Montag, 17. März 2014

Der Wiedergänger


Er wird mal wieder ins Leben gerufen ,der Hitler .Unterm Hitler machen wir ´s ja nicht mehr.
Saddam Hussein wurde zum Hitler des nahen Ostens gemacht ,nachdem er Kuwait überfallen hatte. Bis dahin war er strategischer Partner im nahen Osten, solange er nur Bomben auf den Iran warf ,oder auf die Kurden in seinem Land.
Auch bei Putin reichte es schon zum Hitler , wie in einem Kommentar im Weser-Kurier mit der Überschrift: “Heim ins Reich“ ,in dem die Situation auf der Krim mit der Annektion Österreichs und Tschechiens  durch das Dritte Reich, 1938 verglichen wird.
Und nun wird er wieder bemüht.
Der Irische Historiker Brendan Simms schreibt an einer Biographie Adolf Hitlers ,so weit so legitim. Nun hat er aber die These aufgestellt, das Hitlers Antisemitismus in seinem Antiamerikanismus und seinem Antikapitalismus wurzelte.
Argumentativ sehr dünnes Eis. Er sollte vielleicht mal bei Leuten wie Sebastian Haffner nachlesen. Hitlers Antisemitismus bildete sich schon um 1919 heraus .Außerdem wurde Hitler in Wien sozialisiert, das damals sehr stark antisemitisch geprägt war.
Ein weiterer Punkt ist auch, das  hier stark pauschalisiert wird. Es ist nun mal nicht jeder Amerikaner Jude und war es auch damals noch nicht, und der Kapitalismus ist auch keine jüdische Erfindung. Darüber hinaus ist bekannt, das Hitler gute geschäftliche Beziehungen nach USA und England unterhielt, und seinen Wahlkampf vom Großkapital ,z.b., Alfred Hugenberg finanzieren lies.
Und dann ist das auch ein merkwürdiger Antikapitalist, der die antikapitalistische KPD verbieten und ihre Mitglieder einsperren, foltern und hinrichten lies, genauso die Gewerkschaften.http://www.zerschlagung-gewerkschaften1933.de/
Und ebenso ist es wenig antikapitalistisch , etlichen Unternehmen Zwangsarbeiter zu verschaffen, an deren Sklavenarbeit diese prächtig verdienten. Für einige Weltkonzerne wurde so der Grundstein geschaffen. Die These ,das Hitler Antikapitalist war, ist wohl kaum haltbar.
FAZ, Welt u. Co. bedienen  sich der einfachen Unlogik  : Antiamerikanismus =Antikapitalismus =Antisemitismus= Faschismus .,um Kapitalismuskritik und Kritik an den USA zu kriminalisieren und zu tabuisieren ,sowie diejenigen, die diese äußern, zu stigmatisieren. Wer die USA kritisiert ist ein Nazi, wer den Kapitalismus kritisiert ist ein Nazi, das soll so suggeriert werden. Das ist gar nicht mal neu. Es ist ein beliebtes Instrument, um missliebige Meinungen zu unterdrücken. Das ist eben bequemer, als sich mit Sachargumenten auseinander zu setzen. 
 Dabei merken diese Leute anscheinend gar nicht, welche Sprache sie sich damit zu eigen machen. Wenn sie nämlich Antikapitalismus oder Kapitalismuskritik mit Antisemitismus gleichsetzen, dann bedienen sie sich ja des antijüdischen Vorurteils vom „raffenden, schachernden  Juden“, das ja dieser (Un) Logik zugrunde liegt , und das vor allem von wem verwendet wurde? Genau, von den Nazis! Mit Nazi-Duktus andere zu Nazis abstempeln  ,das muss man erst mal bringen!

   

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