Montag, 1. April 2013

Wirtschaftsweise?

Der "Wirtschaftsweise " Christoph Schmidt betreibt in BamS Meinungsmache gegen den Mindestlohn.Dabei käut er das,durch etliche Studien widerlegte, Totschlagargument,das dadurch Arbeitsplätze verlorengehen wieder.Zwar könnten viele von ihrer Händ Arbeit nicht leben ,dies käme aber durch höhere Bedürftigkeit durch mehr Lebensgemeinschaften mit Kindern.Hä? Erst wird Panik gemacht,das wir zu wenig Geburten haben und nun beschwert man sich ,das die Kinder ,die hier geboren werden essen,trinken,sich kleiden und ein Dach über den Kopf haben wollen und darum ihre Eltern entsprechend hohe Löhne haben sollen.Wir wollen mehr Geburten,aber bitte nur ,solange sie unsere Wirtschaft nichts kosten-Wasch mich,aber mach´mich nicht nass.Bedürfnisse werden nunmal durch Konsum befriedigt, und das bedeutet Nachfrage für die Wirtschaft.Abgesehen davon ,das es beim Mindestlohn um den letzten Rest menschlichen Anstands in einer Überschußgesellschaft geht ,hat er auch Volkswirtschaftliche Vorteile.Ein Flächendeckender ,gesetzlicher Mindestlohn würde jährlich 11 Milliarden € einsparen,die nicht mehr an Aufstocker bezahlt werden müssten.Es gibt doch keinen vernünftigen Grund Ausbeutung und Lohndrückerei noch staatlich zu subventionieren.
Der Mindestlohn erzeugt,wie oben bereits angedeutet, zusätzliche Nachfrage,denn das Geld wird ja gleich wieder in die Realwirtschaft gegeben,für die Befriedigung des Bedürfnisses nach Nahrung,Kleidung,etc. ,schließlich betrifft er vor allem die untersten Lohngruppen und diese Menschen können es sich nicht leisten,das Geld irgendwo anzulegen,sondern geben es gleich wieder für den Lebensunterhalt aus.
Wenn jetzt der Frisör z.b. 8,50 € statt 4€/h bezahlen muß,muß dabei immer beachtet werden ,das sein Konkurrent diese 8,50€/h auch bezahlen muß,denn der sitzt nicht in Warschau oder Shanghai,sondern um die Ecke.70% der deutschen Unternehmnen leben nicht vom Export,sondern von der Binnennachfrage,würden somit von höheren Löhnen also profitieren,so hätte, z.B. der Frisör jetzt mehr Kunden,weil sich nun auch diejenigen den Frisörbesuch leisten können die vorher nur 3-oder 4€ /h verdient haben.damit würden seine Mehrkosten durch den Mindestlohn wieder ausgeglichen .Für die mehr exportorientierten Unternehmen würde es sich auch Lohnen,weil die Binnennachfrage,die leicht zurückgehende internationale Wettbewerbsfähigkeit ausgleichen würde.Dazu kommt:höhere Löhne bedeuten mehr Lohnsteuereinnahmen.Man muß lernen Löhne nicht einfach nur als Kosten zu sehen,sondern als volkswirtschaftliche Größe,die Nachfrage schafft,dann klappt es.Leider scheinen unsere "Wirtschaftsweisen" solche einfachen Zusammenhänge nicht zu begreifen.

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