Samstag, 23. Januar 2016

Der böse Russe muss es gewesen sein!

So könnte man wohl den Untersuchungsbericht zum Fall Litwinenko, und das daraus folgende Getöse verstehen.Gut, seit die Russische Armee in Syrien interveniert und den Daesh effizienter bekämpft als der, Naturgesetzen gemäß, gute Weltpolizist USA(mir ist sehr wohl bewusst, das auch russische Bomben kein wirkliches Mittel gegen den Terror sind),ist es schwer antirussische Hetze zu betreiben, so das man dann jetzt auch schon mal den Bodensatz der untersten Schublade auskratzen muss.

Der Bericht selber beschuldigt auch erfahrungsgemäß Putin, allerdings ohne ihm irgendetwas nachzuweisen:
 (...)Den Mord habe "sehr wahrscheinlich" der russische Geheimdienst FSB in Auftrag gegeben, Putin habe "wahrscheinlich" zugestimmt, heißt es in dem in London vorgelegten Abschlussbericht einer öffentlichen gerichtlichen Untersuchung.(...)
Geht doch mal Spaßeshalber zum Gericht und zeigt jemanden an, mit der Begründung, er sei sehr wahrscheinlich schuldig,oder habe sehr wahrscheinlich dieses Verbrechen gebilligt.Kein Staatsanwalt käme auf solch eine Idee, weil er von den Richtern nur Hohngelächter ernten würde, und den Rat, sich erstmal handfeste Beweise zu besorgen.

In England und unserer Presse reicht das aber für einen Schuldspruch, und für die Einbestellung des Botschafters, sowie die Androhung härterer Maßnahmen gegen Moskau. Wohlgemerkt, ohne jeden wirklichen Beweis,statt dessen auf der Feststellung basierend, das das verwendete Polonium aus einem Atomreaktor stammt ,und daher nur staatlichen Stellen zugänglich ist, und da wir ja wissen, das es Atomreaktoren nur in Russland gibt, ist damit Putins Schuld zweifelsfrei erwiesen, nicht wahr? Und natürlich ist es auch nicht widersprüchlich, wenn man einerseits Russland und seinen Nachbarstaaten massive Korruption unterstellt,aber dann ausschließen will, das kriminelle Organisationen sich unter der Hand, solches Polonium beschaffen könnten.

Fazit:Der vorgelegte Bericht enthält nicht den geringsten Beweis für die Schuld Putins am Tod von Litwinenko,nur eine ganze Menge Vielleicht und  Wahrscheinlich,was eine Ermordung durch den russischen Geheimdienst mit oder ohne Duldung des russischen Präsidenten nicht zwingend  ausschließt, ebenso wenig aber, durch organisiertes Verbrechen.Entscheidend ist aber, das jeder so lange unschuldig ist, bis ihm schuld zweifelsfrei nachgewiesen wird.

Wer wirklich Litwinenko getötet hat ,wissen wir nicht,werden es wohl auch nie erfahren, und das war wohl auch nicht Zweck dieser Untersuchung, die jetzt wohl auch nur noch einmal in Gang gesetzt wurde ,um Putin etwas ans Zeug zu flicken.

Schlussendlich wissen wir , das wir gar nichts wissen.

Übrigens,Gewisse "Watch-Blogger" müssen jetzt tapfer sein:Israel rät Deutschland zur Zusammenarbeit mit Russland:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/21/ratschlag-aus-israel-deutschland-sollte-mit-russland-kooperieren/


Tja,das könnt ihr jetzt nicht mal angreifen, ohne euch selber als Antisemiten zu brandmarken (zumindest entsprechend eurer Logik).In solch ein ideologisches Dilemma gerät man ,wenn man auf jeden, der die israelische Regierung auch nur vorsichtig kritisiert, inflationär mit der Antisemitismus-und Rechts-Keule einprügelt.

Ich erlaube mir die Israelische Regierung zu kritisieren, wo ich ihre Politik Kritik-würdig finde, so zum Beispiel bei Netanjahus Geschichts-Klitterung, als er versuchte den Holocaust den Palästinensern anzulasten, aber wenn er mal einen vernünftigen Vorschlag macht, erkenne ich das  auch an. Netanjahu ist klug genug zu erkennen, das die russische Intervention in Syrien,vor allem die Stärkung der syrischen Armee,und damit die Erhaltung der Säkularität des Staates auch in israelischem Interesse ist, denn das Land wäre eines der nächsten Ziele des Daesh,aber auch einer Regierung der Al Kaida-nahen Al Nusra die ja auch extrem antisemitisch sind.
Diesen Hinweis konnte ich mir jetzt nicht verkneifen...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen