen ihre Instrumente und unter den Klängen von „Brüder zur Sonne zur Freiheit“, marschierten sie wieder aus dem Raum.

„Na das hast du ja klasse gemacht“, sagte Klinke säuerlich.
 „Keine Sorge, die kriegen wir schon in den Griff“, entgegnete der Bürgermeister.
„Äh, was meinst du, Gülleberger Volkspartei?“, fragte Laake „Öööh..., ja sicher“

Es klopfte wieder, die Tür öffnete sich wieder und herein trat Jan Spin. Laakes Knecht war ein junger Mann ,Zweiunddreißig Jahre alt ,dunkelblond, mittel goß und sehnig, mit einem männlich, schönen ,leicht verträumt wirkenden Gesicht. in den blauen Augen lag der Schalk, als er in die Runde blickte. 

„Jo, da bin ich“, sagte er „was gibt ´s denn ?“
 „Ah Jan, mein Junge“, sagte Mummsen ,stand auf und reichte ihm die Hand „Ahem, das heißt, ich bin geehrt, euer Durchlaucht als erster die Hand zu schütteln.“
„Durchlaucht?“ Jan sah den Bürgermeister verständnislos an.

„Oh ,ja“, meinte Hilde „Du bist der letzte rechtmäßige Fürst von Gülleberg. Hier...“,
und sie faltete ein Blatt auf dem Tisch auseinander.
“... Der Stammbaum, der von Güllebergs, und sieh, hier ist deine Linie“
„Leute, was ist hier los, habt  ihr´ n zu großen Frühschoppen genommen?“
„Nein, nein, das ist Ernst. Du bist der Fürst von Gülleberg und darum musst du die Urkunde unterzeichnen, die die Republik Fürstentum Gülleberg entgültig rechtmäßig macht. Natürlich wirst du Standesgemäß versorgt. Wir machen dir das alte Herrenhaus am Ortsrand fertig, Wird bestimmt n´ schöner Palast.“
Hätte man Jan gesagt, das er schwanger geworden ist, so hätte sein Gesichtsausdruck nicht verdatterter sein können.

 “Ihr meint das wirklich Ernst oder.“
 „Natürlich .Du bist jetzt unser Staatsoberhaupt. Selbstverständlich hast du repräsentative Aufgaben. Die Gesetze macht das Parlament und du unterschreibst sie und ernennst die Minister und ähnliche Dinge“ 
„Hmm“, machte Jan und verzog das Gesicht zu einer pfiffigen Mine „Eigentlich klingt das nicht schlecht. Muß Hinnerk mich dann auch mit ,wie war das… ,Durchlaucht, anreden?“
 „Soweit kommt es…“, wollte Laake auffahren, wurde aber von Mummsen mit einer Geste zum Schweigen gebracht.
 „Selbstverständlich, er ist ja auch Untertan“

 „Das kannst du nicht von mir erwarten, Kalle. Ich werde doch nicht meinem Knecht nicht als Durchlaucht anreden oder ihm huldigen. Wie komme ich denn dazu?“
 „Nun, du hast doch gehört, das ich die Minister ernenne“, feixte Jan, dem die Sache allmählich Spaß zu machen begann, „und wenn du vorhast, Landwirtschaftsminister zu werden, solltest du dir angewöhnen, dein Staatsoberhaupt richtig anzusprechen“ 

„Komm du mir mal nach Hause“, knurrte Hinnerk Laake. 
„Nicht nötig, ich krieg doch jetzt n´ Herrenhaus. Ach hab´ ich schon erwähnt, das ich kündige?“
Ehe Laake noch etwas antworten konnte, ergriff  Kalle Mummsen das Wort:
„Äh, Jan ,da du offenbar einverstanden bist, willst jetzt die Urkunde unterschreiben?“
 „Die Urkunde? Sicher ,her damit“
Und der Bürgermeister schob dem Knecht ,der plötzlich Fürst war, die Urkunde zu, und der unterschrieb sie mit heitere Miene: Jan Spin, Fürst von Gülleberg.

Damit war die Republik Fürstentum Gülleberg offiziell geboren.  
„Tja,“ ,meinte Jan schmunzelnd „Das kann ja noch heiter werden.“
 Fortsetzung folgt

Sonntag, 26. August 2018

Sonntagsserie:Der Zwerg,der aufmüpfig wurde-Teil 1

Wie hier schon einmal schrieb, betreibe ich nebenan auch ein Geschichtenblog. Dort veröffentlichte ich auch diese Politsatire,die ich von Heute an als Serie vorstellen möchte,in der es um eine Gemeinde zwischen Weser und Ems geht, die sich aus Protest gegen EU-Gängelung zum eigenen Staat erklärt, und aus der Eu austritt, was die hohe Politik,und, nach der Entdeckung einer Mineralwasserquelle auch einen schweizer Lebensmittelkonzern auf den Plan ruft.Folgt mir also jetzt nach Gülleberg...


Erstes Kapitel

In dem erzählt wird, was ein Brief alles auslösen kann

Also, wie war das noch? Wie fing das alles an? Ah, Ja, mit dem Brief. Also nicht irgendeinem Brief den Tante Frieda von Oma Meta im Nachbardorf bekommt ,nein nein (genau genommen kommen beide in dieser Geschichte gar nicht vor)

Nein, es war ein Brief aus Brüssel. Ein hochamtlicher Brief war es, und so ein Brief geht natürlich an den Bürgermeister. Welchen Bürgermeister? Oh, natürlich- den Bürgermeister von Gülleberg. Gülleberg ,ja Gülleberg ist ,also für einen Städter ein kleines Kaff irgendwo in der norddeutschen Tiefebene. Für seine Bewohner aber, ist es die idyllische Gemeinde zwischen Weser und Ems.

Und idyllisch ist sie durchaus .sie besteht aus fünf Samtgemeinden, in deren Mitte der Gülleberg liegt. Na Ja, Gülle-Erhebung  wäre vielleicht zutreffender, denn seine Höhe beträgt kaum 50 Meter. Aber auf dieser, mit einem Wäldchen, das man stolz „Staatsforst“ nennt, bewachsenen Erhebung liegt eine Burgruine. Das Wort „liegt“, darf man hierbei durchaus wörtlich nehmen. Um diese Erhebung mit der Burgruine herum liegen Felder ,Wiesen, und Weiden(Kühe, Schafe und Schweine machen einen Großteil der Bevölkerung Güllebergs aus), ach ja und die Samtgemeinden, oder Dörfer , wie man will. Das größte ist Gülleberg –Mitte . Logischer Weise steht hier das Rathaus. Ansonsten gibt es hier eine Kirche, Kaufladen, Bäckerei, Metzger, Post und ein Polizeihaus, nicht zu vergessen ,das Spritzenhaus der freiwilligen Feuerwehr ,außerdem Bauernhöfe und sogar einen Landmaschinen- und einen Viehhändler.

Und schließlich gab es auch einen kleinen Bahnhof, an dem sogar zweimal am Tag ein Zug durchkam und auch anhielt. Also alles in allem eine ganz normale Gemeinde.
Und der Bürgermeister der Gemeinde, der ein groß gewachsener kräftiger Mann von fünfzig Jahren, mit rotblondem Stoppelhaar, hoher Stirn, und einem gerötetem Gesicht, mit einer Nase war, die einer Kartoffel frappierend ähnlich sah, und Kalle Mummsen hieß, bekam nun einen Brief aus Brüssel. Einen hochamtlichen Brief, wohlgemerkt.

Mißmutig betrachtete er ihn, langte dann über seinen Schreibtisch und griff nach dem Brieföffner ,der vor seinem Tischkalender lag. Mit einem Ratsch öffnete er den Brief und las ihn. Seine Augenbrauen zogen sich zusammen und verengten sich bei jeder Zeile die er las.
„Das darf doch nicht wahr sein“, schimpfte er „Die Vergabe der Vergärungsanlage ist nichtig, weil sie gegen europäisches Recht verstößt, hätte Europa-weit ausgeschrieben werden müssen. Ts, Was geht es die denn an, wer in unserem Nest, was an wen vergibt. Wieso sollen wir denn irgendwen von Außerhalb reinholen? So was beknacktes! Als ob mein Vetter keine Ahnung davon hätte. Die anderen köcheln doch auch bloß mit Wasser.“

So brummte er noch den ganzen Nachmittag vor sich hin. Seine Sekretärin Kathrin Gerke, war das allerdings gewohnt. Ihre Gutmütigkeit und Tiefenentspanntheit lies sie aber problemlos damit klar kommen ,weil der alte Buller-Baller eben doch ein gutes Herz hatte. Sie war Einundreissig Jahre alt und in der Gemeinde geboren(erwähnte ich ,das es sogar ein kleines Krankenhaus gab?) ,und ihre ruhige, unaufgeregte Art, sowie ihre sorgfältige Arbeit und ihr Organisationsgeschick, waren ihre hervorstechensten   Eigenschaften.
Noch als er abends in den Krug ging(ja, den gab es auch noch),dachte er an diesen Brief und war in missmutiger Stimmung . Der Krug ,er hieß tatsächlich „zum Dorfkrug“, war der zentrale Treffpunkt der Gemeinde. Alle saßen abends hier, und tranken ihr Bier, oder wonach ihnen sonst war.

Hier hatte er einen Stammtisch mit Landwirt Hinnerk  Laake, der den größten Hof in der Gegend hatte und der erwähnte Vetter war ,Kaufmann Tammo Hansen, Landmaschinenhändler Hein Klinke und Alfred Furken, dem Landarzt.

„Ah, n´ Abend Kalle“, rief Jens Barge, der Wirt des Kruges. „Dann seid ihr ja vollzählig“ Mummsen nickte ihm zu und setzte sich. „Na was gibt’s neues aus dem Rathaus?“, fragte Hinnerk Laake ,fast ebenso groß wie Mummsen, aber mit großem Halbkugelbauch, und Halbglatze mit braunem Haarkranz. „Nichts allzu  Gutes“, gab der Bürgermeister zurück „Die Vergärungsanlage…,also du kannst sie nicht betrieben, oder noch nicht .Ich hab ´heute einen Brief von der EU bekommen. Sie muss Europa- weit ausgeschrieben werden.“ „Waas, das kann doch nicht sein. Was geht die denn an ,wer hier die Vergärungsanlage betreibt? Blödmänner! Reicht wohl nicht, schon vorzuschreiben ,welche Krümmung unsere Gurken haben zu müssen, oder welche Form mein Traktorsitz hat. Nur noch Vorschriften. Haben die Langeweile, das sie einer Landgemeinde bis ins kleinste vorschreiben, wie sie zu arbeiten hat?“

Die anderen nickten.
„Man kennt sich kaum noch aus“, bestätigte Tammo Hansen, der Kaufmann. Ein  blonder Mann, mittlerer Größe mit einem Schnurrbart im hageren Gesicht. „Es muss doch einfacher gehen!“
„Wenn ´s die Subventionen nicht gäbe ,müsste man aus der EU austreten “,sagte Laake. „Aber das geht doch nicht“, wandte Mummsen ein „ wir gehören doch zu Deutschland und Deutschland ist nun mal Mitglied der EU“ „Dann wende dich doch mal an unsere Abgeordneten. Ich mein´, wir haben doch einen in Berlin.“ „Du meinst Heinrich Flaken. Hab ich schon mal, aber der wiegelt ab. Fraktionszwang. Außerdem hat er ja eine große Mastanlage in der Nachbargemeinde .da profitiert er natürlich.“

Die Diskussion ging den ganzen Abend noch weiter. Bier und Korn lösten die Zungen ,und führten zu den interessantesten Lösungen für das Problem, bis hin zu einer Revolution, vorgeschlagen von Ernesto Gebhart ,ein drahtiger dunkelhaariger Mann, von 35 Jahren mit Vollbart, der mit einer Landkommune einen Biohof in der Gemeinde betrieb  Irgendwann meldete sich am Nebentisch Hilde Giess zu Wort ,eine groß gewachsene Frau von 60 Jahren, mit strengem ,grauen Haarknoten und runder Nickelbrille, ihres Zeichens Schuldirektorin und örtliche Historikerin.

„Meines Wissens gehören wir nicht zu Deutschland, sondern sind ein unabhängiges Fürstentum. Ich meine, es gibt in unserem Archiv eine Urkunde aus dem Siebzehnten Jahrhundert, die das bestätigt.“
„Ist das Wahr?“ ,rief Laake „Ja, sicher“, sagte Hilde, ich werde gleich Morgen früh nachschauen.“
„Dann“, sagte Mummsen feierlich ,wenn das so ist, werden wir ein unabhängiger Staat, und treten aus der EU aus. Ich berufe Morgen gleich eine außerordentliche Gemeinderatssitzung ein, und gründen die Republik Fürstentum Gülleberg!“ 

Alle stimmten zu ,und so wurde aus Frust und Bierlaune heraus ein neuer Staat geboren...

Fortsetzung folgt