Samstag, 9. November 2013

Die Nacht der Schande

Heute vor 75 Jahren,wurden in der Reichspogromnacht(von den Nazis zynisch "Kristallnacht" genannt)jüdische Mitbürger/innen verfolgt und ermordet ,sowie ihre Häuser,Wohnungen und Synagogen in Brand gesteckt.Heute gedenken wir der Opfer dieser abscheulichen Taten,die ein Teil des deutschen Volkes dem anderen Teil angetan hat,zum Hass aufgestachelt,von massiver Propaganda.
Doch dieser Tag mahnt auch,das so etwas nie wieder passieren darf.
Und doch,Rostock-Lichtenhagen,Mölln,Solingen ,die NSU,diese Taten zeigen,das Faschismus und Rassismus in der Mitte unserer Gesellschaft noch lebendig ist(wenn auch diese Taten mit der Reichspogromnacht sicher nicht vergleichbar sind).Ich habe hier schon einmal darüber geschrieben:
http://schumt3.blogspot.de/2013/05/zur-mahnung-und-gegen-das-vergessen.html
Wie um das zu bestätigen,,kommt eine Studie der EU-Agentur für Menschenrechte zu dem Ergebnis,das der Antisemitismus in Deutschland und Europa auf dem Vormarsch ist.Demnach fühlen sich viele Juden diskriminiert und verfolgt.Jeder fünfte Befragte war schon einmal Opfer von Beleidigungen und Gewalt,antisemitischer Natur.Dies muß alle Demokraten alarmieren.
Die Hauptursache für diese Zunahme antisemitischer Tendenzen,ist die,immer tiefer werdende,Rezession in Europa,verursacht durch die merkelschen Spardiktate und die abgehobene,weltfremde Politik der EU-Komission nur zugunsten von Banken und Konzernen.Dies nämlich,sorgt bei der einfachen Bevölkerung für Europa-Verdruß,wodurch europafeindliche,rechtsextreme Parteien,die eben auch antisemitisch sind,sowie ihre nationalchauvinistischen,ausländerfeindlichen,rassistischen Inhalte immer mehr Zustimmung erfahren,und da ist eben der Ausländer,der Sinti/Roma oder eben der Jude Schuld(in Deutschland verstärkt auch der Hartz IV-Empfänger,aber das ist ein anderes Thema).Man würde es sich allerdings auch zu leicht machen,wenn man jetzt als Konsequenz nur den ohnehin dringend nötigen Politikwechsel für Europa fordert.
Vielmehr braucht es ein breites gesellschafliches Bündnis aus demokratischen Parteien,Gewerkschaften,antifaschistischen Organisationen und ermittlungsbehörden,um Antisemitismus,Fremdenhass, und Rassismus mit allen ,zur Verfügung stehenden,demokratischen Mitteln zu bekämpfen,und sich ihnen entgegen zu stellen.Das ist die Aufgabe und Herausforderung,die uns unsere Geschichte stellt,und an die wir durch einen Gedenktag wie heute eerinnert werden. 

http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/1789.erinnerung-an-die-reichspogromnacht-verpflichtet-zum-widerstand-gegen-rechts.html 

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