Mittwoch, 6. November 2013

Strunzdämlich oder karrieregeil?Gewerkschaftsvertreter plappert Arbeitgeberpropaganda nach

Als ich es das erste Mal las,war mein erster Gedanke:"Wie kann man nur?"Bei der Veranstaltung "Nach der Bundestagswahl 2013: Was muss Deutschland in Europa jetzt anders machen?“,entblödete sich Reiner Hoffmann, Landesbezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie Nordrhein,nicht,zu behaupten,das die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft nichts mit Lohndumping zu tun hätte.
Friederike Spiecker nimmt diese These hier auseinander:
http://www.flassbeck-economics.de/gewerkschaftsvertreter-wettbewerbsfaehigkeit-beruht-nicht-auf-lohndumping/
Meine persönliche Meinung als Gewerkschafter:Mit solchen Funktionären brauchen sich die Gewerkschaften über Mitgliederschwund und zunehmend weniger Kampfkraft nicht mehr zu wundern.Ich habe mich in einem früheren Artikel  schon einmal zum dringenden Reformbedarf der Gewerkschaften geäußeret:
http://schumt3.blogspot.de/2013/05/gedanken-zum-1mai-quo.html
Darin fühle ich mich nun einmal mehr bestätigt.Auf die Art,wie sie der Kollege von der BCE hier zeigt,den Kollegen,vor allem auch anderer Branchen, in den Rücken zu fallen ,schafft sich der DGB selber ab,und das wäre Schade,denn ich bin von der Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit von Gewerkschaftsarbeit immer noch überzeugt.Aber vielleicht braucht es doch eine völlig neue Gewerkschaft.

Kommentare:

  1. Der DGB und die meisten seiner angeschlossenen Einzelgewerkschaften sind schon lange klinisch tot, sie wissen es nur noch nicht. Selbst die mittlere und unterste Funktionärsebene redet inzwischen jeden noch so miesen Tarifabschluss schön. Es wird höchste Zeit, dass insbesondere Mitglieder aus der LINKEN wie B. Riexinger und K. Ernst mal Klartext reden und sich Gedanken über die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit für die Gewerkschaften machen.

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  2. Hallo Dirk,sorry,wenn ich erst jetzt antworte.Du natürlich nicht Unrecht.Ich habe ja auch im verlinkten Artikell auf den dringenden Reformbedarf des DGB hingewiesen,aber in der kommentarspalte habe ich auch gesagt und stehe dazu,das man sich vielleicht auch Gedanken machen muß,über eine neue Gewerkschaft.Da bin ich offen.Nimm es mir aber nicht übel,wenn ich doch noch auf einen grundlegenden Kurswechsel des DGB nach Sommers Ausscheiden 2014 hoffe,wenn auch diese Hoffnung nicht sehr groß ist.
    M.f.G.,
    der Doctor

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  3. Nach dem Sommer ist vor dem Sommer... Nichts gegen Hoffnungen, aber diese teile ich nicht. Der Nachfolger wird genauso ein Speichellecker des Kapitals sein. Ich schrieb nicht umsonst oben von der mittleren und untersten Funktionärsebene. Die wird den Teufel tun und jemand anderen wählen.

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  4. Du hast wohl Recht,darum schrieb ich auch,das meine Hoffnung nicht sehr groß ist.

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