Montag, 24. Februar 2014

Sehr(wenig)geehrter Herr Sarrazin !

Na,da sind sie ja wieder,und mit einem neuen Buch."Der neue Tugendterror", heißt es.Sie beklagen sich darin ,das sie von den Medien immer so hart kritisiert werden(von welchen eigentlich?BLÖD druckt auch ihr neuestes Machwerk ab,wie sie es vorher auch getan haben,in Talkschows sind sie gern gesehener Gast).Sie dürfen ihre Meinung nicht sagen,so klagen sie,ständig werden sie für ihre Thesen kritisiert,so jammern sie,von linken Journalisten,da ja ,wie sie im Weser-Kurier-Interview sagen,der Großteil unserer Journalisten Anhänger der Grünen ist.Nur,sorry,aber die Grünen mögen vieles sein,aber links?Das waren sie vielleicht mal,aber das ist schon lange her.
Man wird doch gewisse Dinge noch sagen dürfen,so klagen sie,und das dürfen sie nicht.
Wirklich nicht? Konnten sie nicht Bücher schreiben und veröffentlichen? Wurde nicht "Deutschland schafft sich ab "in der BLÖD abgedruckt und eine Riesen Kampagne dafür gemacht? Konnten sie nicht in Talkschows und in Vorträgen ihre Thesen verbreiten?und konnten sie nicht auch heute im Weser-Kurier mit sozialdarwinistischen Thesen unwidersprochen gegen die Inklusion hetzen?
Genau das ist es,was das Grundgesetz ihnen zugesteht.Dort steht nämlich:
"Jeder Bürger hat das Recht,seine Meinung in Wort,Bild  und Schrift
frei zu äußern.Eine Zensur findet nicht statt. "
Na,merken sie was?Da steht nur was von Meinung frei äußern,was sie mit der veröffentlichung ihrer Bücher oder verbreiten ihrer Thesen in Talkschows oder Interviews ja auch tun konnten.Von nicht kritisiert werden, steht da nichts.
Aber da liegt wohl der Hase im Pfeffer:Sie inszenieren sich jetzt als Opfer ,um die Kritik an ihren Thesen,die sie nicht widerlegen können,zu diskreditieren.Beleidigte Leberwurst spielen,per Buch,weil sie, und das ist wohl ihr Hauptproblem,nicht kritikfähig sind.Im Endeffekt geht es ihnen also nicht um Meinungsfreiheit,sondern darum,ihren Sermon abzusondern,ohne dafür kritisiert zu werden.
Nun gehört es aber,wenn man Texte ,Artikel oder Bücher veröffentlicht,dazu ,das man auch mal für das kritisiert wird ,was man da von sich gibt,und bei dem ,was sie verbreiten,ist dieses Risiko besonders groß.Ich will auf das,was sie da so von sich geben, jetzt nicht näher eingehen,das würde den Rahmen hier sprengen ,aber wer solche Thesen in die Welt setzt wie sie ,dem muß klar sein,das er ausserhalb von BILD,WELT ,und SPON ,dafür massive Kritik erntet.Sich dann hinzustellen und zu Jammern"das wird man ja wohl noch sagen dürfen",ist dann ziemlich albern vor dem Hintergrund ,das sie es ja sagen dürften.
Wenn sie aber Partout keine Kritik vertragen,habe ich einen gut gemeinten Rat für sie:Schreiben sie keine Bücher mehr und gehen sie nicht mehr in Talkschows.Behalten sie einfach ihre Thesen für sich.Das wär für alle das Beste.
Mit gar nicht so freundlichem Gruß,
Der Doctor.

Kommentare:

  1. Uuuhhh, beschissenes S-Thema ...
    Vor knapp 3 Jahren behandelte ich dieses 'Sarrazin in Kreuzberg'. Ekelhaft aber durchaus 'passend graetschte ein Breivik, ein paar Stunden spaeter, in diesen verkackten Mix, welchen ich dann un/gerne mit einband. http://jakester-express.blogspot.com/2011/07/ein-arschloch-in-kreuzberg.html
    Zieh dirs, samt Kommentaren/Links einfach mal rein, und solltest du naeher deutsch/europaeisch/global darauf eingehen wollen, gebe ich gern ein paar Stichworte, da mich dieserart Nazischeisse seit Jahrzehnten ankotzt.

    Gruss
    Jake

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    1. Hallo Jake,hab dich nicht vergessen.Hab mir das bei9 dir mal angeschaut,und stimme zu,auch wenn ich Sarrazin nicht für einen echten Nazi halte,sondern mehr für einen elitären Spalter,der allerdings bewußt mit rechten Thesen zündelt und keine Berührungsängste mit Rechten hat.Hier geht es mir erst mal darum,die schäbigen Mittel zu zeigen,mit welchen er Kritik an sich unterdrücken und kriminalisieren will,was auch ein eigenartiges Demokratieverständnis aufzeigt.Sein Gang durch Kreuzberg war allerdings auch eine PR-Aktion,um dem Zuschauer zu zeigen,wie gewalttätig doch die pösen Türken sind.Das die allerdings nach "Deutschland schafft sich ab" nicht gut auf ihn zu sprechen sind , hätte er sich auch denken können.aber die Beschimpfungen gegen diesen Türken zeigen einmal mehr seine Kritikunfähigkeit und Selbstgerechtigkeit. Warum seine Machwerke trotzdem zu Bestsellern werden,ist schwer zu verstehen.

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    2. "..., auch wenn ich Sarrazin nicht für einen echten Nazi halte, ..."
      Ein unecht, opportunistischer Nazi, oder opportunistisch unechter Nazi, oder, den Nazi mal aussen vor, ein perfides Arschloch, .... oder ...

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