Montag, 17. Juni 2013

Scheinheiligkeit im Quadrat

-Zur Unglaubwürdigkeit der Kritik von deutschen und EU-Politikern an der Türkei

 

Nun kritisieren sie alle den brutalen Umgang der Türkischen Regierung mit den Demonstranten.In der Sache auch absolut zu Recht.Einprügeln auf Demonstranten ,auf Menschen die das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung wahrnehmen wollen,so wie ihr Beschuß mit Tränengas und ähnliche Gewalttätigkeiten haben mit demokratischer Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun.Kritik des Volkes muß eine Regierung aushalten können,insofern ist das Vorgehen der Türkischen Regierung aufs Schärfste zu verurteilen.So weit ,so gut.Aber was war mit den Blockupy-Demonstranten in Frankfurt,was mit den S 21-Demos ,was mit (schein-)Heiligendamm?Und was ist mit den Demos in Griechenland,Spanien,Italien,etc,gegen die unmenschlichen Austeritätsdiktate der Troika,die ebenfalls von der Regierung mit brutaler Gewalt beantwortet wurden?Muß das nicht genauso verurteilt werden? Böse Zungen könnten sonst sagen,die Türkei passt sich der EU an.
Nein ,solange die Regierungen in den EU-Staaten selber brutal gegen Demonstanten vorgehen,machen sie sich mit ihrer Kritik an der Türkei unglaubwürdig,denn wie heisst es doch so schön?Wer mit einem Finger auf andere zeigt,zeigt mit drei Fingern auf sich zurück.Wer von anderen,zu Recht, die Einhaltung demokratischer Grundregeln verlangt ,sollte sich erst einmal selber daran halten.

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